Der sächsische Ministerpräsident ist erst im zweiten Wahlgang wiedergewählt worden. In beiden Wahlgängen erhielt CDU-Politiker Milbradt nur 62 Stimmen - dabei waren 67 Koalitionsabgeordnete anwesend. Der NPD-Kandidat bekam beide Male mehr Stimmen, als die rechtsextreme Partei Sitze hat.
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Von Bernd Oswald
Private Affären seines Vorgängers brachten ihn ins Amt, der Verdacht auf private Vorteilsnahme kostet es ihn nun wieder: Die verkorkste sächsische Karriere von Georg Milbradt in Bildern.
Er leistete sich folgenreiche Fehler auf dem politischen Parkett und eine höchst unglückliche private Verquickung mit dem Skandal um die SachsenLB: Wie Georg Milbradt am Ende jeden Kredit verspielte.
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Christiane Kohl
"Man muss sich doch der Sorgen der Menschen annehmen": Wie Georg Milbradt mitten im Landtagswahlkampf wegen seiner Kritik an Hartz IV unter Beschuss gerät.
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Von Jens Schneider
Sachsens Ministerpräsident fürchtet bei einem Ausbleiben der Förderung um tausende Arbeitsplätze. Im SZ-Interview sieht Milbradt den Aufbau Ost massiv gefährdet.
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Interview: Jens Schneider
In Belgien rückt ein Ende der Staatskrise in Sicht: Nach eineinhalb Jahren haben sich die Parteien in zentralen Fragen des Haushalts geeinigt. Die könnte das letzte Hindernis zur Bildung einer neuen Regierung gewesen sein.
Kurzmeldungen
im Überblick
Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt will gegen die von der Bundesregierung geplante Steuersenkung kämpfen, muss dabei allerdings auch die Parteifreunde in der Union noch überzeugen. Als Finanzfachmann ist er sogar bei Gegnern unbestritten, seine Sturheit bekommen auch Freunde zu spüren.
Er war so stolz auf seine Neuschöpfung, die Sächsische Landesbank. Doch dann vermengte Georg Milbradt Privates und Politisches. Erst fiel die Bank, dann auch der Mitgründer: Der Ministerpräsident tritt zurück. Was bleibt, ist ein Milliardenrisiko.
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Nina Jauker
Nach dem angekündigten Rückzug des sächsischen Ministerpräsidenten Georg Milbradt fordern Linke und FDP Neuwahlen. Wohl vergeblich: SPD-Landeschef Jurk sagte sueddeutsche.de, seine Partei wolle die Koalition weiterführen.
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Oliver Das Gupta
Die Landesregierung in Dresden will Ex-Manager der SachsenLB für die Beinahe-Pleite im Jahr 2007 zur Verantwortung ziehen. Die Politiker, die die Bank kontrollierten, bleiben allerdings verschont.
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Christiane Kohl, Dresden
Die Schlichter haben gesprochen und für den Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst einen Deal vorgeschlagen. Jetzt kommt es auf die Streithähne an, ob sie paktieren.
Einigung im Zoff um mehr Geld: Für zwei Millionen Tarifbeschäftigte im Öffentlichen Dienst gibt es schrittweise mehr als zwei Prozent mehr Gehalt. Für die Arbeitgeber - Städte und Gemeinden - wird das richtig teuer.
Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt hat für Ende Mai seinen Rücktritt von allen Ämtern angekündigt. Der 63-Jährige war durch die Affäre um die Sachsen LB auch in den eigenen Reihen in die Kritik geraten. Als seinen Nachfolger schlug der Christdemokrat seinen Parteifreund Finanzminister Stanislaw Tillich vor.
Sein Vorgänger und einstiger Freund Biedenkopf bezeichnete Sachsens Noch-Ministerpräsidenten Milbradt als hervorragenden Fachmann, aber miserablen Politiker. Ein gern zitiertes Urteil - das aber Milbradts Verdiensten um das Land nicht gerecht wird.
Ein Kommentar von
Jens Schneider
Der wegen Inzests mit seiner Schwester angeklagte Patrick S. will ein Gnadengesuch an den sächsischen Ministerpräsidenten Georg Milbradt richten. Dem wegen Inzest angeklagten S. droht eine weitere Gefängnisstrafe. Sein Anwalt will den Fall außerdem vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte bringen.
Anfangs stritt die SachsenLB ihre katastrophale Finanzlage noch ab - dann riss sie Regierungsmitglieder und Bankvorstände mit ins Verderben. Aus dem Finanzdesaster wurde in Sachsen eine politische Pleite. Eine Chronologie der Ereignisse.
Nach den Querelen um die Landesbank hat Sachsens Ministerpräsidenten Milbradt seinen Rücktritt eingereicht. Um die Wahl seines Nachfolgers ist indes ein Streit entbrannt.
Unser Autor blickt heute zum vorerst letzten Mal zurück auf die Woche - und sucht nach dem Ursprung der Worte: Der Name des Bundespräsidenten wird dabei genau so durchleuchtet wie die Herkunft des Papstes.
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Wolfgang Koydl
Georg Milbradt ist nicht der erste Ministerpräsident der Bundesrepublik, der über einen Skandal stolpert. Vor ihm mussten schon verschiedene Länderchefs ihren Hut nehmen - wegen Vorteilsnahme, politischen Intrigen oder NS-Verwicklungen.
Schwierige Aufarbeitung: Bei der Befragung vor dem Banken-Untersuchungsausschuss sieht sich Sachsens Ministerpräsident Milbradt nicht verantwortlich für die risikoreichen Geschäfte der inzwischen verkauften Sachsen LB.
Von der Herzkammer der SPD zum CDU-Stammland: Vor mehr als 100 Jahren triumphierte die SPD in Sachsen mit satten Mehrheiten - bei der Landtagswahl hofft sie auf 15 Prozent.
Von
Oliver Das Gupta