Zum ersten Mal haben Mitarbeiter des Energieriesen Total die lecke Förderplattform "Elgin" in der Nordsee begutachtet. Es wird Monate dauern, bis das austretende Gas gestoppt ist. Doch zunächst gilt es, die schlechten Nachrichten einzudämmen, denn der größte Konzern Frankreichs sieht sein Image in Gefahr.
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Stefan Ulrich, Parismehr...
"Wenn das Gas eine Zündquelle findet, wird es ein Feuer geben": Seit Sonntag strömt aus einem Leck an der Bohrinsel "Elgin" in der Nordsee Erdgas aus, eine hochexplosive Gaswolke hat sich gebildet. Experten befürchten, der Wind könnte diese in Richtung der offenen Flamme am höchsten Punkt der Plattform wehen. Ein Mini-U-Boot soll nun helfen, die undichte Stelle zu finden - doch es gibt Zweifel, ob das Gerät überhaupt eingesetzt werden kann.
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Gefahrenquelle 4000 Meter unter dem Meeresboden: Vier Tage schießt nun schon Erdgas mit gewaltigem Druck aus einem Leck an der Bohrinsel "Elgin" vor Schottlands Ostküste. Jetzt soll der Plattformbetreiber Total die undichte Stelle zumindest lokalisiert haben - abgewendet ist die drohende Umweltkatastrophe damit aber längst nicht.
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Patrick Illingermehr...
Nun also doch: Der Energieriese Total bereitet sich darauf vor, dass die leckgeschlagene Bohrinsel "Elgin" vor der schottischen Ostküste explodiert. Bisher hatte der Konzern versichert, der Ernstfall sei nicht zu befürchten. Inzwischen hat Total das Leck lokalisiert - entgegen vorherigen Vermutungen oberhalb der Wasseroberfläche.
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Zumindest die Explosionsgefahr ist gebannt: Nach Angaben des Betreiber-Konzerns Total brennt die Flamme über der havarierten Nordsee-Bohrinsel Elgin nicht mehr. Doch die drohende Umweltkatastrophe hätte womöglich schon im Vorfeld verhindert werden können: Das Unternehmen wusste bereits seit Februar von Problemen.
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Seit drei Tagen tritt potentiell explosives Gas an einer Plattform in der schottischen Nordsee aus. Die Betreiberfirma hatte ihre Mitarbeiter direkt nach Entdeckung des Lecks abgezogen, nun evakuiert auch Shell Arbeiter benachbarter Förderinseln. Die Küstenwache hat eine Sperrzone errichtet.
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"Das Ganze erinnert in fataler Weise an das Desaster von BP im Golf von Mexiko", sagt ein Rohstoffhändler: Nach dem Unfall auf der Bohrinsel "Elgin" bricht die Ölförderung in der Nordsee um neun Prozent ein. Die Angst der Börsianer wächst.
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Andreas Oldag, Londonmehr...
Video
Die Bohrinsel "Elgin" nahe dem schottischen Aberdeen droht zu explodieren. Aus einem Leck strömt ein leicht entzündliches und potentiell giftiges Gasgemisch. Auf der Insel brennt noch immer eine Fackel - nun liegt es am Wind, ob es zu einer Mega-Explosion kommt.
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Das hochgiftige Kohlemonoxid strömte seit Tagen unbemerkt aus: In Hamm in Nordrhein-Westfalen sind zwei Brüder wegen einer defekten Heizung ums Leben gekommen. Fünf weitere Mitglieder der Großfamilie kamen mit Vergiftungen ins Krankenhaus - drei sind in kritischem Zustand.
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Kleines Leck, große Wirkung: Ausströmendes Gas auf einer Großbaustelle hat den S-Bahn-Verkehr zwischen Johanniskirchen und Daglfing kurzzeitig lahmgelegt. Eine Signalstörung am Ostbahnhof führt zusätzlich zu Verspätungen.
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Die Bohrlöcher werden tiefer, die Plattformen rücken bis ins Eismeer vor: Bei der Jagd nach Rohstoffen gehen Energiekonzerne immer größere Risiken ein. Beherrschbar sind diese kaum, das zeigt das Gasleck an einer Bohrinsel vor Schottland. Die weit größere Gefahr lauert aber anderswo.
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Christian Zaschke und Gunnar Herrmannmehr...
Nahe der havarierten Bohrinsel Elgin in der Nordsee haben Umweltschützer von Greenpeace einen kilometerlangen Ölfilm entdeckt. Im Labor soll nun untersucht werden, wie stark die Umwelt dadurch geschädigt wird. Der Plattformbetreiber Total bereitet die Abdichtung des Gaslecks vor.
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Die Bohrinsel "Elgin" vor der schottischen Ostküste droht zu explodieren. Doch Christophe de Margerie, Chef des Energieriesen Total, schickt nur seine Pressesprecher in die mediale Schlacht. Eine Strategie, mit der er auch in anderen Krisen gut gefahren ist: Der Manager ist aus juristischer Sicht kein unbeschriebenes Blatt.
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Silvia Liebrichmehr...
Meinung
Gas gilt als saubere Energie - völlig zu Unrecht. Die Förderung ist ein schmutziges Geschäft. Der Unfall auf der Nordsee zeigt, dass die Technik nicht beherrschbar ist. Doch härte Gesetze sind schwer durchzusetzen: Das Öl- und Gasgeschäft lockt mit viel Geld.
Ein Kommentar von
Silvia Liebrichmehr...
Die Trümmerteile begraben Autos und vermutlich Menschen unter sich: In Rio de Janeiro sind zwei mehrstöckige Häuser eingestürzt. Beim Zusammenbruch eines 20- und eines zehnstöckigen Gebäudes wurde ein weiteres Haus mitgerissen. Beobachter spekulieren über illegale Bauarbeiten als mögliche Unglücksursache.
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Bilder
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Kochen war ihre Leidenschaft, sie wollte es zum Beruf machen. Dann wurde Molly Birnbaum beim Joggen von einem Auto angefahren und verlor aufgrund schwerer Verletzungen ihren Geruchssinn. Die Geschichte einer Frau, in deren Welt es plötzlich keinen Duft und keinen Gestank mehr gab - und die es dennoch schaffte, mit dem Verlust zu leben.
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Titus Arnumehr...
In China suchen Rettungsmannschaften nach elf eingeschlossenen Bergleuten - aber die Aussichten auf einen Ausgang wie in San José sind gering. Chiles Präsident bietet trotzdem seine Hilfe an.
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