Exklusiv
Als der Sohn des früheren libyschen Diktators Gaddafi nach München kam, hätte er sich neue Aufenthaltspapiere besorgen müssen - was er nicht tat. Doch die Behörden leiteten kein Verfahren gegen ihn ein. Das Auswärtige Amt legte dem bayerischen Innenministerium nahe, bei der Einreise von Saif al-Arab Gaddafi ein Auge zuzudrücken.
Von
Christian Rostmehr...
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"Vor dem Scheideweg": Nach tagelangen blutigen Unruhen in Libyen hat Saif el-Islam el Gaddafi, Sohn des Staatschefs Muammar el Gaddafi, Reformen versprochen und zugleich vor einem Bürgerkrieg gewarnt.
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Immer mehr Anhänger Gaddafis setzen sich ins Nachbarland ab - darunter auch der Sohn des gestürzten libyschen Despoten, al-Saadi. Der Ex-Fußballprofi hofft auf dauerhaften Unterschlupf in Niger. Gaddafi selbst ist nach wie vor verschwunden, allerdings hält sein Regime immer noch Libyens Sitz bei den Vereinten Nationen - das wollen die einstigen Rebellen nun ändern.
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Er war der mächtigste Sohn des gestürzten libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi, nun ist er gefasst: Saif al-Islam ist im Süden Libyens festgenommen worden, teilte die Übergangsregierung in Tripolis mit. Er hatte versucht, mit zwei Helfern ins benachbarte Niger zu gelangen.
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Hat Frankreichs Präsident für seine Kampagne 2007 Millionen von Libyen angeboten bekommen? Ein Magazin erhebt schwere Vorwürfe gegen Sarkozy. Bei der Wahl vor fünf Jahren soll ihm Gaddafis Regime Geld für den Wahlkampf angedient haben. Die Enthüllung kommt kurz vor der entscheidenden Stichwahl.
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Hat das Gaddafi-Regime den Wahlkampf von Nicolas Sarkozy im Jahr 2007 mit 50 Millionen Euro unterstützt? Der französische Präsident schäumt angesichts der Anschuldigungen eines Onlineportals und will Anzeige gegen das Magazin erstatten. Auch der libysche Ex-Geheimdienstchef Kussa weist die Vorwürfe als "haltlos" zurück.
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Der Sohn von Libyens Staatschef Saif al-Islam Gaddafi hat zugegeben, dass die Geständnisse der Bulgaren im Fall der HIV-infizierten Kinder mit Folter erzwungen worden sind.
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Lange machte die bayerische Staatsregierung ein Geheimnis daraus. Jetzt ist klar: Das gemeinsame Essen von Münchens Polizeipräsident Wilhelm Schmidbauer mit dem Sohn des Diktators Gaddafi hat die libysche Botschaft bezahlt. Ein Skandal, finden die Grünen.
Von
Bernd Kastner und Christian Rostmehr...
Es geht aufwärts für Nicolas Sarkozy: In einer neuen Umfrage liegt Frankreichs amtierender Präsident erstmals vor seinem sozialistischen Herausforderer François Hollande. Die gerade erst zur Wahl zugelassene rechtsextreme Kandidatin Le Pen folgt auf Platz drei.
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Die mauretanischen Behörden haben nach eigenen Angaben den vom Internationalen Strafgerichtshof gesuchten ehemaligen libyschen Geheimdienstchef Abdullah al-Senussi festgenommen. Der Libyer sei mit einem gefälschten Pass des Landes Mali gereist.
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150 Hektar einer Mittelmeerinsel, eine Wohnung in Roms Innenstadt, Aktien der Unicredit-Bank und Anteile am Fußballklub Juventus Turin: Die Liste der Besitztümer, die die italienische Finanzpolizei im Auftrag des Strafgerichtshofs in Den Haag konfisziert hat, zeugt vom Geschäftssinn der Gaddafis - und ihrem eklektischen Geschmack.
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Gaddafis Sohn Al-Saadi will sich nach Angaben der libyschen Rebellen stellen. Er soll angedeutet haben, wo er sich versteckt hält. Ein weiterer Sohn Gaddafis - Saif al-Islam - hat laut einem CNN-Bericht Gaddafis Anhänger hingegen zum Widerstand aufgerufen. Er trinke mit dem "Führer Tee und Kaffee".
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Der Chefankläger spricht von einem "ernsten Verdacht": Knapp zwei Monate nach dem Tod von Libyens früherem Machthaber prüft der Internationale Strafgerichtshof, ob Gaddafi einem Kriegsverbrechen zum Opfer fiel.
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Eine letzte Schlacht schien unvermeidlich. Doch nun zeigen sich die libyschen Rebellen wieder optimistisch, die Wüstenstadt Bani Walid, eine der letzten Bastionen der Gaddafi-Anhänger, friedlich übernehmen zu können. Die Verhandlungen laufen, eine Einigung der Kriegsparteien steht angeblich kurz bevor. Wo sich Gaddafi versteckt, ist weiter unklar. Im Niger wurde ein großer Konvoi seiner Truppen gesichtet - offenbar mit Ziel Burkina Faso, das dem Despoten Asyl angeboten hat.
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Der ehemalige libysche Machthaber Gaddafi ist am Dienstagmorgen an einem geheimen Ort in der Wüste beigesetzt worden. Entgegen der muslimischen Tradition war seine Leiche und die seines Sohnes Motassim zuvor tagelang zur Schau gestellt worden. Gaddafis berühmtester Sohn Saif al-Islam versucht, aus Libyen zu fliehen.
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Zwei Ex-RAF-Terroristen sollten per Beugehaft dazu gebracht werden, im Prozess um den Mord an Siegfried Buback auszusagen - doch sie beriefen sich auf ihr Aussageverweigerungsrecht. Jetzt hat der BGH ein Urteil gesprochen.
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Kurswechsel, Verzweiflungstat oder schlechter Scherz? Ein Sohn des libyschen Herrschers Gaddafi kündigt an, das Regime werde sich im Krieg gegen die Rebellen mit Islamisten verbünden. Zum Beweis tritt Saif al-Islam mit Bart und Gebetskugeln auf. Doch sein Vater hatte sich dem Westen stets als Bollwerk gegen die religiösen Fanatiker angedient. Und auch der Lebenslauf des Sohnes lässt Zweifel keimen.
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Ein Rückschlag nach dem anderen: Militärisch kommen die Rebellen nicht voran, in ihrem Übergangsrat kriselt es. Und das libysche Fernsehen zeigt einen Mann, der der angeblich erschossene Gaddafi-Sohn Chamis sein soll.
Von
Tomas Avenarius, Kairomehr...
Das Ultimatum der libyschen Rebellen läuft bis Samstag. Dann müssen die Truppen Gaddafis ihre letzten Stellungen geräumt haben. Doch trotz der Drohungen scheinen die Anhänger des untergetauchten Despoten nicht bereit, sich kampflos zu ergeben. Damit droht dem gebeutelten Land neues Blutvergießen.
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Der libysche Übergangsrat vermutet den gestürzten Machthaber Gaddafi in der Wüste nahe der algerischen Grenze. Er werde in dem riesigen Gebiet von Tuareg-Kämpfern geschützt.
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"Libyens Hauptstadt entgleitet dem Griff eines Tyrannen": Die Rebellen haben offenbar das Zentrum von Tripolis unter ihre Kontrolle gebracht, Menschen feiern bereits auf den Straßen - doch um die Gaddafi-Residenz sind am Morgen wieder schwere Kämpfe entbrannt. Der Diktator hatte bis zuletzt zum Kampf um die Hauptstadt aufgerufen.
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Erbitterte Kämpfe, monatelang. Und dann geht alles ganz schnell: Im Stunden-, später im Minutentakt vermelden die Rebellen in der Nacht zum Montag ihre Fortschritte. Eroberungen, Festnahmen, Jubelschreie - die Chronologie eines entscheidenden Schlages.
Aufgezeichnet von
Anja Treibermehr...
Die Rebellen haben weite Teile der Hauptstadt Tripolis erobert, doch Gaddafis Truppen geben nicht auf - und bringen den Siegeszug der Rebellen ins Stocken: Die verbliebenen Anhänger des Machthabers konzentrieren sich auf wenige Stellungen. Besonders vor Gaddafis Residenz toben heftige Gefechte.
Die aktuelle Entwicklung im
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Dutzende Leichen in Krankenhäusern und gefesselte Tote auf den Straßen: Während der Krieg in Libyen weiterhin tobt und die Rebellen ihren Hauptsitz nach Tripolis verlagern, häufen sich die Berichte über Gräueltaten auf beiden Seiten. Ein Opfer erzählt von einer Massenerschießung durch Gaddafi-Truppen. Aber auch die Aufständischen sollen Kriegsverbrechen begangen haben.
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