Im Käfer-Restaurant treffen sich die Teilnehmer der Sicherheitskonferenz zum Dinner. Man sonnt sich im Licht der Weltpolitik, spricht über Fußball und Trinkkultur - und hat dennoch jede Menge Stress.
Von
Philipp Crone
Der "Berliner Kreis" - eine Gruppe konservativer Politiker in der CDU - droht sich als eigener Parteiflügel zu etablieren. Auf seinem Programm steht der "Kampf gegen die Konturlosigkeit". Viele Mitglieder sind mit dem Modernisierungskurs von Parteichefin Merkel nicht einverstanden. Generalsekretär Gröhe hat die Kritiker nun ins Adenauer-Haus eingeladen.
Von
Robert Roßmann, Berlin
Eine Partei, die zu einschneidenden Reformen bereit ist, fehlt in Deutschland. Friedrich Merz könnte eine solche Partei gründen und würde dabei in ein Vakuum hineinstoßen.
Von
Ulrich Schäfer
Der CDU-Finanzpolitiker, der vor wenigen Tagen seinen Rückzug aus der Politik für 2009 ankündigte, richtet deutliche Worte an seine Partei: Durch ihren derzeitigen Kurs drohe sie bürgerliche Wähler zu verlieren.
Er dirigierte schon die CDU/CSU-Bundestagsfraktion, seine Degradierung zum Vize durch Angela Merkel hat Friedrich Merz zwei Jahre gegrämt. Jetzt hat er genung und schmeißt den Bettel hin.
Karl-Heinz Rummenigge hat abgesagt, nun ist Friedrich Merz als Chef der Deutschen Fußball-Liga im Gespräch. Anscheinend kann jeder Kandidat sein, der Zeit hat.
Von
Jürgen Schmieder
Nicht nur zwei, sondern sogar drei Unionspolitiker übernehmen künftig die Aufgaben des bisherigen Merkel-Stellvertreters. Warum ausgerechnet ein Jurist und Sozialpädagoge auf zwei für die Bundestagswahl entscheidenden politischen Feldern tätig sein soll, haben viele in der Unionsfraktion nicht verstanden.
Von
Von Ulrich Schäfer und Susanne Höll
Bitte Angebote einreichen! Der WestLB-Verkaufsprozess ist eröffnet. Nun liegt es an Friedrich Merz, die angeschlagene Bank an einen privaten Investor zu veräußern - eine politisch brisante Mission.
Von
Marc Beise und Martin Hesse
Im Bundestag gilt Friedrich Merz als Finanzexperte - und auch die Wirtschaft scheint ihm Fachkompetenz zuzusprechen. Der Bundesverband der Deutschen Industrie soll dem scheidenden CDU/CSU-Fraktionsvize ein verlockendes Angebot gemacht haben.
CDU-Außenseiter Merz wandert mit dem Ober-Liberalen Westerwelle und spricht auf der FDP-Klausur - bei der Partei ist der Finanzexperte hochwillkommen.
Von
Kathrin Haimerl
Absurder geht es kaum: Während das Kabinett beschließt, den Finanzsektor mit 500 Milliarden Euro zu stützen, stellt Friedrich Merz sein Buch vor. Es heißt: "Mehr Kapitalismus wagen".
Von
Renate Meinhof
Der scharfzüngige Steuerexperte der CDU ist nicht nur wegen seiner persönlichen Polemik, sondern auch wegen der politischen Inhalte gefürchtet.
Von
Von Ulrich Schäfer
Der CDU-Finanzexperte Friedrich Merz hat sich dafür ausgesprochen, dass Arbeitgeber künftig nicht mehr die Betriebsratsmitglieder bezahlen müssen. Zugleich kritisierte er scharf die Gewerkschaften.
Der mit schlechtem Ergebnis wieder gewählte Fraktionsvize von CDU und CSU hat seine Entscheidung verteidigt, zu Gunsten seines Amtes im Bundestag nicht gegen den von ihm bekämpften Gesundheitsreform-Kompromiss zu stimmen.
Der finanzpolitische Sprecher der Union sagt, die Möglichkeiten der Steuerpolitik zur Belebung des Arbeitsmarktes seien ausgereizt. Darum fordert Friedrich Merz im SZ-Interview zusätzliche Einschnitte ins soziale Netz. Die Wähler dürften das nicht gerne hören.
Von
Von Susanne Höll und Ulrich Schäfer
Kanzlerin Merkel wirkt auf die Menschen wie die Obst- und Gemüseabteilung im Supermarkt. Auch bei der Generaldebatte im Bundestag heißt es nun: Tempo raus - und Kaufhausgedudel an. Damit ja auch alle ihre Werbebotschaften schlucken. Wer da nicht mitspielt, wird gemaßregelt. Zählen noch Argumente gegen Lull und Lall? Das war gestern.
Von
Thorsten Denkler, Berlin
Meinung
Der politisch dahingeschiedene und in Schande gewichene Ex-Doktor Karl-Theodor zu Guttenberg meldet sich per Interview zurück und scheint bald wieder mitspielen zu wollen. Er kokettiert damit, sich an die Spitze einer "Senior-Piratenpartei" zu stellen. Seine Botschaft an die Union ist klar: "Macht mir ein Angebot, sonst mach' ich mir selbst eins."
Ein Kommentar von
Kurt Kister
Aus Protest gegen den geplanten Gesundheitskompromiss hatte der CDU-Politiker angekündigt, nicht mehr als stellvertretender Unions-Fraktionsvorsitzender kandidieren zu wollen. Nach einer nächtlichen Krisensitzung dann der Sinneswandel: Merz Merz tritt zur Wiederwahl an.
Der CDU-Politiker hat zur Überraschung der Union seinen Widerstand gegen den Gesundheitskompromiss angekündigt - und will in diesem Zusammenhang offenbar seinen Fraktionsposten aufgeben. Dies soll er intern erklärt haben.
Helmut Kohl hat einen Kompass für die CDU gefordert - doch was hilft ein Kompass, wenn man nicht weiß, in welche Richtung man gehen soll? Die Partei ist am Ende, doch schuld ist nicht nur die Kanzlerin, sondern auch ihr Ziehvater, dessen Regierungszeit die Partei ausgezehrt hat. Der CDU fehlen Ideen, starke Figuren und ein kompetenter Koalitionspartner. Aus dem hohen "C" der Partei ist längst ein hohles "C" geworden.
Kommentar von
Heribert Prantl
Der Europaparlamentarier und CSU-Parteivorstand Bernd Posselt attestiert Außenminister Guido Westerwelle "Lustlosigkeit" im Amt und verlangt nach einem Unionspolitiker auf dessen Posten. Auch Angela Merkels alter CDU-Rivale Friedrich Merz meldet sich zu Wort und stichelt wegen der Libyen-Politik gegen Außenminister und Kanzlerin.
Von
Oliver Das Gupta
An der Entscheidung über Europa hängt die Zukunft der schwarz-gelben Koalition. Am Donnerstag stimmt der Bundestag über die Erweiterung des Euro-Rettungsschirms EFSF ab. Die Opposition hat ihre Zustimmung bereits zugesichert. Die Kanzlerin weiß aus Erfahrung, dass ihr das nicht leichter macht, die erwünschte Regierungsmehrheit zu erzielen.
Von
Nico Fried, Berlin
Die Mitglieder der einflussreichen Atlantik-Brücke haben den Machtkampf zwischen dem Ehrenvorsitzenden Kiep und Friedrich Merz beendet. Es siegte Jung gegen Alt.
Von
Markus C. Schulte von Drach