Die Rebellen haben weite Teile der Hauptstadt Tripolis erobert, doch Gaddafis Truppen geben nicht auf - und bringen den Siegeszug der Rebellen ins Stocken: Die verbliebenen Anhänger des Machthabers konzentrieren sich auf wenige Stellungen. Besonders vor Gaddafis Residenz toben heftige Gefechte.
Die aktuelle Entwicklung im
Newsticker.
Innerhalb weniger Stunden haben Rebellen die libysche Hauptstadt Tripolis fast komplett erobert. Die Öffentlichkeit fragt sich, wieso die Blitzoffensive so erfolgreich sein konnte: Welche Rolle spielen dabei die Amerikaner? Wie wirkt sich der blutige Machtwechsel auf die Weltwirtschaft aus und wo steckt Diktator Muammar al-Gaddafi?
Fragen und Antworten von
Johannes Aumüller und Oliver Das Gupta
Dutzende Leichen in Krankenhäusern und gefesselte Tote auf den Straßen: Während der Krieg in Libyen weiterhin tobt und die Rebellen ihren Hauptsitz nach Tripolis verlagern, häufen sich die Berichte über Gräueltaten auf beiden Seiten. Ein Opfer erzählt von einer Massenerschießung durch Gaddafi-Truppen. Aber auch die Aufständischen sollen Kriegsverbrechen begangen haben.
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Vom Regime Gaddafis ist nichts mehr zu sehen im Osten Libyens. Man spürt auf den Straßen: Der Revolutionsführer wankt und könnte bald fallen. Doch Gaddafi will "bis zum letzten Blutstropfen" kämpfen.
Von
Tomas Avenarius, Tobruk
Rauch verhüllt die Innenstadt, Bewohner fliehen, Verwundete können nicht versorgt werden: Wie Augenzeugen berichten, geht das Regime von Präsident Assad weiter brutal gegen die Stadt Hama vor. Hunderte Panzer sollen hier und bei der Ölstadt Deir Essor Stellung bezogen haben. Der internationale Druck auf Syrien wächst - doch der UN-Sicherheitsrat ringt noch immer um eine gemeinsame Position.
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Die Weltgemeinschaft will den Druck auf Gaddafi erhöhen: Die USA berät mit Verbündeten eine Flugverbotszone über Libyen. Derweil bereitet sich die Opposition auf einen Angriff von Gaddafis Truppen vor.
Live
Ein DNS-Test soll die Identität der Leiche mittlerweile einwandfrei bestätigen: Der vom US-Militär getötete Mann war Osama bin Laden. US-Offizielle widersprechen Meldungen, nach denen die Operation von Anfang an die Tötung Bin Ladens vorsah - und Altkanzler Schmidt bezeichnet die Kommandoaktion als "völkerrechtswidrig".
Reaktionen und aktuelle Entwicklungen
im Ticker
Ein kluger Schachzug? Der Westen will Libyens Rebellen mit Gaddafis Geld unterstützen - aus Tripolis kommt harsche Kritik. Derweil soll Gaddafi die Zivilbevölkerung für den Kampf gegen die Aufständischen mit Waffen ausstatten.
Aufständische und Truppen des libyschen Machthabers Gaddafi haben sich in der Nacht schwere Gefechte an der Grenze zu Tunesien geliefert. Durch mehrere Raketen sollen Flüchtlinge getötet worden sein - auf tunesischem Territorium.
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Die internationale Koalition eint ein Motiv: Zivilisten vor dem mörderischen Gaddafi-Regime zu schützen. Doch mancher Staatschef verfolgt eigene Ziele, die mit der Innenpolitik zu tun haben - und auch die Risiken sind ungleich verteilt.
Eine Übersicht von
Lena Jakat
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Flüchtlinge weg, Steuervergünstigungen - und die Nominierung für den Friedensnobelpreis: "Lampedusa wird wieder zum Paradies", verspricht Italiens Ministerpräsident Berlusconi bei einem Kurzbesuch.
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Ein Hollywoodstar im Zeugenstand - Berlusconis Anwälte wollen im "Ruby"-Prozess George Clooney vor Gericht laden. Er und seine Lebensgefährtin seien angeblich auch Gäste auf einer Party des Regierungschefs gewesen.
Mit Hilfe der internationalen Militärkoalition haben die Aufständischen in Libyen die Städte Adschdabija und Ras Lanuf eingenommen - und drängen auf Gaddafis Geburtsort Sirte zu. Diktator Gaddafi muss den Verlust der Ölquellen fürchten.
In Libyen herrschen anarchische Zustände: Minister und Diplomaten wenden sich von Machthaber Gaddafi ab, Aufständische erobern immer mehr Städte - und haben den ölreichen Osten des Landes unter Kontrolle.
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Der Bitte aus Rom wird entsprochen: Die Europäische Union hat Italien finanzielle und praktische Hilfe bei der Bewältigung des Flüchtlingsstroms aus Tunesien angekündigt. Derweil streiten deutsche Politiker, ob auch die Bundesrepublik Asylsuchende aufnehmen soll.
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Während Libyens Diktator Gaddafi seine Truppen zur Ölstadt Ras Lanuf marschieren lässt, verschärft die EU ihre Sanktionen: Noch in dieser Woche sollen Maßnahmen gegen wichtige Firmen des Landes beschlossen werden. Die USA wollen indes die Entsendung von Bodentruppen nach Libyen nicht mehr ausschließen.
Die Entwicklung im
Newsticker
Während die tunesischen Flüchtlinge auf Lampedusa auf ihre Lage aufmerksam machen wollen, meldet sich ein tunesischer Minister zu Wort - und bezeichnet die finanzielle Unterstützung der EU als "lächerlich".
Die Luft um den libyschen Machthaber wird dünner. Sein Konsul im strategischen Nachbarland Ägypten kündigt ihm die Gefolgschaft auf. Deutschland eröffnet ein Verbindungsbüro im Gaddafi-freien Bengasi.
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Neue Spekulationen um das Schicksal des libyschen Machthabers Gaddafi: Nach unbestätigten Berichten wurde er vermutlich verletzt und soll Tripolis verlassen haben. Gaddafis selbst dementiert in einer Audiobotschaft.
Die Bombardements gehen weiter, genau wie die Propagandaschlacht um Libyen. Die Regierung führt Journalisten zum pulverisierten Haus eines Gaddafi-Vertrauten - die Nato soll dort 15 Zivilisten getötet haben. Das Militärbündnis dementiert den Angriff.
Diesmal hat Silvio Berlusconi zwar nicht selbst mitgefeiert - peinlich ist der neue Party-Skandal für den italienischen Premier trotzdem: Sein Koalitionspartner Lega Nord hat in den Dolomiten ein Grillfest veranstaltet und unter Artenschutz stehende Tiere auf den Speiseplan gesetzt.
Die mehr als 30 Staaten der Libyen-Kontaktgruppe haben dem Regime von Machthaber Gaddafi die Rechtmäßigkeit abgesprochen und den Übergangsrat der Rebellen als legitime Regierung Libyens anerkannt. Gaddafi will indes bis zum letzten Blutstropfen kämpfen.
Von
Tomas Avenarius
Wahllose Gewalt gegen Zivilisten: Nach dem brutalen Militäreinsatz in Hama verurteilen Deutschland und die USA die syrische Führung scharf, Italien zieht seinen Botschafter aus Damaskus ab. Eine Resolution des UN-Sicherheitsrates wegen der Gewalt in Syrien wird es aber vorerst nicht geben.
Etwa hundert Flüchtlinge aus Libyen sind auf dem Meer vor Lampedusa umgekommen - angeblich hat die Nato die Hilfe verweigert. Nun muss sie ihr Libyen-Mandat ausdehnen, fordert Italien: Ein solches Drama soll sich nicht mehr wiederholen.
Von
Andrea Bachstein
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Wenn es nach der Zeugenliste geht, werden schon bald eine Reihe Stars aus Politik, Showbiz und Sport - zumindest indirekt - mit der "Bunga-Bunga"-Affäre Silvio Berlusconis in Verbindung gebracht.
Von
Marten Rolff