Europas Zuchtmeister stellen in Paris ihre Pläne vor: Merkel und Sarkozy sprechen sich gegen Euro-Bonds, aber für einen vorgezogenen Rettungsschirm, automatische Strafen für Defizit-Sünder sowie einen neuen EU-Vertrag aus - und wollen zur Not einen Teil der EU-Staaten ignorieren. Doch gegen die Ideen formiert sich bereits Widerstand.
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Sie geben die Marschroute vor: Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy stellen ihre Pläne zum Umbau Europas vor. Berichten zufolge wollen die beiden Hilfe aus Übersee holen, um die Finanzmärkte zu beruhigen. Damit sie Europa zu deutscher Haushaltsdisziplin zwingen kann, ist die Kanzlerin möglicherweise auch bereit, bei bisher unverhandelbaren Punkten nachzugeben - und einen Verhandlungserfolg vom Oktober 2010 wieder zu opfern.
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Der Landkreis Starnberg verzeichnet bei seinen Einnahmen ein Plus von elf Prozent und hat damit voraussichtlich keine Probleme mit dem Haushalt 2012.
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Wolfgang Prochaskamehr...
Die Schuldenkrise zwingt eine Stadt zum Ausverkauf - wie Venedig sein kulturhistorisches Erbe und den öffentlichen Raum an finanzkräftige Investoren verschleudert: Der Modekonzern Prada bietet gerade für das spätbarocke Schmuckstück Ca' Corner della Regina und Benetton residiert bereits direkt an der Rialtobrücke.
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Kia Vahlandmehr...
Ein Europa der zwei Geschwindigkeiten könnte Wirklichkeit werden: Deutschland und Frankreich wollen Zeitungsberichten zufolge einen neuen, strengen Wachstumspakt schließen - und damit nicht auf die unwilligen Euro-Staaten warten. Kanzlerin Merkel müsste für diese Koalition der Sparwilligen aber einen Preis zahlen.
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Neue Regierung, alte Probleme: Investoren haben kaum noch Vertrauen in das überschuldete Italien. Auch unter dem neuen Premier Mario Monti muss das Land Rekordzinsen bieten, um seine Staatsanleihen zu verkaufen.
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Nicht nur Griechenland und Italien sind vollkommen überschuldet, auch Portugal steckt tief in der Krise. Die Ratingagentur Fitch senkt dessen Kreditwürdigkeit auf Ramsch-Niveau und erkennt ihm so den Status als Investment-Land ab.
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Gegen die insolvente Investmentbank MF Global wird ermittelt, weil Einlagen von Kunden in Höhe von 600 Millionen Dollar fehlen. Nun zeigt sich: Es ist noch viel mehr Geld verschwunden.
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Die Besetzer des Zuccotti Parks in Manhattan haben einen Nerv getroffen - und weltweit Unterstützung und Nachahmer gefunden. Doch das Programm der Bewegung ist vage. Den Banken die Schuld für die Finanzkrise zu geben, hilft in erster Linie Politikern in Europa: Sie können von ihrer Verantwortung ablenken.
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Nikolaus Piper, New Yorkmehr...
Von Entspannung keine Spur: EU-Kommissionspräsident Barroso sieht die Euro-Zone in einer "systemischen Krise" - und will ihr mit verstärkter wirtschaftlicher Integration begegnen. Kommende Woche will er ein Konzept für gemeinsame europäische Anleihen vorstellen - gegen den Willen von Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy.
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Im Heimatland steckt die Deutsche Bank in Turbulenzen, in den USA hat sie einen Streit beigelegt. US-Behörden hatten dem Finanzkonzern und seinem Wettbewerber Citigroup vorgeworfen, die Risiken spekulativer Finanzprodukte heruntergespielt zu haben. Die beiden Banken haben sich nun auf einen millionenschweren Vergleich eingelassen. Eine weitere Klage steht in den USA aber noch an.
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Der Cavaliere tritt ab: Nachdem auch die Abgeordnetenkammer in Rom die von der EU geforderten Wirtschaftsreformen gebilligt hat, hat Silvio Berlusconi wie angekündigt seinen Rücktritt eingereicht. Auf seinen Nachfolger - voraussichtlich den ehemaligen EU-Kommissar Mario Monti - warten gewaltige Herausforderungen:
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Das Abgeordnetenhaus in Rom hat die von der EU geforderten Reformen abgesegnet, die das Land aus der Schuldenkrise führen sollen. Noch heute dürfte Ministerpräsident Berlusconi wie angekündigt seinen Rücktritt einreichen.
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Immer mehr Europäer fühlen sich als Spielball fremder Mächte. Die Finanzmärkte, China und die USA entscheiden mit über die Zukunft des Euro - und innerhalb der EU scheinen Angela Merkel und Nicolas Sarkozy die Richtung vorzugeben. Immer wieder werden Volksabstimmungen gefordert. Doch erst beim Blick in die Krisenländer zeigt sich, wer in der Lage ist, die nötigen Reformen einzuleiten.
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Stefan Korneliusmehr...
Die EU-Kommission schlägt Alarm - und sieht überall Brandherde: Womöglich reiße die Schuldenkrise gar Teile Europas in die Rezession. Währungskommissar Rehn droht zudem fünf Staaten mit einem Defizitverfahren. Für Aufregung sorgen zugleich Meldungen, wonach Frankreich und Deutschland Pläne für eine Aufspaltung Europas diskutieren. Berlin dementiert dies vehement.
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Börsenmakler ist Dirk Müller längst nicht mehr - Geld macht er mit dem, was er sagt und schreibt. Dabei findet der Kritiker des Finanzsystems stets scharfe Worte, die in den Medien für seine Omnipräsenz sorgen. Manche, hört man, neiden ihm den Erfolg.
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Markus Zydramehr...
Die überraschend angekündigte Volksabstimmung in Griechenland kostet massiv Vertrauen, sagt Norbert Walter. Der langjährige Chefvolkswirt der Deutschen Bank erklärt im SZ-Gespräch, was ein Nein der Griechen bedeuten könnte. Zugleich rechnet er mit den Verursachern der Krise ab, rät, die "Klugheit des Marktes" immer anzuzweifeln - und denkt über einen neuen Job für Kanzlerin Merkel nach.
Interview:
Hans-Jürgen Jakobs und Oliver Das Guptamehr...
Händeringend suchen Europas Politiker nach Geld, um die Schuldenstaaten zu retten. Einem Zeitungsbericht zufolge könnte China eine gigantische Summe lockermachen - unter zwei Bedingungen.
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Die Welt braucht Ethik statt Gier: In der Debatte über die Macht der Banken meldet sich der Vatikan zu Wort. Der Kirchenstaat macht Vorschläge, wie man das Weltfinanzsystem ordnen könnte - und stellt sich auf die Seite der Anti-Banken-Bewegung.
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Andrea Bachstein, Rommehr...
Die Lage in Griechenland wird immer dramatischer. In ihrem vertraulichen Bericht rechnet die Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds damit, dass das Land bis 2020 Finanzhilfen in Höhe von 252 Milliarden Euro benötigen wird - im schlimmsten Fall noch viel mehr. Zahlen sollen vor allem die Banken. Doch darüber ist sich selbst die Troika uneins.
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Staaten sind selbst verantwortlich für ihre Schulden - aber müssen private Ratingagenturen wie Moody's oder Standard & Poor's sie noch mehr unter Druck setzen? Nein, findet EU-Kommissar Barnier. Er will es den Agenturen einem Zeitungsbericht zufolge verbieten, Länder in der Krise zu bewerten.
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Erst vor einigen Wochen hat Standard & Poor's die Kreditwürdigkeit des italienischen Staates herabgestuft, jetzt trifft es auch die Banken des Landes: Die Ratingagentur senkte die Bonität von 24 italienischen Geldinstituten. Betroffen sind vor allem kleinere Bankhäuser, aber schon bald könnten auch die Großen der Branche in Bedrängnis geraten.
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Es wäre eine Rückkehr zum klassischen Bankensystem. Nach SPD-Chef Gabriel machen sich immer mehr Politiker und Finanzexperten für eine Trennung des Investmentbankings vom normalen Konto- und Kreditgeschäft stark. Die Sparer sollen nicht länger für spekulative Geschäfte aufkommen müssen. Doch um die Finanzmärkte wieder unter Kontrolle zu bekommen, reicht das noch nicht aus.
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Harald Freibergermehr...
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