Sieben Prozent, dann wird es kritisch: Die Renditen für spanische Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit haben diesen Wert überschritten. Für das Land wird es schwer, sich günstig Geld zu leihen. Spaniens Finanzminister verlangt deshalb Unterstützung von der EZB. Die Entwicklung macht die Erleichterung über das Wahlergebnis in Griechenland wieder zunichte - und sorgt an den Finanzmärkten für Ernüchterung.
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Erst am Donnerstag versuchte Präsident Hollande in einem Fernsehinterview sein schlechtes Image aufzupolieren, doch nun kommt schon die nächste schlechte Nachricht: Frankreich hat sein Defizitziel 2012 klar verfehlt.
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Ob zyprischer Rentner oder reicher russischer Anleger - zur Kasse gebeten werden alle, wenn es um die Rettung Zyperns geht. In den Geldinstituten der Mittelmeerinsel haben sich hektische Szenen abgespielt. Doch das Privatvermögen der Bankkunden ist bereits eingefroren. Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Brüsseler Beschluss.
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Das Parlament der Mittelmeer-Insel lehnte am Dienstagabend die umstrittene Zwangsabgabe für Bankkunden ab, die Voraussetzung von Hilfszahlungen der europäischen Partner und des IWF in Höhe von zehn Milliarden Euro ist.
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Meinung
Was wäre, wenn Zypern EU und Euro aufgibt? Was wäre, wenn nur Russland das Land vor der Pleite retten würde? Moskau würde es zu einem Vasallen machen. Und der Sündenbock ist längst gefunden: Deutschland.
Von Christiane Schlötzer, Nikosiamehr...
Meinung
Erst haben sich die verschiedenen Regierungen Zyperns verantwortungslos verhalten, nun wartet die Insel mit einem unseriösen Plan auf: einem Fonds, der mit dem Kapital von Rentenkasse oder Kirche gefüllt ist. Europas Regierungen müssen diese Mogelpackung ablehnen.
Ein Kommentar von Alexander Hagelükenmehr...
Rettung ohne Zwangsabgabe: Die zyprische Regierung hat sich mit der Euro-Gruppe über das Rettungspaket für den vom Bankrott bedrohten Staat geeinigt. Zypern will die beiden größten Banken des Landes drastisch verkleinern und so den benötigten Eigenanteil auftreiben. Ungeschoren kommen Bankguthaben über 100.000 Euro dennoch nicht davon.
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Italien hat gewählt - und die Reaktionen auf das sich dort abzeichnende politische Chaos sind heftig: Weltweit brechen die Aktienmärkte ein, der Euro verliert und die Zinsen von Staatsanleihen schnellen in die Höhe.
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Eigentlich baut er Swimmingpools, jetzt übernimmt er den Ausverkauf eines Landes: Stelios Stavridis wird Chef der griechischen Privatisierungsbehörde. Sein Vorgänger geriet ins Visier der Justiz. Stavridis muss nun den Bürokraten Beine machen.
Von Christiane Schlötzermehr...
Mit einer milliardenschweren Kapitalerhöhung will die Commerzbank die staatliche Einlage zurückzahlen. Damit verringert sich auch der Aktienanteil des Bundes auf 20 Prozent - und somit die Möglichkeit, auf wichtige Entscheidungen Einfluss zu nehmen. Die Rettung der Bank könnte sich für den Staat immer noch als Verlustgeschäft erweisen.
Von Andrea Rexer, Frankfurtmehr...
Ende der Kapitalflucht: Zum ersten Mal seit Jahren fließen Milliarden Euro nach Griechenland, Italien oder Portugal. Die Börsenkurse steigen. Ist die Krise in Europa vorbei? Nein. Weiter verlieren immer mehr Menschen Arbeit und Obdach.
Eine Analyse von Jannis Brühlmehr...
Ein weiteres Euroland ist pleite. Staatliche Hilfen darf es für Zypern trotzdem nicht geben. Die Zeche sollen diejenigen zahlen, die bislang mit dem Land ordentlich verdient haben. Mit Steuergeldern sollten keine russischen Oligarchen finanziert werden.
Von Marc Beisemehr...
Guido Westerwelle ermahnt die Italiener, bei der anstehenden Parlamentswahl für einen proeuropäischen Kurs zu stimmen. Italien sei "ein Schlüsselland zur Überwindung der europäischen Schuldenkrise". Montis Reformkurs müsse daher fortgeführt werden. Andere Außenpolitiker warnen deutlicher vor Berlusconi.
Von Daniel Brössler, Berlinmehr...
Griechenland kämpft darum seine Schulden abzubauen: Die Steuern werden erhöht, Ausnahmeregelungen im Steuerrecht gestrichen. Angesichts der Anstrengungen Griechenlands hat Kanzlerkandidat Steinbrück mehr deutsche Solidarität mit dem Land gefordert.
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Meinung
45 Jahre genossen Reeder in Griechenland faktisch Steuerfreiheit. Im Stillen hat das Parlament dies jetzt mit einem Gesetz geändert. Die Einsicht kommt reichlich spät: Zwar zahlen die Reeder nun Steuern, aber die Zeche bleibt den Armen. Dafür sind auch die Retter aus der EU mit verantwortlich.
Ein Kommentar von Christiane Schlötzermehr...
Exklusiv
Deutschland knickt unter dem Druck der Euro-Gruppe offenbar ein: Zwar hat Finanzminister Schäuble nach wie vor Vorbehalte gegen ein Milliarden-Hilfspaket. Nach SZ-Informationen zeigt sich die Bundesregierung nun aber doch bereit, die Maßnahme mitzutragen.
Von Claus Hulverscheidt, Berlin, und Cerstin Gammelin, Brüsselmehr...
"Nehmt das Sparprogramm und haut hier ab!" In Athen sind am Abend Tausende Griechen gegen den Besuch von Bundeskanzlerin Merkel auf die Straße gegangen - dabei ist sie noch nicht mal eingetroffen. Für Dienstag sind zwar weitere Proteste geplant, in weiten Teilen der Innenstadt von Athen sind öffentliche Versammlungen nach einem Polizeiverbot jedoch untersagt.
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Nach der US-Präsidentschaftswahl soll über Finanzhilfen für Spanien, Griechenland, Zypern und Slowenien entschieden werden. Außerdem planen die Euro-Länder nach SZ-Informationen, über alle Anträge künftig in gebündelter Form zu entscheiden.
Von Cerstin Gammelin, Luxemburgmehr...
Exklusiv
Europas Regierungen versuchen mit aller Macht, den Euro zu bewahren und Griechenland in der Währungsunion zu halten. Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn glaubt, dass die Politik mit diesem Kurs scheitern wird. Ihm widerspricht US-Ökonom Michael Burda: "Die Politik wäre gut beraten, den Austritt Griechenlands gar nicht erst zu diskutieren." Ein SZ-Streitgespräch.
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Die Griechen stecken trotz Sparbemühungen im Schuldensumpf fest. Und jetzt? Schuldenschnitt, Rauswurf aus dem Euro? Das ist alles keine Lösung. Es gibt nur einen Ausweg.
Von Marc Beisemehr...
Weniger Macht für die Nationalstaaten, mehr Entscheidungsgewalt auf EU-Ebene. Der ehemalige französische Staatspräsident Valéry Giscard d'Estaing plädiert für eine Neuordnung der Eurozone und den Aufbau einer "Währungs-, Haushalts- und Steuergemeinschaft". Deutschland und Frankreich sieht er dabei in der Pflicht.
Von Lutz Knappmann, Berlinmehr...
In der Europäischen Union wird erbittert darum gestritten, wie viel Geld die EU zwischen 2014 und 2020 ausgeben darf, der britische Premier David Cameron droht gar mit Blockade. Laut einem Medienbericht plant man in Brüssel nun langfristig ohne Großbritannien.
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In der Region Neapel lebt eine ganze Generation junger Leute ohne jegliche Aussicht auf einen regulären Arbeitsplatz. Eine eigene Wohnung, das Gründen einer Familie - was für ihre Eltern normal war, bleibt ihnen verwehrt. Manche protestieren noch. Andere haben schon aufgegeben.
Von Andrea Bachstein, Neapelmehr...
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