Siemens, HRE, Ferrostaal - sie alle haben mit zweifelhaften Methoden gearbeitet und dabei eine unbequeme Bekanntschaft gemacht: Die Ermittler der Münchner Staatsanwaltschaft I gelten als besonders hartnäckig.
Von
H. Leyendecker u. K. Ott
Manager und Untreue? Keine Seltenheit vor Gericht. Doch die Justiz muss noch genauer hinschauen. Eine Verurteilung hängt künftig davon ab, wie konkret sich der Schaden abzeichnet.
Von
Helmut Kerscher, Karlsruhe
Das Europäische Menschenrechtsgericht hat Magnus Gäfgen bei seiner Folter-Klage recht gegeben. Die Bundesjustizministerin will die Schadenersatz-Ansprüche des Mörders von Jakob von Metzler schnell prüfen lassen.
Die Verteidigung des angeklagten Ex-WestLB-Chefs Jürgen Sengera sieht in der Vergabe des umstrittenen Kredites an Boxclever "vom Ergebnis her ein Desaster." Doch Sengera treffe keine Schuld.
Rund eine halbe Milliarde Euro verlor die WestLB mit einem Großkredit in Großbritannien. Ex-Starbankerin Robin Saunders hatte das Geschäft eingefädelt - und ist nun als Zeugin aufgetreten.
Zeitenwende in der Strafverfolgung: Bislang schien das perfekte Verbrechen möglich - solange es ein Akt der Wirtschaftskriminalität war. Große Unternehmen brauchten die Staatsanwaltschaft kaum zu fürchten. Das ist heute anders: Schärfere Gesetze und gut ausgestattete Strafverfolger bezeugen den Wandel.
Von
Hans Leyendecker
Schlechte Nachrichten für Jürgen Sengera: Der ehemalige Chef der WestLB muss sich erneut wegen Untreue bei einer Kreditvergabe vor Gericht verantworten.
Manche Steuerhinterzieher haben es derzeit sehr eilig, dem Finanzamt ihre Sünden zu beichten. Doch wie funktioniert das überhaupt? Ein Selbstversuch
von
H. Freiberger
Hat der Bundesnachrichtendienst mit der Übergabe der Steuerdaten-DVD richtig gehandelt? Während die Regierung rechtlich keine Probleme sieht, streiten Strafrechtler noch um die Antwort.
Der Fall der No-Angels-Sängerin illustriert eine Wende in der amtlichen Informationspolitik: Anwälte sind sauer auf eine Staatsanwaltschaft, die zu viel redet.
Von
H. Kerscher
Das Landgericht Wiesbaden muss feststellen, ob die Transaktionen des einstigen Innenministers Manfred Kanther strafbar waren. Es geht um Pflicht, Untreue und viel Geld.
Von
Von Detlef Esslinger
Anwälte der Demonstranten, die am Rande des G8-Gipfels in Käfige gesteckt wurden, haben Strafanzeigen gestellt. Eberhard Kempf, kürzlich Verteidiger von Josef Ackermann, hält die Käfige für skandalös.
Von
Interview: Felix Berth
Der Fall Jürgen Emig: Manchmal läuft es im Öffentlich-Rechtlichen wie geschmiert. Über eine Branche, die sich strikt um Journalismus kümmern soll und in der sich doch allzu kommerzielle Sitten eingeschlichen haben.
Von
Hans-JÜrgen Jakobs, Christopher Keil, Hans Leyendecker
Nachdem am Mittwoch die Verteidigung zum großen Schlag ausholte, dreht nun die Staatsanwaltschaft den Spieß um. Die ehemaligen Mannesmann-Manager wurden mit einer Flut neuer Tatvorwürfe und Beweisanträgen eingedeckt. Jetzt droht ein Endlos-Prozess.
Aus Sicht der Bundesanwaltschaft hat sich Klaus Esser im Zusammenhang mit den Millionenprämien bei der Übernahme seines Unternehmens wegen schwerer Untreue strafbar gemacht - nicht nur wegen Beihilfe dazu.
Die Bandagen im Mannesmann-Prozess werden immer härter. Jetzt spricht die Verteidigung offen von Verleumdung und erhebt zudem Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Staatsanwaltschaft.
Von
Von Michael Kläsgen
Der frühere Mannesmann-Chef Klaus Esser sei lediglich für gute Arbeit belohnt worden, als er 16 Millionen Euro erhielt, führen seine Anwälte aus. Auch interessant: Esser soll dem Zeugen Canning Fok im Vorfeld mit Formulierungshilfen beigestanden haben.
Der Liechtensteiner Treuhänder Herbert Batliner unterhält Verbindungen zum Papst und hat bereits etlichen Steuerflüchtigen aus Deutschland geholfen. Er ist der Staatsanwaltschaft Bochum daher gut bekannt. Das ist der Hauptgrund, warum der Fall Zumwinkel bei der Revierbehörde gelandet ist.
Von
Hans Leyendecker
Der Bundesgerichtshof (BGH) wird am 21. Dezember sein Urteil im Mannesmann-Prozess verkünden. Das gab Richter Klaus Tolksdorf am Ende der zweitägigen Revisionsverhandlung bekannt. In seinem Schlusswort bat der frühere Mannesmann-Chef Klaus Esser, einer der sechs wegen Untreue Angeklagten, um eine Bestätigung der Freisprüche des Landgerichts Düsseldorf vom 22. Juli 2004.
Von
Helmut Kerscher
Mit neuen Tatvorwürfen haben die Staatsanwälte im Mannesmann-Prozess den Kampf gegen ihre drohende Niederlage aufgenommen. Sie halten Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann jetzt Vorsätzlichkeit vor.