12. Dezember 2012, 12:59 ⁄ Neue Facebook-Funktion Echte Geschenke für virtuelle Freunde

Facebook Gift Shop Facebook Gift Shop

(Foto: Facebook)

Natürlich hat Facebook unsägliche Datenschutzbestimmungen und weiß viel zu viel von seinen weltweit einer Milliarde Mitgliedern , inklusive mir, aber wegen mindestens eines Features möchte ich nicht auf Mitgliedschaft verzichten: der Geburtstagserinnerungsfunktion. Ein paar Tage vor den Geburtstagen meiner Facebook-Freunde, gibt's eine nette Mail, dass es demnächst bei ihnen was zu feiern gibt. Am fraglichen Tag ploppt dann ein Geschenke-Icon neben dem Namen auf: Jetzt schnell auf der Pinnwand gratuliert und dem sozialen Miteinander ist für's Erste genüge getan.

Nun mag es auch Facebook-Freunde geben, denen man gerne mehr als einen virtuellen Gruß schicken möchte. US-Nutzer können das ab sofort tun. Mittels "Facebook Gifts" können sie ihnen Geschenke schicken. Dazu muss der User nur auf die Meldung "Give him/her a gift" neben dem Namen klicken, schon landet er im Facebook-eigenen Online-Shop und kann unter Angeboten der Kategorien "Essen und Trinken", "Wohnen und Küche", "Baby und Kinder" sowie "Wein" wählen. Neben den üblichen Gutscheinen zum Beispiel für Starbucks gibt es auch welche für wohltätige Organisationen, aber auch "echte" Geschenke wie Cupcakes, Teddybären oder Socken.  mehr...

9. Dezember 2012, 11:26 ⁄ Bürgerrechte in der Online-Welt Wer soll das Internet regieren?

"Die Vereinten Nationen und das Internet: Es ist kompliziert", titelte neulich Foreign Policy . In der Tat: Die Telekommunikationskonferenz der UN-Organisation ITU läuft noch bis nächsten Freitag, und man kann bereits jetzt von einem Desaster sprechen.

Weil die Veranstaltung unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet, was spätestens seit Acta kein akzeptabler Standard mehr sein kann, wird kein Ergebnis jenseits des Erhalts des Status Quo Zustimmung finden ( hier ein FAQ zum Thema ). Die Folgen der Intransparenz zeigen sich in der Diskussion darüber, ob geleakte Dokumente zur Deep-Packet-Inspection geheim sind oder nicht und w elche Folgen die Vorschläge hätten .  mehr...

7. Dezember 2012, 17:23 ⁄ Lars Ulrich trifft Sean Parker Metallica umarmt die Gratiskultur

Alte Feinde: Sean Parker und Lars Ulrich in historischer Einmut.

(Foto: AFP)

Die Feindschaften von gestern sind die Geschäftsmodelle von morgen: So oder so ähnlich dürfte der Gedankengang von Metallica-Drummer Lars Ulrich aussehen. Der ließ sich auf der Präsentation des Spotify-Quasi-Relaunches auf die Bühne bitten, um mit Sean Parker zu plaudern.

Dem Sean Parker, der einst den Filesharing-Dienst Napster mitgründete. Das Napster, das von Metallica mit Klagen überzogen wurde und schließlich in seiner klassischen Form schließen musste.  mehr...

28. November 2012, 10:43Von Thorsten Riedl ⁄ Amazon Kindle Paperwhite im Test Nur der Duft des Papiers fehlt

Amazon Kindle Paperwhite Amazon Kindle Paperwhite

(Foto: Amazon)

Unglaublich, wie viele Geräte und Medien Smartphones und Tablets ersetzen: Bücher, Zeitungen, Musikspieler, Wetterstationen, DVD-Abspieler, Spielekonsolen ... Und dennoch gibt es noch immer neue Gadgets, die sich nur dem einen Zweck verschreiben und durch ihre Exzellenz in einem Bereich gegen die Alleskönner punkten wollen.  mehr...

20. November 2012, 11:02Von Mirjam Hauck ⁄ Android-Nutzer WhatsApp-Kunden sollen zahlen
Whatsapp

Was für Android-Nutzer schon gilt, wird nun auch für iPhone-Besitzer Usus: Der Kurznachrichten-Dienst Whatsapp wird kostenpflichtig.

(Foto: oh)

Für den beliebten Kurznachrichtendienst WhatsApp mussten Nutzer von Android-Smartphones bislang kein Geld zahlen. Das soll sich nun ändern. War der Dienst für iPhone-Nutzer bislang bereits kostenpflichtig - sie mussten einmalig für den Download rund einen Euro bezahlen - sollen jetzt auch Android-Nutzer zur Kasse gebeten werden, berichtet das Blog Mobiflip .

Zwar heißt es schon bislang in den FAQs des Anbieters, dass WhatsApp für Android nur für ein Jahr kostenlos sei. Seien die zwölf Monate zu Ende, k önne man kostenpflichtig für 0,99 Dollar verlängern . Allerdings wurde bislang auch nach einem Jahr Nutzung kein Geld verlangt. Doch das ist nun wohl vorbei: Erste Android-Nutzer werden derzeit aufgefordert, ihr Abo kostenpflichtig zu verlängern. Im Netz posten Nutzer die Zahlungsaufforderung . Und eine nicht repräsentative Umfrage in der Redaktion hat ergeben, dass auch einige Kollegen diese Aufforderung erhalten haben.  mehr...

13. November 2012, 17:15Von Thorsten Riedl ⁄ Google Nexus 4 Das Ende der Smartphone-Mittelklasse

Google Nexus 4

(Foto: Thorsten Riedl)

Irgendwann wird es bei "Wetten dass..?" eine Herausforderung der besonderen Art geben: Ein Wettkandidat wird vorschlagen, er könne Hersteller und Marke eines jeden Smartphone benennen - alleine am Aussehen. Und das Publikum wird raunen: Gleichen sich diese Alleskönner inzwischen nicht wie ein Ei dem anderen? Großer Bildschirm, wenige oder auch gar keine Knöpfe mehr, auf dem Rücken ein Lichteinlass für das Objektiv, vielleicht noch ein LED-Blitz dazu. Lassen die sich wirklich nach dem Äußeren unterscheiden? Welch waghalsige Wette.

Es ist natürlich nur ein Gedankenspiel, aber beim ersten Blick auf das Nexus 4, über das derzeit alle Technikbegeisterten reden , fällt auf, dass eigentlich nichts auffällt. Schwarzes Einheitsdesign auf der Vorderseite. Ebenso dunkel strahlt das 4,7-Zoll-Display. Es sind kaum Konturen erkennbar. Auf der Rückseite besagte Öffnung für die Kamera, ein Blitz - und doch noch eine kleine Design-Idee in Form einer Hommage an den seinerzeit spektakulären Bildschirmschoner des allerersten Nexus-Gerätes : unzählige Quadrate, die im Licht schimmern.  mehr...

9. November 2012, 12:30Von Mirjam Hauck ⁄ 23 Jahre Mauerfall im Netz #twitternwie1989

Deutsch-deutsche Grenzöffnung, 11. November 1989 in Berlin Das Archivbild vom 11.11.1989 zeigt DDR-Grenzposten, die auf der Mauer vor dem Brandenburger Tor stehen, während sich auf West-Berliner Seite Fotografen und Kameraleute aus aller Welt eingefunden haben. Nach der Öffnung eines Teils der deutsch-deutschen Grenzübergänge in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 reisten Millionen DDR-Bürger für einen kurzen Besuch in den Westen. In der Folge wurde die innerdeutsche Grenze abgebaut, seit dem 3. Oktober 1990 ist Deutschland wieder vereint. dpa

(Foto: DPA)

Vor 23 Jahren fiel die Mauer. Leider gab es damals aber weder Facebook noch Twitter. Wie hat man damals über diese Ereignis berichtet, es seinen Freunden erzählt und die Welt posaunt?

Die Jüngeren unter uns werden sich gar nicht mehr daran erinnern. Die Älteren schemenhaft an Fernsehbilder einer Pressekonferenz mit SED-Politbüromitglied Günter Schabowski, in der dieser stammelnd verkündet, dass das neue Reisegesetz nach seiner Kenntnis sofort und unverzüglich in Kraft tritt . Wer danach Gesprächsbedarf hatte, musste zum Telefon mit Wählscheibe greifen, um bei Nachbarn und Freunden diesseits oder jenseits des Eisernen Vorhangs anzurufen.  mehr...

9. November 2012, 11:08Von Pascal Paukner ⁄ Kindle Fire HD von Amazon Das kapitalistische Manifest

Kindle Fire HD

(Foto: Amazon)

Es dauert ungefähr fünf Sekunden, dann hat man alles verstanden. Amazon hat ganze Arbeit geleistet. Anstatt die Kunden mit einer unbenutzbaren Modifikation des Google-Betriebssystems Android zu gängeln, haben sich die Entwickler des ganzen unnützen Balastes entledigt und für den Kindle Fire HD eine neue Benutzeroberfläche geschaffen, die nahezu komplett intuitiv wirkt.

Zehn Menüpunkte hält Amazon für die Kundschaft bereit. Allein schon die Reihenfolge ist ein Statement: Einkaufen, Spiele, Apps, Bücher, Musik, Videos, Web, Fotos, Dokumente, Angebote. That's it. Dass das Web überhaupt noch als eigener Menüpunkt auftaucht, ist schon eine Überraschung. Amazon versucht gar nicht erst, den Kindle Fire HD als Jackentaschen-Computerersatz für den universell einsetzbaren Desktoprechner aus vergangenen Jahrzehnten am Markt zu platzieren. Amazons Ansage an Käufer des Kindle Fire HD ist: Sie sindhier um zu konsumieren. Lassen sie sich bloß nicht ablenken.  mehr...

31. Oktober 2012, 13:45Von Pascal Paukner ⁄ Internet-Mem zur Disney-Lucasfilm-Fusion Schneewittchen und die sieben Droiden

Dart Vader Disney

(Foto: http://bit.ly/PltOUy)

Für viele Star-Wars-Fans ist es die Nachricht des Jahres: Lucasfilm, die Produktionsfirma der beliebten Filmserie, wurde vom weltgrößten Unterhaltungskonzern Disney aufgekauft . Kaum verwunderlich, dass sich überall im Netz sofort Hobby-Humoristen ans Werk machen und die Neuigkeit persiflieren:

[] Die Avantgarde der digitalen Verballhornung findet einmal mehr auf Twitter zusammen."Eines Tages in Todessternhausen: Donald Skywalker schimpft mit seinem Neffen Darth Tick, Darth Trick und Darth Track", schreibt beispielsweise @eponomasie . Der schon seit längerem existierende Satire-Account @DeathStarPR hat sich aus aktuellem Anlass ein neues Profilbild vom Kollegen @depressedearth geborgt und fürchtet sich nun um die Zukunft des Imperiums: "Kind of hard to maintain your image as a ruthless, planet-destroying Galactic Empire when your new boss is a mouse", war dort zu lesen .  mehr...

19. Oktober 2012, 18:43Ein Gastbeitrag von Stephan Urbach ⁄ Meinungsfreiheit im Internet "Ich möchte, dass alle Plattformen Nazi-Propaganda löschen"

US-DIPLOMACY-COURT-INTERNETWIKILEAKS-TWITTER (FILES) The Twitter logo is displayed at the entrance of Twitter headquarters in San Francisco in this March 11, 2011 file photo in California. Twitter on July 19, 2012 began letting businesses more easily turn tweets into advertising that targets users of the globally popular one-to-many text messaging service. Advertisers can aim terse missives of 140 characters or less to Twitter users based on their geographic location or whether they access the service using mobile devices or personal computers, according to product manager Kevin Weil. AFP Photo / Kimihiro HOSHINO/FILES

(Foto: AFP)

Machen wir uns nichts vor - Twitter ist nicht nur toll und schön. Es tummeln sich dort allerlei Menschen, die gar merkwürdige Ansichten vertreten: Atomkraftbefürworter, Maskulisten, Evolutionsleugner, Verschwörungstheoretiker, Antisemiten und Nazis. Sie alle haben gemein, dass sie gerne und oft ihre teilweise kruden Thesen und Meinungen ins Internet posaunen. Es ist alles dabei, auch in Deutschland strafrechtlich relevante Inhalte.

Es gibt zwei Möglichkeiten als Twitter-Nutzer damit umzugehen: Ignorieren und wegblocken oder mit den Menschen hinter den Accounts zu diskutieren. Beides ist nicht befriedigend, Letzteres vor allem nervenaufreibend und sinnlos. Während wir uns über Nazis und Andere aufregen, twittern anderswo Aktivistinnen und Aktivisten über Missstände in ihren Ländern. Sie machen darauf aufmerksam, dass es in ihren Ländern Mord, Folter und Haft für diejenigen gibt, die sich gegen ihre Regierung wenden.  mehr...

6. Oktober 2012, 16:59Von Matthias Huber ⁄ Kampagne gegen US-Politikerin "Bizarres Doppelleben" einer Ork-Schurkin

Mailer distributed by the Republican party attacking Democratic state senate candidate Lachowicz for playing online games A mailer distributed by the Republican party which attacks Democratic state senate candidate Colleen Lachowicz for playing online games is seen in this handout image obtained by Reuters October 5, 2012. In a mailing this week, state Republicans accused Lachowicz of living in a fantasy world and making 'crude, vicious and violent comments' in online forums dedicated to World of Warcraft, a popular online game. Lachowicz, who is challenging incumbent Senator Tom Martin, has responded by accusing Republicans of focusing on her hobbies rather than public policy issues. REUTERS/Handout (UNITED STATES - Tags: POLITICS) THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS

(Foto: Reuters)

Peer Steinbrück spielt gerne Schach. Ein angesehenes Hobby und dem politischen Gegner im Wahlkampf kaum nützlich. Das wäre wohl anders, wenn Steinbrück seine Freizeit mit dem Computerspiel "World of Warcraft" verbringen würde. So wie Colleen Lachowicz, die als Abgeordnete im Senat des US-Bundesstaats Maine kandidiert.

Die republikanische Partei hat deshalb die Internetseite colleensworld.com gestartet und Postkarten im Wahlkreis verschickt, auf denen sie das "Doppelleben" der 48-Jährigen aufdeckt - hauptsächlich anhand von Zitaten, in denen Lachowicz unbekümmert über ihr Hobby spricht. Und natürlich im ganz eigenen und für Außenstehende etwas seltsam anmutenden Jargon der Online-Rollenspieler.  mehr...

3. Oktober 2012, 15:26Von Thorsten Riedl ⁄ Tastatur fürs iPad Wenn XL-Finger auf einen Touchscreen treffen

Logitech Ultrathin Keyboard Covers Logitech Ultrathin Keyboard Covers

(Foto: Logitech)

Lieber Leser, ich gestehe zu Beginn, manchmal habe ich keinen blassen Schimmer, was du willst. Beispiel Netbook. Was war das für ein Trubel vor fast fünf Jahren, als Asus den EeePC vorstellte , andere folgten. Die Geräte waren klein, oft die Displays zu klein, und langsam, oft zu langsam. Als Reiseschreibmaschine taugten Netbooks. Zu nicht mehr.

Und heute? Niemand spricht mehr von Netbooks. Sitze ich in der Bahn und schreibe mit meinem Samsung N150 ernte ich seltsame Blicke - vor allem vom Nachbarn, der sein Tablet streichelt, in der Regel eines mit Apfel-Logo natürlich. Tablet-Computer mit berührungsempfindlichem Bildschirm sind jetzt der letzte Schrei. Aber hast du, werter Leser, schon einmal versucht, einen qualifizierten Text auf einem Tablet zu erstellen? Was für ein Graus ...  mehr...

26. September 2012, 15:46Von Pascal Paukner ⁄ Digitales Notizbuch von Moleskine und Evernote Analog ist besser

Evernote

(Foto: Evernote)

Vielleicht hätte man sich ein Beispiel an Google nehmen sollen. Jahrelang hat das amerikanische Unternehmen neue Produkte mit dem Hinweis versehen, dass es sich um einen Dienst im Betastadium handelt. Die Kunden wussten: Daran wird noch gearbeitet, da ist nicht alles perfekt. Funktionierte etwas nicht wie gewünscht, war kaum jemand sauer auf die Google-Programmierer. Alles noch beta.

Es gibt viele andere Produkte, die noch beta sind, bei denen das aber nicht ausdrücklich erwähnt wird. Der populäre Hersteller hochpreisiger Notizbücher, Moleskine, und der 38 Millionen Nutzer zählende Webdienst Evernote haben jetzt gemeinsam ein solches auf den Markt gebracht. Ein sogenanntes Smart-Notebook soll es sein und es ist die Antwort der beiden Unternehmen auf das bemerkenswerte Phänomen, dass trotz Digitalisierung scheinbar nostalgisch anmutende Objekte wie das klassische Notizbuch sich einer unvermindert großen Beliebtheit erfreuen.  mehr...

26. September 2012, 13:37Von Pascal Paukner ⁄ Online-Plattform Myspace Mission Wiederbelebung

MySpace Redesign

(Foto: vimeo.com/50071857)

Im Umgang mit Toten gibt es ein paar eiserne Regeln. Man redet beispielsweise nicht schlecht über sie. Und schon gar nicht macht man sich lustig. Bei Myspace haben da viele eine Ausnahme gemacht. Das soziale Netzwerk war einmal das größte der Welt, hatte in den besten Zeiten mehr als 260 Millionen Nutzer und mit Rupert Murdochs News Corporation einen potenten Geldgeber. Scheinbar hervorragende Voraussetzungen, um im harten Konkurrenzkampf der sozialen Netzwerke zu überleben. Tatsächlich aber kam alles ganz anders.

Mit Facebook wuchs Myspace innerhalb weniger Jahre ein übermächtiger Konkurrent heran, der Innovationen nicht nur schneller, sondern auch benutzerfreundlicher umsetzte. Die Folge: Myspace verlor Millionen Nutzer, wurde für den Eigentümer zum Verlustgeschäft, galt als tot und war fortan vor allem bitterbösem Hohn und Spott ausgesetzt. Dass aus Myspace nochmal etwas werden könnte, schien lange ausgeschlossen.  mehr...

14. September 2012, 21:13Von Johannes Kuhn ⁄ Digitale Debatte Samuel Beckett, die Provinz-Rocker und das Urheberrecht

Eine Goldene Schallplatte des verstorbenen Heldentenors Peter Hofmann (1944-2010) fuer das Album 'Rock Classics - Peter Hofmann' haengt am Donnerstag (02.12.10) in der Stadtbuecherei in Kemnath im 'Peter Hofmann Raum'. Der ehemalige Opernsaenger Peter Hofmann starb in der Nacht zum Dienstag (30.11.10) im Alter von 66 Jahren, wie sein Bruder Fritz Hofmann der Nachrichtenagentur dapd sagte. Der Kuenstler sei nicht an seiner langjaehrigen Parkinson-Erkrankung, sondern an den Folgen einer Lungenentzuendung gestorben. 'Ich denke, es war eine Erloesung fuer ihn', sagte Fritz Hofmann. Seinen Angaben zufolge starb sein Bruder in einem Krankenhaus im bayerischen Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge, wo er zuletzt gelebt hatte. (zu dapd-Text) Foto: Timm Schamberger/dapd

(Foto: dapd)

Am Samstag, 15. September, diskutiere ich in München im Rahmen der Nacht der Autoren mit Dirk von Gehlen, Tobias Kniebe und Andrian Kreye über das Urheberrecht. Dieser Text ist eine subjektive Einstimmung darauf und beschäftigt sich mit der Frage: Warum hat das Urheberrecht so einen schlechten Ruf?

Die Begebenheit trug sich so zu: Anfang dieses Jahrtausends, als der Siegeszug von Napster in meiner fränkischen Provinzheimat noch schlicht durch die lahmen Modem-Verbindungen gebremst werden konnte, nahm ich mit meiner Band eine CD auf. Goldene Schallplatten im Hinterkopf, wollten wir diese natürlich pressen lassen. Was nicht funktionierte. Voraussetzung sei eine Gema-Mitgliedschaft, teilte man mir freundlich mit. Zudem hätten wir für jede CD mehr als eine Mark zusätzlich an Lizenzgebühren hätten entrichten müssen.  mehr...

11. September 2012, 16:55Von Matthias Huber ⁄ Smartphone-App gegen Produktpiraterie Der größte Lump im ganzen Land

Brandbounty

(Foto: Screenshot: brandbounty.com)

Bisher war es Firmen und Anwälten vorbehalten, gegen Markenrechtsvergehen vorzugehen. Die Smartphone-App des amerikanischen Startup-Unternehmens Brandbounty will das ändern.

Damit kann ein Nutzer zum Beispiel melden, wenn er im Internet oder in einem Laden eine vermeintlich gefälschte Handtasche findet. Er macht ein Foto, versieht es per GPS direkt mit einer Location, fügt noch eine Beschreibung hinzu, übermittelt diese Daten - und schon nimmt er an einem Gewinnspiel teil oder ist für eine Belohnung qualifiziert. Gesponsort natürlich von den Rechteinhabern, denen die übermittelten Daten in Echtzeit zur Verfügung stehen.  mehr...

8. September 2012, 13:21Von Inga Methling ⁄ Web Index vorgestellt Deutschlands digitale Mittelmäßigkeit

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(Foto: Screenshot: thewebindex.org)

In welchen Ländern hat sich das World Wide Web in den letzten 20 Jahren am besten entwickelt? Das wollte sein Erfinder Tim Berners Lee wissen. Der Web Index , den er kürzlich in Berlin präsentierte, gibt die Antwort: Die Schweden profitieren am meisten vom World Wide Web, noch vor den USA und Großbritannien. Deutschland schafft es nur auf Platz 16.

Lee und seine Organisation die World Wide Web Foundation untersuchten insgesamt 61 Länder auf technische Rahmenbedingungen wie die Anzahl der Internetanschlüsse, Ladezeiten oder Qualität der Websites. Noch interessanter fanden die Wissenschaftler aber, wie stark die Bevölkerung der einzelnen Länder heute durch das Netz beeinflusst wird. Die Fragen, die sie sich stellten: Wie aktiv sind Politiker in sozialen Netzwerken? Wie schnell kommen Katastrophenwarnungen bei den Menschen an? Sind Schulen mit genug Computern versorgt und wie viele Jobs werden online angeboten?  mehr...

6. September 2012, 16:41Von Caspar Schlenk ⁄ QR-Code auf Grabsteinen Death sells

qr-code qr-code

(Foto: dpa)

Schon lange vor der Erfindung des Internets haben die Menschen versucht, mit Verstorbenen Kontakt aufzunehmen. Die wilden Völker tanzten wild ums Feuer. Später versuchten selbst zivilisierte Menschen, durch Gläserrücken mit den Toten zu sprechen. Es ist ein zeitloses Thema für den spirituell angehauchten Teil der Bevölkerung - gemeinhin als Spinner bekannt. Death sells, mit dem Tod kann man Geschäfte machen.  mehr...

3. September 2012, 13:32Von Inga Methling ⁄ Anti-Kriegs-App abgelehnt Apples zweifelhaftes Verhältnis zum Krieg

Drones+ zeigt auf einer Karte, wie viele Menschen durch Drohnen getötet wurden.

(Foto: http://vimeo.com/47976409)

Eine CIA-Drohne hat ein Haus getroffen und acht Menschen getötet. Der Angriff soll um sieben Uhr morgens erfolgt sein, das Haus wurde zerstört. "Wer möchte schon so eine Nachricht auf sein iPhone bekommen?", haben sich Apples App-Store-Mitarbeiter offenbar gedacht und der App "Drones+" keine Freigabe erteilt.

Josh Begley ist der Erfinder des Mini-Programms, das über Opferzahlen durch militärische Drohnenangriffe aufklären soll. Der Student der New York University verarbeitete die Zahlen der Londoner Organisation Bureau of Investigative Journalism in einer interaktiven Karte. So kann der Nutzer auf einen Blick erkennen, wann wo wieviele Personen durch die unbemannten Flieger getötet wurden - und ob sich Zivilisten unter den Opfern befinden. Gleichzeitig bekommt der App-Besitzer aktuelle Meldungen über neue Angriffe auf sein Smartphone geliefert, wie das Vorführvideo zeigt.  mehr...

23. August 2012, 09:51Von Thorsten Riedl ⁄ Übersetzungsprogramme fürs Smartphone App gewordene Science-Fiction-Fantasien

General Images Of Elderly Consumers Etsuko Ogiso, 77, uses her Apple Inc. iPhone 4S smartphone during a computer class in Tokyo, Japan, on Saturday, June 16, 2012. Japan ages faster than any other developed society, with 23 percent of the population 65 or older, according to government figures. Photographer: Tomohiro Ohsumi/Bloomberg *** Local Caption *** Etsuko Ogiso

(Foto: Bloomberg)

Captain Kirk hatte den Universal Translator, Arthur Dent seinen Babelfisch - und wir unsere Smartphones. Okay, gleich zugegeben, der Einstieg ist von den Kollegen der USA Today geliehen , bekommen sie später wieder zurück, versprochen. DerVergleich ist aber auch zu schön für das Thema Sprache, genauer:fremde Sprache.

Die Kollegin von USA Today konzentriert sich im Artikel auf dreikleine Programme für Smartphones, die ohne Datenverbindung zu nutzensind. Meine Idee: ein Überblick über die aktuellen Möglichkeiten vonÜbersetzungs-Apps. Kann man vergessen. Forget it. Vergeet het.Beim mobilen Betriebssystem iOS von Apple finden sich bei der Suche nach "Translate" hunderte Treffer. Bei den Kollegen des Android-Lagers unter Google sind es ebenso viele verschiedene Programme, die das Schlagwort für sich verbuchen. Also habe ich mir die gängigste Software angeschaut, die in den App-Stores schon gute Bewertungen erhalten hat und auf den oberen Plätzen der Rangliste steht.  mehr...

16. August 2012, 15:04Von Pascal Paukner, Köln ⁄ Europas größte Computerspielmesse eröffnet Tipps für die Gamescom

Computerspielmesse Gamescom Eine Frau macht am Mittwoch (15.08.2012) in Köln ein bewegungsgesteuertes Computerspiel. Mit einem Ausstellerrekord hat die Computerspielemesse Gamescom am Mittwoch in Köln ihre Tore geöffnet. Mehr als 600 Unternehmen zeigen Software, Geräte und Zubehör für die interaktive Unterhaltung. Foto: Oliver Berg dpa/lnw +++(c) dpa - Bildfunk+++

(Foto: dpa)

Es gibt Menschen, für die das Messegelände im Kölner Stadtteil Deutz derzeit der Himmel auf Erden ist. 140.000 Quadratmeter ist Europas größte Videospielmesse, die Gamescom, in diesem Jahr groß. Mehr als 600 Aussteller sind vor Ort. Laut Herstellerangaben können die Besucher etwa 300 Games erstmals in Deutschland ausprobieren.  mehr...

9. August 2012, 15:08Von Pascal Paukner ⁄ Google verändert Websuche Babyschritte in die Suchmaschinenzukunft

Google Inc. Illustrations Ahead Of Company Earnings The Google Inc. logo is displayed on a computer screen for a photograph in San Francisco, California, U.S., on Friday, July 6, 2012. Google Inc., the worlds largest search engine, is scheduled to release earnings data on July 19. Photographer: David Paul Morris/Bloomberg

(Foto: Bloomberg)

Der Suchmaschinenmarkt gehört derzeit nicht zu den Feldern im IT-Bereich, in denen ein besonders harter Konkurrenz- und Verdrängungskampf herrscht. Seit Jahren dominiert Google das Feld. Zahlreiche vermeintliche Google-Killer sind gekommen, vor allem aber sind sie wieder gegangen. Kaum jemand, der sich heute noch an Cuil, Blekko oder Powerset erinnert. Suchen im Web, das heißt heute: googeln.

Für Google ist das eine komfortable Position, kann es sich doch durch die üppig fließenden Erlöse aus Werbeanzeigen noch erlauben, im Bereich Social Media Facebook und Twitter weiterhin hinterherzulaufen.  mehr...

8. August 2012, 16:39 ⁄ Umstrittene Schnüffelsoftware Wie geht es weiter mit dem Bayerntrojaner?

Teile des Computer-Codes einer Spionagesoftware: Man liefere ein Basisprogramm, sagt der Anwalt eines Herstellers. Und bei Bedarf auch mehr.

(Foto: dpa)

Ich war nach der Veröffentlichung des Prüfberichts durch den bayerischen Landesdatenschutzbeauftragten ( pdf hier ) gelinde gesagt entsetz t: Alle Vorwürfe hätten sich als haltlos erwiesen, interpretierte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann die Analyse. Ein Fazit , das dem gesunden Menschenverstand deutlich entgegenläuft.

Frank Rieger vom CCC hat in der FAS dazu bereits angemerkt : "Dass sich Politiker mit dieser Einstellung erdreisten können, das Vertrauen der Bürger einzufordern und hintenrum die kontinuierliche Missachtung des Verfassungsgerichts dulden, scheint langsam zur Normalität zu werden."  mehr...

7. August 2012, 12:08Von Johannes Kuhn ⁄ Cloud Computing Überwachung in der Wolke

Der Tend geht zur Datenwolke, der Cloud. aber welche Daten werden wo gespeichert? Und vor allem: Wer hat Zugang dazu?

(Foto: Reuters)

Das Dokument trägt den nichtssagenden Namen " Etsi Draft Technical Report DTR 101 657 v. 0.0.5 " und ist eines dieser digitalen Papiere, die in den Tiefen des Netzes schlummern, ohne dass jemand etwas mit ihnen anzufangen wüsste.

Fast niemand, außer Erich Moechel. Der ehemalige Futurezone-Autor analysierte den Entwurf des "Europäischen Instituts für Telekommunikationsnormen" (Etsi) und schrieb daraufhin einen Artikel , in dem von einem "Facebook-Überwachungsstandard" die Rede war. Auch Christiane Schulzki-Haddouti griff das Thema auf und schrieb für das ZDF-Hyperlandblog von einer "geheimen Hintertür für die Cloud", die Europa gerade bastle.  mehr...

1. August 2012, 14:11Von Mirjam Hauck ⁄ Microsofts E-Mail-Dienst Warum Hotmail zu Outlook wird

Hotmail ist tot, es lebe Outlook, verkündete Microsoft am Dienstagabend in seinem Firmenblog . Outlook.com soll in Anlehnung an den Namen des weit verbreiteten E-Mail-Programms Hotmail ablösen - einen der ersten E-Mail-Dienste, den es im World Wide Web überhaupt gab. Microsoft hatte Hotmail nicht selbst erfunden, sondern im Jahr 1997 zwei amerikanischen Entwicklern abgekauft. 1999 hatte Hotmail 300 Millionen Nutzer, und ich war einer davon.

Allerdings hatte ich damals daneben noch drei GMX-Adressen, zwei Uni.de-Adressen und eine quasi berufliche von der Uni, an der ich gerade studierte. Wenn heute darüber spekuliert wird , dass die E-Mail tot sei und Facebook und Konsorten das Medium getötet haben, dann war das Ende der neunziger Jahre die Zeit, in der die E-Mail noch jung, frisch und lebendig und für uns Studenten ein erstes digitales Komunikationsmittel war. Man meldete sich überall dort an, wo gerade etwas neu auftauchte, wollte keinen neuen Maildienst verpassen. Woher sollte denn einer wissen, welcher der Beste ist?  mehr...