Kim Jong Un bändigen können nur die Machthaber in Peking: Nordkoreas Wirtschaft hängt nahezu komplett von China ab. Doch einen Niedergang des Landes will die chinesische Regierung unbedingt vermeiden - nicht nur aus ökonomischen Gründen.
Von Christoph Giesenmehr...
Nordkoreas Machthaber fordert die USA heraus. Ist das Irrsinn? Nein, das Land folgt vielmehr seiner eigenen Logik. Kim Jong Un erwirbt sich gerade den Respekt seines Volkes und der Elite. Fehlen nur noch: ein Ende der Spannungen, ein Friedensvertrag mit den USA - und Geduld.
Ein Gastbeitrag von Nordkorea-Experte Rüdiger Frankmehr...
Ein ungewöhnliches Präsent, ein erschreckend gewöhnliches Ende. Ein Kamel, das François Hollande im Januar in Mali geschenkt bekam, ist ohne die Zustimmung des französischen Präsidenten aufgegessen worden. Nun versuchen Malis Behörden, die Situation zu retten.
Von Nadia Pantelmehr...
Vor 20 Jahren brach der Politrentner Deng Xiaoping zu einer Fahrt in den Süden Chinas auf. Mit dieser Tour zwang er die Regierung, die Wirtschaft zu liberalisieren. Die Reise ist der zweite Gründungsmythos der Kommunistischen Partei.
Von Christoph Giesenmehr...
Xi Jinping hat bei Bauern gelebt und für Generäle gearbeitet. Als Chef der Kommunistischen Partei ist er der neue starke Mann in China. Seine Richtlinie lautet "Strebe nicht nach Unerreichbarem". Ist die Partei unter ihm fähig zu Reformen? Die vergangenen zehn Jahre waren ernüchternd. Seinem Vorgänger hat der 59-Jährige jedoch zwei Dinge voraus.
Von Kai Strittmatter, Pekingmehr...
Nur Insider kennen die Funktionäre der Kommunistischen Partei Chinas, die derzeit als Kandidaten für den Ständigen Ausschuss des Politbüros gehandelt werden. Ob Reformer oder Blockierer in Chinas Machtzentrum einziehen, entscheidet über die künftige Strategie der Weltmacht.
Die aussichtsreichsten Kandidaten im Überblick.mehr...
Immer weniger Chinesen nehmen ihre Führer ernst. Das Volk hat sich geändert, nicht aber die Kader. Früher brauchten die Regierenden in dem autoritären System die Akzeptanz ihres Volkes nicht. Doch die Zeiten haben sich geändert.
Von Kai Strittmatter, Pekingmehr...
Meinung
China wird erfasst von einer Krise, wie es sie seit 1989 nicht mehr gab. Das Land leidet unter Umweltverschmutzung, staatlicher Überwachung, Korruption. Die Führer stehen vor einem ganz neuen Problem: Sie sind es nicht gewohnt, Rechenschaft ablegen zu müssen.
Ein Kommentar von Kai Strittmatter, Pekingmehr...
Meinung
Der einzige Ausweg für China ist die Reform des politischen Systems. Wenn sich ein Land mit einem solchen Potenzial von der Tyrannei des Kommunismus befreien kann, wird das die Welt verändern. Doch die Entscheidungsgewalt liegt in der Hand von Chinas Oligarchie plus seiner Gerontokratie.
Ein Gastbeitrag von Wei Jingshengmehr...
Wirtschaftlich liberal, gesellschaftlich äußerst konservativ: Chinas Präsident Xi Jinping hat sechs Männer vorgestellt, mit denen er in den kommenden fünf Jahren über den Kurs des Landes bestimmen will. Die Auswahl legt nahe: Große Reformen dürfen die Chinesen wohl nicht erwarten.
Die neue Führung im Überblick.mehr...
Erfolgsland China in innenpolitischer Krise: die Kluft zwischen Arm und Reich, zwischen Land und Stadt, und die schier unglaubliche Macht und der Einfluss einer kleinen Kaste von Profiteuren des Staatskapitalismus. Die KP erlebt eine nie dagewesene Legitimationskrise. Und bestimmt ab heute eine neue Führungsriege.
Von Kai Strittmatter, Pekingmehr...
Meinung
US-Wahl und Parteitag in China: Fast zeitgleich entscheiden die beiden größten Mächte der Erde über ihre Vision der Zukunft. Die beiden Länder ringen um die Überlegenheit ihrer Systeme. In dem Zweikampf geht es um nichts weniger als die Frage, ob eine freiheitlich-demokratische Regierungsform am Ende stärker ist als ein autoritär-unfreies System.
Ein Kommentar von Stefan Korneliusmehr...
150.000 Yuan für die Hochzeit der Tochter, 500 Yuan Geburtstagsbonus: Zhang Tiancheng, KP-Funktionär aus China, hat im Internet seine Finanzen offengelegt. Nun debattieren Chinas Kader, ob und wer es ihm gleich tun soll.
Von Kai Strittmatter, Pekingmehr...
Literatur, Dokument, Mahnmal: Der diesjährige Friedenspreisträger des deutschen Buchhandels, Liao Yiwu, schreibt in "Die Kugel und das Opium" über Leben und Tod am Platz des Himmlischen Friedens. Aus Mikrogeschichten von Verhaftungen, Folter und Zwangsarbeit strickt er ein Panorama der chinesischen Gesellschaft.
Von Ina Hartwigmehr...
Die Spitze der chinesischen Staatspartei sitzt auf Devisenreserven im Wert von drei Billionen Dollar. Damit ist sie in die Fußstapfen des einstigen Adels getreten. Die neuen Mittelschichten haben das längst durchschaut. Davon zeugen die täglich 300 "Zwischenfälle mit Massencharakter" im ganzen Land - Tendenz steigend.
Ein Gastbeitrag von Gerd Koenenmehr...
Größer, schneller, reicher. China verdankt seinen wirtschaftlichen Aufstieg auch Sonderwirtschaftszonen. Seit 30 Jahren gilt die Idee aus der Volksrepublik als Wachstumsmotor. Doch nicht überall läuft es rosig, ungewollte Folgen lauern.
Von Karl-Heinz Büschemannmehr...
Meinung
Die Chinesen sind einiges von ihren Mächtigen gewohnt. Dass die Kader sich aber nicht nur Millionen, sondern Milliarden Dollar unter den Nagel reißen, ist eine neue Dimension der Vetternwirtschaft und Korruption. Der Fall Wen Jiabao zeigt, wie verdorben das System wirklich ist.
Ein Kommentar von Kai Strittmattermehr...
Wer auf eigene Faust durch China reist, muss auf einiges gefasst sein - auch auf die Neugier und Hilfsbereitschaft der Chinesen.
Von Henrik Borkmehr...
Beethoven und Brahms für asiatische Klassik-Fans: Das BR-Symphonieorchester tourt durch China. Impressionen des Fotografen Martin Fengel zeigen deutsches Brauchtum im psychedelischen Tunnel, den Garten der geduldigen Beamten und die Doppelgänger von James Bond und Harry Potter.
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Zum 4. Juni, dem 23. Jahrestag des Tian'anmen-Massakers, scheuten Chinas staatliche Zensoren keine Anstrengungen: Im Internet waren das Datum "4.6." und die Zahl "23" gesperrt. Und dann passierte das Ungeheuerliche: Der Leitindex eröffnete mit einer verbotenen Zahlenkombination.
Von Christoph Giesenmehr...
Er galt als Vordenker der Demonstranten auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking: Jetzt ist der chinesische Dissident Fang Lizhi in seinem Exil im US-amerikanischen Bundesstaat Arizona gestorben. Er wurde 76 Jahre alt.
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Meinung
500 unangemeldete Proteste - am Tag: China wird sich beim Volkskongress wieder als friedvoller Vielvölkerstaat präsentieren, die Realität ist eine andere. Die Bevölkerung verliert das Vertrauen in die Regierung. Peking muss endlich lange geplante Reformen umsetzen, um die Wirtschaft am Brummen zu halten. An Ideen mangelt es nicht: China steht vor einer Richtungsentscheidung.
Ein Kommentar von Christoph Giesenmehr...
Wenn Kommunisten an die Börse gehen: Die Online-Zeitung der Kommunistischen Partei Chinas will Aktien ausgeben. Sie braucht das Geld im Kampf gegen die private Konkurrenz.
Von Christoph Giesenmehr...
Meinung
Selten hatte die Welt in einem Jahr vier derart hochkarätige Machtentscheidungen vor sich. Die Wahlen und Führungswechsel in Russland, Frankreich, China und den USA werden Aufschluss geben über die Stärke dieser Staaten und ihrer Systeme.
Ein Kommentar von Stefan Korneliusmehr...
Fast 60-prozentiger Reisschnaps ist noch immer das populärste Rauschmittel in China - und gilt vielen kommunistischen Kadern als Grundnahrungsmittel. Warum es so schwer ist, die KP trockenzulegen.
Das chinesische Wörterbuch von Kai Strittmattermehr...
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