Belegen Presseberichte, dass David Groenewold in der Affäre Wulff versuchte, Beweise zu vernichten? Die Anwälte des angeklagten Filmproduzenten nehmen Anstoß an Äußerungen des Celler Generalstaatsanwalts - und fordern eine Unterlassungserklärung.
Von Hans Leyendeckermehr...
Von den ursprünglichen Vorwürfen gegen Wulff ist trotz umfangreicher Ermittlungen fast nichts mehr geblieben: Von 21 Spuren haben 20 nichts ergeben. Das frühere Staatsoberhaupt hält deshalb auch die Zahlung einer Geldauflage für ungerechtfertigt - und fordert die Einstellung des Ermittlungsverfahrens ohne Auflagen.
Von Hans Leyendecker und Ralf Wiegandmehr...
Exklusiv
Eine stille Erledigung des Falles ist unwahrscheinlich: Die Staatsanwälte in Hannover zeigen sich unnachgiebig und halten an ihrer Anklage gegen Christian Wulff fest - obwohl von den Vorwürfen gegen den früheren Bundespräsidenten kaum etwas übrig geblieben ist.
Von Hans Leyendeckermehr...
Erstmals geht die Bundesrepublik gegen ein früheres Staatsoberhaupt vor. An diesem Montag werden die Anwälte von Christian Wulff den Staatsanwälten klarmachen: Ihr Mandant will vollständig freigesprochen werden vom Vorwurf der Bestechlichkeit.
Von Hans Leyendecker und Jens Schneidermehr...
"Nichts dran", "keine Anhaltspunkte", "nicht nachvollziehbar". Wie alle Vorwürfe gegen Christian Wulff nach und nach in sich zusammenfielen. Ein Blick in die Akten der Staatsanwaltschaft.
Von Hans Leyendeckermehr...
Jetzt kommt es wohl zum Gerichtsverfahren: Alt-Bundespräsident Christian Wulff will den Vorwurf der Bestechlichkeit vor Gericht prüfen lassen. Die Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung einer Geldauflage lehne er ab, teilten seine Anwälte mit.
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Christian Wulff hat sich entschieden: Er besteht auf Einstellung des Verfahrens gegen sich selbst. Die Staatsanwaltschaft versucht noch immer, den Ex-Bundespräsidenten anhand eines Hotelaufenthalts für korrupt zu erklären. Dabei können sich manche der befragten Zeugen nicht einmal mehr an Wulff erinnern - wohl aber an Lothar Matthäus.
Von Hans Leyendecker und Ralf Wiegandmehr...
Wer hat auf dem Oktoberfest exakt wie viel gegessen, am Tisch von Christian Wulff? Für die Korruptionsermittler ist die Antwort auf diese Frage von erheblicher Bedeutung: In ihrer Anklage wird es um zwei oder drei Stunden gehen, um ein paar alkoholfreie Getränke - und um die Radieschen vom Vorspeisenteller.
Von Hans Leyendeckermehr...
Die Staatsanwaltschaft Hannover erhebt Anklage gegen den früheren Bundespräsidenten Christian Wulff. Hintergrund ist dessen Verbindung zu dem Filmproduzenten David Groenewold, dem die Staatsanwaltschaft Bestechung vorwirft. Nun entscheidet das Gericht, ob es zu einem Prozess kommt.
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Meinung
Der Freitag als politischer Aschermittwoch für Wulff und die Staatsanwaltschaft: Alle Vorwürfe gegen Wulff sind zu Asche verbrannt - nur ein ohnehin kleiner angeblich nicht. Der soll jetzt eine Anklage tragen. Sie trägt lächerliche Züge.
Ein Kommentar von Heribert Prantlmehr...
Hat Christian Wulff die 9,20 Euro teuren Rindfleischspießchen in Sojasoße auf Kosten seines Freundes David Groenewold verzehrt? In der Anklage gegen den Ex-Ministerpräsidenten geht es um Detailfragen, um die Köstlichkeiten im Käferzelt und um ein Kindermädchen. Den Erklärungsversuchen Wulffs will die Staatsanwaltschaft partout keinen Glauben schenken.
Von Hans Leyendecker und Ralf Wiegandmehr...
Exklusiv
Noch ist nicht entschieden, ob die Anklage gegen Christian Wulff zugelassen wird. Doch sollte es dazu kommen, muss der frühere Bundespräsident damit rechnen, seiner eigenen Frau im Gerichtssaal gegenüber zu sitzen - denn auch Bettina Wulffs Name steht auf der langen Zeugenliste.
Von Hans Leyendecker und Ralf Wiegandmehr...
Der Bundespräsident verliert sein Amt wegen undurchsichtigen Verbindungen zu seinem reichen Freund und Wohltäter David Groenewold. Dieser präsentiert sich als smarter Selfmademan. Von einer anderen Seite lernten den Filmfinanzier diejenigen kennen, die in seine Fonds investiert haben: Sie beschreiben ihn als "charismatisch" - und als "Betonwand".
Von Oliver Das Guptamehr...
Die Staatsanwaltschaft Hannover will in der Affäre um Ex-Bundespräsident Wulff offenbar demnächst dessen Ex-Sprecher Glaeseker und den Partyveranstalter Schmidt vor Gericht bringen. Inzwischen äußerte sich auch der Filmproduzent Groenewold zu den von ihm übernommenen Hotelkosten für einen Oktoberfest-Trip der Eheleute Wulff.
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Die Ermittler suchten in München und Berlin, auf Sylt und Norderney. Sogar bei einer Strandkorb-Vermietung fragten sie nach. Ex-Bundespräsident Wulff genoss bei der Staatsanwaltschaft keinen Prominentenbonus - im Gegenteil. Doch inzwischen ist von den strafrechtlich relevanten Vorwürfen kaum noch etwas übrig.
Von Hans Leyendeckermehr...
Aufstieg und Fall des Christian Wulff haben die Republik monatelang erregt. In dem Verfahren, das Auslöser für den Rücktritt des ehemaligen Bundespräsidenten war, geht es mittlerweile nur noch um eine Hotelrechnung in Höhe von 400 Euro. Nun hat die Staatsanwaltschaft Wulff angeboten, es gegen eine Geldauflage einzustellen.
Von Hans Leyendeckermehr...
Ein anonymer Hinweisgeber brachte die Affäre Wulff ins Rollen. Die Ermittler machten daraus eine Staatsaktion. Haben sie besonders akribisch gearbeitet oder den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit längst verletzt?
Von Hans Leyendeckermehr...
Das Verfahren gegen Ex-Bundespräsident Wulff und Filmproduzent Groenewold ist so aufwendig wie ungewöhnlich. Jetzt bietet die Staatsanwaltschaft den beiden Beschuldigten an, die Ermittlungen einzustellen - wenn diese insgesamt 50.000 Euro zahlen und "strafrechtliche Verantwortung" übernehmen. Bei der Verteidigung sorgt das für Kopfschütteln.
Von Hans Leyendeckermehr...
Die Strafverfolger bieten dem Ex-Bundespräsidenten an, das Verfahren gegen Zahlung von 20.000 Euro einzustellen - aber nur, wenn Christian Wulff ein Schuldeingeständnis ablegt. Die Ermittler befragten auch Wirtschaftsgrößen wie Piëch, Porsche, Frenzel und Hunold. Das Vorgehen ist in vielerlei Hinsicht ungewöhnlich.
Von Hans Leyendeckermehr...
"Ich möchte nicht Präsident in einem Land sein, wo man sich von Freunden kein Geld leihen kann", erklärte Christian Wulff einst. Freundschaften waren ein wichtiges Schmiermittel für den Aufstieg von Wulff. Doch viele der einst nützlichen Beziehungen erwiesen sich später als verhängnisvoll. Viele Freunde sind dem ehemaligen Präsidenten nicht geblieben.
Von Jens Schneider und Ralf Wiegand, Hamburgmehr...
Wer hat den teuren Rotwein bezahlt, gab es Präsente von der Kosmetikerin oder war die Strandkorb-Miete billiger: Die Ermittlungen zum Fall Wulff drehen sich um Spitzfindigkeiten. Längst ist klar, dass der Einsatz im Widerspruch zu den fraglichen Summen steht. Jetzt entscheidet die Staatsanwaltschaft, wie es für den ehemaligen Bundespräsidenten weitergeht.
Von Hans Leyendeckermehr...
Der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff und seine Ehefrau Bettina haben sich getrennt. Beide Eheleute haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Christian Wulff ist offenbar bereits aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen.
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Er stieg auf mit Medienfonds, machte Filme wie "Zettl" und war ganz nahe dran an der Macht: Filmunternehmer David Groenewold. Jetzt gibt sein Freund Christian Wulff auf, seine Geldgeber meckern und die Party-Stimmung ist vorbei. Wer ist der Mann, über den der Bundespräsident stürzte?
Ein Report von Oliver Das Gupta, Hans-Jürgen Jakobs und Hannah Wilhelmmehr...
Bekannt geworden ist der Film-Unternehmer David Groenewold als Freund von Bundespräsident Christian Wulff. 2900 Privatinvestoren haben Groenewold rund 100 Millionen Euro für Filmfonds anvertraut. Er soll sie nicht immer richtig informiert haben, nun klagen Investoren. Wulff machte sich für solche Fonds stark - und erwähnte vor Publikum die Anlage seines Intimus.
Von Markus Zydra, Frankfurtmehr...
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