Sieben Jahre war der CDU-Mann Christian Wulff Ministerpräsident in Niedersachsen, von 2010 an hatte er das höchste Amt im Staate inne. Doch dann setzten ein Privatkredit und immer neue Enthüllungen den Bundespräsidenten unter Druck - bis er im Februar 2012 schließlich seinen Rücktritt erklärte. Hintergründe, Analysen, Kommentare zum Fall Wulff.
Meinung
Ob 400 Euro oder drei Millionen: Es war richtig, das Verfahren gegen Wulff einzuleiten, weil niemand gleicher als gleich sein darf. Doch dann ging es um Bestechlichkeit. Fast gleichzeitig wurde Wulff angeboten, das Verfahren gegen Zahlung einer Geldauflage einzustellen. Soll hier jemand mürbe gemacht werden?
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Aufstieg und Fall des Christian Wulff haben die Republik monatelang erregt. In dem Verfahren, das Auslöser für den Rücktritt des ehemaligen Bundespräsidenten war, geht es mittlerweile nur noch um eine Hotelrechnung in Höhe von 400 Euro. Nun hat die Staatsanwaltschaft Wulff angeboten, es gegen eine Geldauflage einzustellen.
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Das unscheinbare Klinkerhaus in Großburgwedel machte Bettina und Christian Wulff am Ende nur noch Probleme. Nach der Trennung von ihrem Mann will die 39-Jährige nun alten Ballast abwerfen.
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Die Ermittler suchten in München und Berlin, auf Sylt und Norderney. Sogar bei einer Strandkorb-Vermietung fragten sie nach. Ex-Bundespräsident Wulff genoss bei der Staatsanwaltschaft keinen Prominentenbonus - im Gegenteil. Doch inzwischen ist von den strafrechtlich relevanten Vorwürfen kaum noch etwas übrig.
Von Hans Leyendeckermehr...
Die Staatsanwaltschaft Hannover hat den früheren Sprecher von Ex-Bundespräsident Christian Wulff, Olaf Glaeseker, wegen Bestechlichkeit angeklagt. Glaeseker habe bei der Sponsorensuche für eine Promi-Party geholfen und sich von Partymanager Schmidt im Gegenzug zu kostenlosen Urlauben einladen lassen.
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Die Staatsanwaltschaft Hannover will in der Affäre um Ex-Bundespräsident Wulff offenbar demnächst dessen Ex-Sprecher Glaeseker und den Partyveranstalter Schmidt vor Gericht bringen. Inzwischen äußerte sich auch der Filmproduzent Groenewold zu den von ihm übernommenen Hotelkosten für einen Oktoberfest-Trip der Eheleute Wulff.
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Wer hat den teuren Rotwein bezahlt, gab es Präsente von der Kosmetikerin oder war die Strandkorb-Miete billiger: Die Ermittlungen zum Fall Wulff drehen sich um Spitzfindigkeiten. Längst ist klar, dass der Einsatz im Widerspruch zu den fraglichen Summen steht. Jetzt entscheidet die Staatsanwaltschaft, wie es für den ehemaligen Bundespräsidenten weitergeht.
Von Hans Leyendeckermehr...
"Christian und Bettina Wulff: Trennung!": In riesigen Lettern verkündete die "Bild"-Zeitung das Ehe-Aus im Hause Wulff. Kein anderes Medium hat Aufstieg und Fall des Ex-Bundespräsidenten und seiner baldigen Ex-Ehefrau so eifrig begleitet wie das Springer-Boulevardblatt. Stationen einer Dreiecksbeziehung.
Von Carolin Gasteigermehr...
Bettina Wulff hat ein Buch über ihre Rolle in Bellevue geschrieben, sie hat ihren Mann öffentlich kritisiert und Interviews über ihre Eheprobleme gegeben. Die Trennung des Ehepaares Wulff ist keine Überraschung. Sie ist die letzte Konsequenz der öffentlichen Demontage.
Von Lena Jakatmehr...
Christian und Bettina Wulff haben sich getrennt. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnete das Paar bei einem Rechtsanwalt - knapp ein Jahr nach dem Rücktritt Wulffs als Bundespräsident. Erst als sich die Wogen geglättet hatten, veröffentlichte seine Frau ein Buch, in dem sie viel Privates ausplauderte. Für den Geschmack der meisten Kritiker: zu viel.
Von Ralf Wiegandmehr...
Der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff und seine Ehefrau Bettina haben sich getrennt. Beide Eheleute haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Christian Wulff ist offenbar bereits aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen.
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"Ich möchte nicht Präsident in einem Land sein, wo man sich von Freunden kein Geld leihen kann", erklärte Christian Wulff einst. Freundschaften waren ein wichtiges Schmiermittel für den Aufstieg von Wulff. Doch viele der einst nützlichen Beziehungen erwiesen sich später als verhängnisvoll. Viele Freunde sind dem ehemaligen Präsidenten nicht geblieben.
Von Jens Schneider und Ralf Wiegand, Hamburgmehr...
Silvio Berlusconi weiß, was Silvio Berlusconis Ego schmeichelt. So ist seine Verlobte nicht nur ein halbes Jahrhundert jünger als der 76-Jährige. Francesca Pascale ist auch ein ausgewiesener Fan des "Cavaliere". Und einem Dauertrend folgt Italiens Ex-Premier mit seiner Partnerwahl sowieso.
Alter und Schönheit - eine Galerie.mehr...
Er war auf dem Weg zum Emir und hatte nicht viel Zeit: Lange hat die Öffentlichkeit gerätselt, was genau der damalige Bundespräsident Christian Wulff dem "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann auf die Mailbox sprach. Nun publiziert ein Berliner Künstler die Botschaft als sechsteiligen Bilderzyklus.
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Exklusiv
Die SPD will die Altersbezüge der Bundespräsidenten kürzen, sofern sie weniger als zehn Jahre im Amt waren. Das beträfe insbesondere das Ruhegeld von Christian Wulff. Noch im Dezember will die SPD-Bundestagsfraktion nach SZ-Informationen einen entsprechenden Gesetzentwurf einbringen.
Von Susanne Höll, Berlinmehr...
Er fiel tief, seine Gesichtszüge waren ausgezehrt - und dann waren da noch die Gerüchte über seine Frau. Christian Wulff hätte seinen ersten größeren Auftritt nach dem Rücktritt nutzen können, um sich zu verteidigen. Doch es kam ganz anders.
Von Max Hägler, Heidelbergmehr...
Freiflüge und Gratis-Urlaube im Wert von 35.000 Euro: Olaf Glaeseker, der ehemalige Sprecher von Christian Wulff, ist nach Erkenntnissen der Ermittler in Niedersachsen von Party-Veranstalter Manfred Schmidt mit Geschenken "angefüttert" worden. Glaeseker widerspricht den Vorwürfen - und bringt damit seinen ehemaligen Chef in Bedrängnis.
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Die Sach- und Personalleistungen für ehemalige Bundespräsidenten und Ex-Kanzler sollen eingeschränkt werden - doch das gilt erst für zukünftige Amtsinhaber. Damit scheiterte die SPD im Haushaltsausschuss mit ihrem Antrag mit dem sie besonders Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff treffen wollte.
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Die SPD will bei Büro, Mitarbeiterstab und Fuhrpark für aus dem Amt geschiedene Bundespräsidenten sparen - und hat dabei vor allem Christian Wulff im Blick. Zwar ist die schwarz-gelbe Regierung bereit, über neue Regeln zu verhandeln. Sie will sie aber nur auf zukünftige Altpräsidenten anwenden.
Von Oliver Klasenmehr...
Er tut gern harmlos, so als hätte er nichts mit den Skandalen um Christian Wulff zu tun: Doch jetzt bekommt Niedersachsens Ministerpräsident McAllister vom Landesverfassungsgericht eklatante Fehler im Umgang mit der Affäre bescheinigt. Auch jenseits von Hannover sollten Regierungen dieses Urteil aufmerksam studieren.
Ein Kommentar von Jens Schneidermehr...
Meinung
Bei Christian Wulff hat sich die Unschuldsvermutung in eine Schuldvermutung verkehrt. Er steht vor den Trümmern seiner Existenz, obwohl er nie verurteilt worden ist. Hätte die Staatsanwaltschaft seine Flitterwochen weiter in die Ermittlungen einbezogen, wäre dies ein Geständnis gewesen, dass der Verdacht gegen ihn hinten und vorn nicht reicht.
Ein Kommentar von Heribert Prantlmehr...
Christian Wulff muss sich keine Gedanken mehr um eine strafrechtliche Relevanz seiner Hochzeitsreise machen. Die Staatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren eingestellt. Ein Versicherungsunternehmer hatte den damaligen Ministerpräsidenten 2008 nach Italien eingeladen - nachdem er sich im Bundesrat für Steuererleichterungen zugunsten der Branche ausgesprochen hatte.
Von Charlotte Frankmehr...
Es könnte ein neuer Hinweis bei den Ermittlungen gegen Ex-Bundespräsident Christian Wulff sein: Das Magazin "Spiegel" berichtet, Wulff habe Siemens um Geld für eine Filmproduktion David Groenewolds gebeten.
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