1. Schriftstellerin mit 82 Jahren gestorben — Christa Wolf ist tot

    Die Schriftstellerin Christa Wolf ist tot. Sie starb am Donnerstag im Alter von 82 Jahren in Berlin, wie der Suhrkamp-Verlag mitteilte. Für viele Leser in Ost und West war sie über Jahre eine moralische Instanz - und erhielt zahlreiche Literaturpreise.

  2. Zum Tod von Christa Wolf — Eine Sozialistin, die im Sozialismus aneckte

    Die Schriftstellerin Christa Wolf ist tot. Sie starb am Donnerstag im Alter von 82 Jahren in Berlin, wie der Suhrkamp-Verlag mitteilte. Sie war eine moralische Instanz - und erhielt zahlreiche Literaturpreise. Vor allem aber stand sie wie kaum eine andere Autorin für die deutsche Nachkriegsgeschichte. Von Bernd Graff

  3. Abschied von Christa Wolf — Letzte Ruhe in der Mitte Berlins

    Abschied in großem Rahmen: Die am 1. Dezember verstorbene Schriftstellerin Christa Wolf wird am Dienstag auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte beigesetzt. Bei einer Gedenkveranstaltung am Abend haben sich zahlreiche Weggefährten, Leser und Familienangehörige angesagt.

  4. Christa Wolf zum 80. — Nachdenken über Christa W.

    So viel Inbrunst, ganz zerrissen: Schriftstellerin Christa Wolf feiert heute ihren achtzigsten Geburtstag. Vom gesamtdeutschen Erfolg des Individuums. Von Lothar Müller

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  6. Worte der Woche — "Weil er so gut aussieht wie ich"

    Der norwegische Attentäter Anders Breivik wird für unzurechnungsfähig erklärt. Die Franzosen leiden generell viel, aber besonders an der Eurokrise und Lothar Matthäus mag Karl-Theodor zu Guttenberg gut leiden. Die Worte der Woche. In Bildern.

  7. Schriftsteller gegen Plagiate — "Fahrlässige Akzeptanz"

    Kurz vor dem Start der Buchmesse geben Schriftsteller wie Günter Grass und Christa Wolf eine "Leipziger Erklärung" ab - und wehren sich gegen Plagiate.

  8. Auszeichnung in München — Geschwister-Scholl-Preis für Gauck

    Der frühere DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck erhält den Geschwister-Scholl-Preis: Mit seiner klaren Haltung rage er aus "dem politischen und gesellschaftlichen Mainstream" heraus, so die Jury.

  9. Leipziger Buchpreis — Doppelt hält schlechter

    Video Kopieren ist kein Kavaliersdelikt, ein Preis für ein geklautes Buch würde den Betrug bagatellisieren. Eine Leipziger Erklärung vor der möglichen Verleihung des Buchpreises an Helene Hegemann. Von Lothar Müller

  10. Bundespräsidentenamt — Linke liebäugelt mit eigener Kandidatin

    Noch weiß die Linkspartei nicht, ob sie einen Kandidaten für die Bundespräsidenten-Wahl aufstellt. Aber wenn, dann soll es wohl eine Frau sein.

  11. Günter Grass liest an der LMU — "Mich regt das auf!"

    Kopf einziehen: Bei seiner Lesung in München wirft Günter Grass der CSU vor, von der SED gelernt zu haben, ärgert sich über die Westdeutschen und schimpft über die Studenten im Publikum. Von Sarina Pfauth

  12. Bundespräsidentenwahl — Die Linke streitet weiter

    Vorschnell hat Fraktionsvize Ramelow verkündet, die Linke habe eine eigene Kandidatin für das Bundespräsidentenamt gefunden. Reaktionen kamen prompt.

  13. Bundespräsidentenwahl — Linke will eigenen Kandidaten

    Nach einem Treffen zwischen der SPD-Präsidentschaftsbewerberin Schwan und dem Linken-Politiker Gysi denkt die Linke über einen eigenen Kandidaten nach.

  14. Die Geschichte des Skandals — Man entführe den Papst

    Wie macht man einen Skandal? Ein Handbuch untersucht Eskalationsstrategien in der Literatur und die Mentalitätsgeschichte öffentlicher Wallungen. Von Florian Kessler

  15. 60 Jahre Grundgesetz — Udo Jürgens statt Rolling Stones

    Weil der pompöse Plan eines privaten Veranstalters auf Kritik gestoßen war, will die Regierung das Grundgesetzjubiläum bescheidener feiern. Von Susanne Höll

  16. 20 Jahre Mauerfall — Die größte Demo der DDR

    Am 4. November 1989 fand auf dem Alexanderplatz in Berlin die größte Demonstration der DDR-Geschichte statt. Krenz, Wolf und Schabowski wurden gnadenlos ausgepfiffen. Von R. Probst

  17. Interview mit Günter Grass — "Entartete Presse? - Das Wort korrigiere ich"

    Auf der Leipziger Buchmesse hat die Medienschelte des Günter Grass einen neuen Höhepunkt erreicht. Ein Gespräch mit dem Literaturnobelpreisträger über warme Redaktionsstuben, Wolfsrudelgeheul - und seine Rolle als "moralische Instanz". Interview: Dominik Wichmann

  18. Zu den Plänen des Innenministers — Schäubles Vorkrieg

    Die Idee des "Quasi-Verteidigungsfalls" ist der Versuch, sich in winkeladvokatorischer Manier um ein Verfassungsgerichtsurteil herumzumogeln - und der vorläufige Höhepunkt einer gefährlichen Abkehr vom rechtsstaatlichen Polizei- und Strafrecht. Von Heribert Prantl

  19. Der neue Walser: "Angstblüte" — Obszöne Genialität

    In seinem neuen Roman "Angstblüte" zeigt Martin Walser, wie man sich eine wunderbar schamlose Altherrenerotik vorstellen muss, und warum es sich lohnt, das Hohe Lied des Zinseszinses anzustimmen. Von Burkhard Müller

  20. Psychoanalyse auf der Couch — Was hätte Freud dazu gesagt?

    "So you are from the Sudetische Zeitung?" In Berlin tagt der Weltkongress der Psychoanalyse - ein Besuch, nicht ohne Bangen, bei 3000 Psychoanalytikern. Von Burkhard Müller

  21. Günter Grass schlägt zurück — Makel verpflichtet

    "Dummer August": Günter Grass rechnet in Gedichten mit seinen Kritikern ab. Er sieht sich als Opfer einer modernen Inquisition. Dabei verzichtet er auf Reime und schreibt Leserbriefe in lyrischer Form. Sein Hauptgegner: die FAZ. Von Thomas Steinfeld

  22. Anschlag auf Scheich Jassin — Selbstverteidigung oder Mord?

    Israel rechtfertigt seine Praxis des gezielten Tötens mit der Selbstverteidigung und dem Krieg gegen den Terror. Aber wenn sie werden wie der Feind, um ihn zu schlagen, setzen sich Rechtsstaaten selbst Schachmatt. Von Von Stefan Ulrich

  23. Austellung im Deutschen Historischen Museum — Weichgespülte Ostalgie

    Das "Deutsche Historische Museum" zeigt in der Ausstellung "Parteidiktatur und Alltag in der DDR" die Lebensumstände der ehemaligen DDR-Bürger. Von Suppentellern aus dem "Palast der Republik" bis hin zu sozialistischen Joghurtbechern wurden fleißig Exponate gesammelt. Von Gustav Seibt

  24. Fremdenfeindlichkeit — "Immer das gleiche Ritual"

    Vor einem Jahr warnte Uwe-Karsten Heye vor Fremdenfeindlichkeit in ostdeutschen "No-Go-Areas". sueddeutsche.de dokumentiert seine Einschätzung der Übergriffe von Mügeln.

  25. Literaten bei Schröder — "Ich spürte die Verführbarkeit der Intellektuellen"

    Und wirklich alle waren schon einmal da, beim Kanzler. Die jüngeren Literaten zeigen sich regierungsnäher, als man dachte. Sie erliegen dem Charme der Regierungs-Nonchalance. Allerdings: Den Joschka, bei dem sie auch schon alle suppierten, den Joschka fanden sie langweilig. Hier ist der Report zu den heimlich-heimeligen Kultur-Clashs im Kanzleramt. Von IJOMA MANGOLD

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