Seltsam, dass man diesen Nobelpreisträger für einen Staatsdichter halten konnte. "Frösche" vom Chinesen Mo Yan ist ein heiterer wie abgründiger Roman über die revolutionäre Zerstörung einer Kultur, über viel mehr als die Ein-Kind-Politik, belehrend und erschütternd zugleich.
Von Ulrich Baronmehr...
In Theaterhits wie "Der Gott des Gemetzels" lässt Yasmina Reza die Konflikte vermeintlich moderner Menschen auf elegante Weise eskalieren. Die autobiografischen Notizen der Autorin wirken nun wie die romantische Suche nach den verlorenen bürgerlichen Werten - und sind leider nicht frei von Selbststilisierung und Eitelkeit.
Till Brieglebmehr...
Am kommenden Neujahrstag wird der Soziologe Richard Sennett siebzig Jahre alt. Bevor die verdienten Glückwünsche verschickt werden, sei hier noch schnell sein jüngstes Buch vorgestellt. Es ist ein katastrophal schlechtes Buch. Mit dem denkbar besten Anliegen.
Von Johan Schloemannmehr...
Vor kurzem hat der Schriftsteller Martin Mosebach einen Beitrag über eine etwaige Strafbarkeit der Blasphemie publiziert. Dieser ist in der veröffentlichten Meinung auf vollständige Ablehnung gestoßen. Was die Empörung über Martin Mosebach mit dem Verbot der Beschneidung zu tun hat.
Von Navid Kermanimehr...
Wer ist Tomas Tranströmer, jener Poet, der den diesjährigen Literatur-Nobelpreis gewonnen hat? Sein Verleger, der Münchner Hanser-Chef Michael Krüger, erinnert sich an seine Begegnungen mit dem "Dichter des Augenblicks".
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"Ein Kind kommt auf die Welt, Pech gehabt": Sibylle Berg macht einen messianischen Zwitter namens Toto zum Helden ihres neuen Romans. Das Buch ist voll von bitterem Witz über den miserablen Zustand der Welt.
Von Burkhard Müllermehr...
Der Journalist Jens Jessen hat einen gut gelaunten Gesellschaftsroman geschrieben. Es geht um die Neunzigerjahre, das Fernsehen und um München als Lebensform. Das gibt einiges her, im Gegensatz zur harmlosen Berliner Republik.
Von Christoph Bartmannmehr...
Kobaltblau, Königsblau, Türkis, Algengrün: Peter Schanz ist auf einem Containerschiff in knapp drei Monaten einmal um die Erde gereist. Jeden Tag hat er ein Foto vom Wasser gemacht und es dabei nie inszeniert.
Von Stefan Fischermehr...
Glück ist Arbeit, Arbeit, Arbeit. Aber gibt es keinen mehr, der in der Arbeit sein Glück sucht? Das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden zeigt eine Ausstellung über das Glück.
Von Von Jens Biskymehr...
Bei der Leipziger Buchmesse ist der Buchpreis verliehen worden. Mit dem österreichischen Schriftsteller Clemens J. Setz geht die Auszeichnung an einen sehr jungen Nachwuchsschriftsteller.
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Der Held in Philip Roth' neuem Roman "Nemesis" sieht hinter menschlichem Elend den perfiden Plan eines höheren Wesens, das nur "die Vereinigung eines perversen Arschlochs mit einem bösartigen Genie" sein kann.
Von Christopher Schmidtmehr...
Die Nominierungen für den Preis der Leipziger Buchmesse stehen fest, darunter Karen Duves "Anständig Essen. Ein Selbstversuch". Auch online kann abgestimmt werden.
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Er arbeitete an ihrem Roman "Atemschaukel" mit, für den sie den Nobelpreis erhielt, doch jetzt kommt heraus: Herta Müllers Freund, der Lyriker Oskar Pastior, spitzelte für den rumänischen Geheimdienst Securitate.
Von C. Schmidt und L. Müllermehr...
In seinem für den deutschen Buchpreis nominierten Roman "Madalyn" erzählt Michael Köhlmeier die Geschichte einer ersten Liebe. Wer da noch an Unschuld glaubt, hat nichts verstanden.
Von Christoph Schrödermehr...
Abenteuer eines jungen Mannes im Paris der 20er Jahre: John Glasscos Autobiographie "Die verrückten Jahre" schwelgt in Unbeschwertheit, körperlichen Freuden bei schwankender sexueller Orientierung und geistreichen Gesprächen.
Von Ina Hartwigmehr...
Ein Liebespaar trifft sich nach Jahren wieder - tiefe ideologische Gräben hatten sie einst getrennt. Wieder einmal fragt Jostein Gaardner, wer wir sind und wo wir hingehen.
Von Jutta Personmehr...
Ein Schauspieler kann nicht mehr spielen und klammert sich an eine Lesbe, die keine mehr sein will - das kann ja nur schief gehen: Roth erzählt meisterhaft von einem tödlichen Spiel.
Von Christopher Schmidtmehr...
Mit Heidi Klum aufs Gepäckband oder mit Stefan Raab in die Eisröhre: Im deutschen Fernsehen führen immer mehr Bildungswege zum Berufsziel D-Promi.
Von Franziska Sengmehr...
"Ich kann nicht mehr": Die scheue Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller liest in der Münchner Universität - nebenan streiken die Studenten.
Von Christina Maria Berrmehr...
Zur Hölle fährt man zu zweit: In "Die Sterblichen" erzählt Yiyun Li von dem übermächtigen Unheil, das das kommunistische China erleiden muss
Von Ulrich Baronmehr...
Ein europäisches Ereignis: Herta Müllers Roman "Atemschaukel" über die Deportation der Rumäniendeutschen in die Sowjetunion nach 1945.
Von Karl-Markus Gaussmehr...
"Im Krebsgang voran. Heiße Kriege und medialer Populismus." - Umberto Eco reagiert in seinem neusten Werk auf alle Probleme unserer Zeit. Witzig, informiert und streitlustig, wie erwartet.
Von Martin Bauermehr...
Noch nie gab es so viele Titel und Neuerscheinungen bei Hörbüchern wie in diesem Jahr. Doch die Zukunft der Branche gehört vor allem Download-Portalen im Netz.
Von Harald Schwarzmehr...
Keine Zeitung lag je so heftig mit ihrer Leserschaft im Zwist wie die "taz". Und keine hat jemals derart die alltägliche Drohung mit dem Scheitern zum Prinzip ihres Überlebens gemacht.
Von Volker Breideckermehr...
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