Schillernde Charaktere entlockt Regisseur Lee Daniels in "Paperboy" seinen Darstellern Nicole Kidman und John Cusack: sie eine alternde Barbiepuppe, er fies und schmierig. Der Teufel bleibt dabei außen vor - anders als im Wettbewerbsfilm "Post tenebras lux" von Carlos Reygadas.
Von Susan Vahabzadeh, Cannesmehr...
Endrunde in Cannes: Sergei Loznitsa und David Cronenberg erzeugen in ihren Wettbewerbsfilmen "Im Nebel" und "Cosmopolis" vergleichsweise schwache Bilder. Loznitsa Existenzialismus bleibt seltsam leer, während Cronenberg mit seinem Spielfilm keine besonders potente Waffe für eine bessere Welt gefunden hat - trotz hoher Alarmstufe.
Von Tobias Kniebe, Cannesmehr...
In "Holy Motors" sprengt Leos Carax unser Fassungsvermögen für Bizarres und Phantastisches, Träume und Albträume, Wunder und Wahn. Und doch schafft es der Regisseur, eine Ebene des nüchtern Erklärbaren einzuziehen. Walter Salles verkauft uns hingegen mit seiner Kerouac-Verfilmung eine Story, die sich heute nicht mehr erzählen lässt.
Von Tobias Kniebe, Cannesmehr...
Ein Pfadfinder-Camp auf einer abgelegenen Insel und ein Teilnehmer kommt plötzlich abhanden - eigentlich eine traurige Geschichte. Doch Regisseur Wes Anderson erzählt sie irrwitzig und in einem ganz eigenen visuellen Stil. Eine Videorezension über den Cannes-Eröffnungsfilm "Moonrise Kingdom".
Von Susan Vahabzadehmehr...
Zwei Parabeln vom Überleben im Kapitalismus, die in ihrem Fazit aber deutlich voneinander abweichen: Brad Pitt macht in "Killing Them Softly" einmal mehr klar, dass auf der Welt nur das Recht des Stärkeren gilt. Doch einer wie Ken Loach denkt weiter. In "The Angels' Share" liebt er alles nieder, was ihm nicht gefällt.
Von Susan Vahabzadeh, Cannesmehr...
Identitätskrisen gibt es für Menschen wie für Filme und ihre Feste. In Cannes beschwört deshalb der 89-jährige Alain Resnais seine Jugendliebe Eurydike und schafft bei aller Nostalgie Platz für das Neue. Auch Regieneuling Brandon Cronenberg widmet sich menschlicher Identität: Er setzt die bizarren Körperfantasien seines Vaters fort.
Von Tobias Kniebemehr...
Das Festival in Cannes bietet ein Wochenende der harten Realitäten: Ulrich Seidl, Fatih Akin und Matteo Garrone erzählen von Sextouristinnen, Müll und Neapel - von einer Welt, in der die Träume auf den Hund gekommen sind. Und selbst das Marilyn-Plakat mit Kussmund und Sahnetorte ist entzaubert.
Von Tobias Kniebe, Cannesmehr...
Im südfranzösischen Cannes ist am Mittwochabend das internationale Filmfestival eröffnet worden. Gleich der erste der 22 Filme wartete mit Stars wie Bill Murray, Edward Norton und Bruce Willis auf. Und einer ihrer Kollegen zeigte, wie glücklich er mit der Frau an seiner Seite ist.
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Michael Haneke ist wieder da und Ken Loach auch: Das Filmfestival in Cannes dominieren männliche Filmemacher über 60, während es kein einziger Film einer Frau in den Wettbewerb schaffte. Das ist politisch zwar nicht korrekt, doch die Chancen für ein hochkarätiges Festival stehen gut.
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Und los: Bereits vor der offiziellen Eröffnung gelingt in Cannes der erste große PR-Stunt. Sacha Baron Cohen nimmt als Diktator Aladeen die Huldigungen der Paparazzi entgegen. Nicht gerade das, was das Festival eigentlich möchte. Schließlich soll es um die Filmkunst gehen, und hier darf man tatsächlich gespannt sein.
Erste Eindrücke und ein Ausblick auf das Festival von Tobias Kniebe, Cannesmehr...
Zwischen James-Bond-Schurke und absonderlichem Landesvater: Wohin er auch reist, Sacha Baron Cohen hat in seiner Rolle als Diktator Aladeen dekadenten Glamour und absurden Bombast im Gepäck. Seinen Staatsempfang inszeniert er sich einfach selbst. Dies bekam jetzt auch das Filmfestival von Cannes zu spüren.
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Die Besten ihres Fachs sollen wieder einmal eine exzentrische Welt mit Leben füllen: Tilda Swinton, Bruce Willis, Bill Murray und Edward Norton eröffnen mit dem romantischen Drama "Moonrise Kingdom" am Abend die Filmfestspiele von Cannes. Eine Begegnung mit dem Regisseur Wes Anderson.
Von Tobias Kniebe, Cannesmehr...
Wer am Ende in Cannes triumphiert, das hängt von der Jury ab. Neben Ewan McGregor und Diane Kruger wurde für das 65. Filmfestival an der Côte d'Azur auch Designer Jean-Paul Gaultier gebeten, über die Vergabe der Goldenen Palme zu entscheiden. Alle Mitglieder der Jury
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Terror im Ferienhaus oder wilhelminische Gefühlskälte: Mit Filmen wie "Funny Games" oder "Das weiße Band" hat es Michael Haneke zu einem der ganz Großen in der Welt des Kinos gebracht. Nie spart er an Zumutungen - stets will er den Zuschauer zum Nachdenken zwingen. Jetzt feiert der österreichische Filmemacher seinen 70. Geburtstag und arbeitet schon wieder an einem Film über ein schweres Thema: die Folgen eines Schlaganfalls.
Von Anke Sterneborgmehr...
Finanztransaktionssteuer, Bankenreform, Kampf dem Derivatehandel und den globalen Ungleichgewichten: Mit großen Plänen reisten die Regierungschefs zum G-20-Gipfel nach Cannes. Was daraus geworden ist - im Überblick.
Von Michael Kläsgen, Cannesmehr...
Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr. Das musste auch der französische Staatspräsident Nikolas Sarkozy feststellen, als ihm sein amerikanischer Amtskollege Barack Obama zur Geburt seiner Tochter Giulia gratulierte.
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Die Staats- und Regierungschefs der weltweit führenden Industrie- und Schwellenländer haben sich für das zweitägige Treffen in Cannes eine anspruchsvolle Agenda in den Bereichen Finanzmarktregulierung, Reform des Weltwährungssystems und ausgewogeneres globales Wachstum gesetzt. Die Diskussionen werden allerdings in hohem Maße von der unübersichtlichen Krise um Griechenland besonders geprägt sein.
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Berlin und Paris setzen Griechenland massiv unter Druck: Das von Premier Papandreou angekündigte Referendum über den Euro-Rettungsplan soll Anfang Dezember stattfinden. Und Hilfsgelder würden nur dann gewährt, wenn das Votum der Hellenen positiv ausfällt. Andernfalls muss Athen mit schlimmen Folgen rechnen: Der Verbleib in der Euro-Zone steht auf dem Spiel.
Von Claus Hulverscheidtmehr...
Zwischen gezielter Desorientierung und Sinnsuche in der postmodernen Wertewüste: In Cannes wurden die besten Werbespots des Jahrgangs 2010 gekürt. Der "Grand-Prix" ging an Nikes starbesetzten Mikro-Epos "Write the Future". 14 weitere Preise wurden vergeben, denn wer noch kein Held ist, kann es ja noch werden.
Von Susanne Gmürmehr...
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