Das Parlament in Griechenland verabschiedet ein neues Sparpaket - parallel dazu bricht sich auf den Straßen Athens die Wut über geplante Lohnkürzungen und Massenentlassungen Bahn. Demonstranten plündern Läden und werfen Brandsätze, Häuser gehen in Flammen auf. Athen werde "als Hebel benutzt, um das Land zu destabilisieren", sagt Bürgermeister Giorgos Kaminis.
Verbraucher sollen ihre Strom- und Gasverträge bei regionalen Anbietern bald innerhalb von zwei Wochen kündigen können. Die Verordnung soll Verbraucher stärken und die Konkurrenz beleben. Die Grundversorger warnen aber vor steigenden Kosten.
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Caroline Ischinger
Das Bitterfelder Solarunternehmen Q-Cells hat fast keine finanziellen Reserven mehr und braucht dringend Geld. Den Aktionären drohen herbe Verluste. Und ausgerechnet jetzt will die Bundesregierung auch noch die Solarförderung kürzen - stärker als bisher geplant.
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Markus Balser und Michael Bauchmüller
Zoff um weitere Hilfen für Griechenland kurz vor dem EU-Gipfel: Der Vorschlag, Athen vorübergehend unter die Verwaltung eines europäischen Kommissariats zu stellen, empört die Griechen. Die Kritik richtet sich vor allem gegen Deutschland.
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Cerstin Gammelin, Brüssel
Der Koalitionskrach war programmiert: Nachdem sich Angela Merkel für eine Finanztransaktionssteuer ausgesprochen hat, kommt massive Kritik aus der FDP. Die Maßnahme spalte Europa und benachteilige Deutschland, warnen führende Liberale - mit einer Ausnahme.
Die Steuer soll kommen. Zur Not auch nur in den Euro-Ländern. So will es die Kanzlerin, aber ihr Koalitionspartner FDP ist strikt dagegen. Sie hat zwar eine Alternative zur Finanztransaktionssteuer, doch die dürfte der Spekulation an den Märkten kaum entgegenwirken. Und das könnte sich im Wahlkampf zu einem Problem auswachsen.
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Thorsten Denkler, Berlin
Guido Westerwelle will innenpolitisch wieder mitmischen, von einem baldigen "Aufschlag" ist die Rede. Manche Liberale finden das gar nicht lustig: Sie glauben, der Außenminister wolle lediglich seinen Job sichern - und gefährde dabei den angeschlagenen Parteichef Philipp Rösler.
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Thorsten Denkler und Oliver Das Gupta
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Mit deutlichen Worten widerspricht Kanzlerin Merkel Stimmen, die die Europäische Zentralbank zum letzten Rettungsanker in der Schuldenkrise erklären. Und kontert Forderungen nach einer europäischen Wirtschaftsregierung. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler ist dagegen ganz auf Kuschelkurs.
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Ruth Klaus und Marcel Kammermayer
Der FDP-Politiker war seit längerer Zeit erkrankt, aber eigentlich auf dem Wege der Besserung. Über die Umstände seines Todes gibt es noch keine näheren Angaben. Rexrodt starb im Alter von 62 Jahren.
Rainer Brüderle ist nicht nur der FDP-Fraktionsvorsitzende, sondern auch Weltrekordhalter in einer ungewöhnlichen Disziplin. Ein Gespräch über sein 13 Jahre altes Auto, sein Image als Karl Moik der deutschen Wirtschaftspolitik - und die Frage, wie viel Geld er gewöhnlich für eine Flasche Wein ausgibt.
Interview:
Peter Blechschmidt und Thomas Öchsner
Das Jahr hatte es in sich: Guttenberg stürzt und kommt wieder, Steinbrück reitet eine Welle der Aufmerksamkeit. Kretschmann versetzt die Grünen in einen Rausch, der für Künast böse endet. Wulff muss kämpfen und der Pirat überrascht alle anderen. Doch welcher Politiker hat Deutschland 2011 wirklich verändert? Stimmen Sie ab!
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Thorsten Denkler und Michael König
Martialisch rasselt Pjöngjang mal wieder mit dem Säbel und droht Südkorea. Außerdem schmäht das stalinistische Regime die USA - und weist eine UN-Resolution zur Menschenrechtssituation im Land zurück.
Kurzmeldungen
im Überblick
Die Debatte über Wege aus der Schuldenkrise stellt die FDP vor eine Zerreißprobe. Im Chor mit zahlreichen Wirtschaftsexperten positioniert sich Parteichef Rösler als Gegner von Euro-Bonds. Ob er damit der FDP aus dem Umfragetief helfen kann, ist fraglich. Beim Landesparteitag in Bayern wird deutlich, wie tief die Euro-Frage die Liberalen spaltet.
Staatssekretär Jochen Homann soll nach dem Willen von Wirtschaftsminister Philipp Rösler neuer Präsident der Bundesnetzagentur werden. Ein Ministeriumssprecher bestätigte entsprechende Medienberichte.
Kurzmeldungen
im Überblick
Sollen die Amerikaner doch die Teenager bedienen, die in sozialen Netzen ihr Leben ausbreiten. Auf dem IT-Gipfel diskutiert die Branche, wie sie auf eigene Stärken setzen kann: In einigen Bereichen haben deutsche Firmen durchaus das Zeug dazu, vorn dabei zu sein.
Von
Varinia Bernau
Nach der Gipfel-Eskalation zwischen London und den Euro-Ländern wogt eine Debatte über den Verbleib der Briten in der EU: Bundespräsident Wulff beschwört die EU-Mitglieder, am engen Verhältnis zu Großbritannien festzuhalten, FDP und CSU sprechen von einer "offenen Tür" für London, die CDU wettert gegen den "Casino-Kapitalismus". Und die britische Regierung? Sieht ihren Einfluss ungeschmälert.
Seit Dienstag um Mitternacht ist das Mitglieder-Votum der FDP beendet, das Ergebnis soll am Freitag bekanntgegeben werden. Die herrschende Nervosität zeigt, wie schlecht es um die Parteispitze bestellt ist: FDP-Chef Rösler hat sich unbeliebt gemacht, weil er das Votum frühzeitig für gescheitert erklärte. Fraktionschef Brüderle wird unterstellt, er wolle den glücklosen Vorsitzenden ablösen. Nicht einmal die Frage ist geklärt, wer beim Dreikönigstreffen reden darf.
Von
Peter Blechschmidt
Christian Wulff entschuldigt sich in einer persönlichen Erklärung für sein Verhalten in der Kreditaffäre - und kündigt an, sein Amt gewissenhaft fortführen zu wollen. Kurz zuvor hatte er seinen langjährigen Sprecher Olaf Glaeseker entlassen. Einem Medienbericht zufolge soll Wulff bei der BW-Bank ungewöhnlich günstige Konditionen bekommen haben, als er das umstrittene Privatdarlehen ablöste.
Wulffs Erklärung und die Reaktionen auf seine Rede. Von
Thorsten Denkler, Michael König und Lilith Volkert
Blog
Eine Lampe, die Bundeskanzlerin Merkel ins Reich der Tierwelt rückt. Ein Hirnforscher, der mit Klischees aufräumt. Und ein entspannter Manager, der allen Grund hätte, gestresst zu sein.
Impressionen vom SZ-Wirtschaftskongress
von Sophie Crocoll, Elisabeth Dostert, Ruth Klaus und Lutz Knappmann
Christian Lindner ist weg, die Stimmung bei der FDP ist im Keller. Und sie könnte noch schlechter werden, wenn am Freitag der Mitgliederentscheid zur Euro-Rettung ausgezählt ist. Parteivize Holger Zastrow zürnt gegen den Ex-Generalsekretär, andere Freidemokraten entwickeln bereits Szenarien einer FDP ohne Parteichef Philipp Rösler. Die junge Garde spielt dabei kaum mehr eine Rolle.
Von
Oliver Das Gupta
Niedersachsen unter sich: FDP-Chef Philipp Rösler wurde von Christian Wulff einst zum Landesminister berufen. Jetzt springt der Liberale dem heutigen Bundespräsidenten im Streit um dessen Kreditgeschäfte zur Seite: Er habe "überhaupt keinen Anlass", an Wulffs Aussagen zu zweifeln. Die Grünen fordern, dass der niedersächsische Landtag die Vorgänge aufklärt.
Werner Schnappauf musste vor einem halben Jahr beim BDI wegen der "Protokoll-Affäre" gehen. Jetzt kommt der frühere CSU-Umweltminister bei der Bank of America als Berater unter.
Von
Harald Freiberger
CSU-Generalsekretär Karl-Theodor zu Guttenberg wird neuer Wirtschaftsminister. CSU-Chef Seehofer hat den 37-Jährigen offiziell als Nachfolger von Michael Glos vorgeschlagen - "in Abstimmung mit Angela Merkel".
Bundeswirtschaftsminister Glos will sich angesichts des anhaltenden Konjunkturaufschwungs für niedrigere Steuern stark machen. Allzu früh sollten sich Arbeitnehmer jedoch nicht freuen.
Die Beziehungen zwischen den USA und Deutschland haben unter dem Irak-Streit stark gelitten. Doch Bundeswirtschaftsminister Clement hat während seiner USA-Reise bei allen Gesprächen mit Regierungsvertretern den dringenden Wunsch gehört, ein freundschaftliches Verhältnis zu erhalten und weiter auszubauen.