Birgit Prinz wird endgültig zur tragischen Figur dieser WM. Die Stürmerin bat Bundestrainerin Silvia Neid offenbar, auf ihren Einsatz gegen Frankreich zu verzichten - was Neid auf der Pressekonferenz nach dem Spiel ausplauderte. Übermäßiges Taktgefühl bewies die Bundestrainerin jedenfalls nicht.
Von
Carsten Eberts, Mönchengladbach
Meinung
Der Birgit geht es schlecht, die Birgit ist mental nicht fit: Silvia Neid hat den "Fall Prinz" ungeschickt, wenn nicht fahrlässig moderiert. Auch der DFB muss sich vorwerfen lassen, dass seine Krisenkommunikation versagt hat. Die Debatte zeigt die Reflexe einer aufgeregten Medienrepublik.
Ein Kommentar von
Claudio Catuogno
Unzufrieden mit der Leistung, überrascht vom Druck, überwältig von der Kritik: Mit einem bemerkenswerten Auftritt bricht Birgit Prinz ihr Schweigen. Ihren stärksten Moment bei dieser Weltmeisterschaft hat sie damit zunächst einmal abseits des Platzes.
Von
Kathrin Steinbichler
Ende einer Ära: Vier Wochen nach der enttäuschenden Frauenfußball-WM in Deutschland zieht sich Rekordspielerin Birgit Prinz zurück. Ihre Entscheidung habe nichts mit den jüngsten Rückschlägen zu tun, behauptet sie - tatsächlich wurde ihr die Spielfreude mitten im Turnier genommen.
Von
Carsten Eberts
Unglücklich, bedient und torlos: Die WM im eigenen Land sollte der schöne Abschied in der beispiellos erfolgreichen Karriere der Birgit Prinz sein. Doch ausgerechnet jetzt will sich die 33-Jährige neu erfinden - und hat es bislang nicht geschafft.
Von
Carsten Eberts, Frankfurt
Die Frauen-Nationalelf kommt nicht zur Ruhe: Nun wirft Birgit Prinz ihrer Bundestrainerin mangelnde Kommunikation vor. Silvia Neid und ihre Betreuer sollen die enorme öffentliche Erwartungshaltung, die das Team hemmte, nicht optimal moderiert haben - auch im persönlichen Umgang gab es offenbar Probleme.
Von
Kathrin Steinbichler, Frankfurt
Birgit Prinz ist Deutschlands Rekord-Nationalspielerin. Ein Gespräch über die große Konkurrenz im WM-Sturm, ihren nahenden Abschied aus der Nationalelf und ihre Zukunft in einem ganz normalen Beruf.
Interview:
Kathrin Steinbichler
Meinung
Der Rücktritt von Birgit Prinz lässt den DFB schlecht dastehen - wieder einmal. Der Verband versteht es, seine Akteure und Mannschaften zu feiern, aber wie man mit Misserfolg umgeht? Keine Ahnung. Zum Glück ist Prinz' endgültige Demontage noch zu verhindern.
Kommentar von
Kathrin Steinbichler
Während Brasiliens Mittelfeldstar Ronaldinho erstmals zum "Weltfußballer des Jahres" gekürt wurde, setzte sich die Torjägerin vom deutschen Vizemeister 1. FFC Frankfurt bei der Wahl zur Welt-Fußballerin wie schon im Vorjahr durch und erhielt damit den Lohn für ihre konstant guten Leistungen.
Sie hat so dünne Schenkel, dass sie niemals einen Ball ins Tor schießen könnte. Egal - es geht um die Ehre: Birgit Prinz, Deutschlands erfolgreichste Fußballerin, gibt es jetzt als Barbie.
Von
Corinna Nohn
Die Nationaltrainer des Weltfußball-Verbandes Fifa haben abgestimmt und bei der World Player Gala in Basel die deutsche Weltmeisterin und den französischen Starkicker ausgezeichnet.
Bei der Fußball-WM in den USA hat Birgit Prinz bislang sieben Tore geschossen. Am kommenden Sonntag trifft das deutsche Team im Finale auf Schweden - und die Stürmerin wird wieder auf Torejagd gehen.
Von
Kathrin Steinbichler
Alexandra Popp gelingt eine formschöne Bauchlandung, Birgit Prinz reagiert extrem genervt auf ihre Auswechslung, Babett Peter läuft nicht grün an. Trainerin Silvia Neid tobt und schreit und hüpft an der Seitenlinie. Die deutsche Elf beim 1:0 gegen Nigeria in der Einzelkritik.
Von
Carsten Eberts, Frankfurt
DFB-Präsident Theo Zwanziger stellt sich vehement hinter Bundestrainerin Silvia Neid: Er kritisiert Birgit Prinz, den Potsdamer Trainer Bernd Schröder und den Frankfurter Manager Siegfried Dietrich. Alle sollten sich bei Neid entschuldigen. Die erste Antwort kommt prompt.
Meinung
Deutschland ist raus, aber war Deutschland jemals richtig drin? Bei der Heim-WM fanden die DFB-Frauen nicht zu ihrer Form. Das galt insbesondere für Bundestrainerin Silvia Neid. Ihr Umgang mit Birgit Prinz und ihre Reaktion auf das Viertelfinal-Aus nach dem 0:1 gegen Japan legen den Eindruck nahe: Neid wollte ihre Elf von oben herab zum Titel coachen - was ihr fulminant misslang.
Ein Kommentar von
Carsten Eberts, Wolfsburg
Vor dem WM-Auftakt gegen Kanada: Bundestrainerin Silvia Neid über die gigantischen Erwartungen an die Heim-WM, die Tücken des ersten Spiels - und eine Aufstellung ohne Birgit Prinz.
Interview:
Kathrin Steinbichler und Claudio Catuogno
Célia Okoyino da Mbabi passt zu dieser politisch überkorrekten Frauen-WM: Sie ist französisch-kamerunischer Herkunft, studiert Kulturwissenschaften und engagiert sich beim DFB als Integrationshelferin. Beim 2:1 gegen Kanada prägt die 23-Jährige das deutsche Spiel und wird zum Problem für Birgit Prinz.
Von
Carsten Eberts, Berlin
Weil Birgit Prinz beim 4:2 gegen Frankreich 90 Minuten lang pausieren muss, bekommt Inka Grings ihre Chance - und nutzt sie eindrucksvoll. Die deutsche Mannschaft scheint endlich eine Angriffsformation gefunden zu haben, die sie bis zum WM-Titel tragen soll. Nur in der Abwehr gibt es noch Probleme
Von
Carsten Eberts, Mönchengladbach
Deutsche Basketballer um Dirk Nowitzki mit klarem Erfolg gegen die Türkei, Bayern-Stürmer Ivica Olic fällt erneut verletzt aus, lockerer 4:0-Sieg für Eintracht Frankfurt im Derby gegen den FSV, deutsche Hockey-Frauen unterliegen England, Triathleten holen WM-Medaille in Lausanne.
Sport kompakt
Ein Tor von Weltmeister Xavi reicht dem FC Barcelona gegen Granada zum Sieg, in Italien sichert sich Juventus die Tabellenführung, Manchester Citys Carlos Tevez erhält von seinem Klub eine Millionenstrafe, der Saisonstart in der NBA wird erneut verschoben. Die Formel 1 soll von 2013 an vor der Skyline New Yorks fahren. Kerstin Garefrekes als Weltfußballerin nominiert. Sport kompakt.
Bilder
Kerstin Garefrekes tauscht beim 4:2 gegen Frankreich fehlerfrei Wimpel. Nadine Angerer ist wütend, noch wütender als Babett Peter. Bianca Schmidt glänzt im Crosslauf und Fatmire Bajramaj macht Werbekunden glücklich. Die deutsche Frauen-Nationalelf in der Einzelkritik.
Von
Carsten Eberts, Mönchengladbach
Deutschlands Fußballfrauen lassen dem überforderten Afrikameister Nigeria beim 8:0 in Leverkusen keine Chance und machen Werbung für die WM im eigenen Land. Rekordspielerin Birgit Prinz erzielt ihre Länderspieltore 127 und 128.
Bilder
Machos oder Zeitgeist? Johannes Rau sucht nach kreativen Stadionnamen, Berti Vogts ist gegen "Fußball für die Dame" und Lothar Matthäus findet inzwischen "auch das Optische" gut. Historische Sprüche zum Frauenfußball.
Die Mitglieder der deutschen Autoren-Nationalmannschaft haben Loblieder auf einige deutsche Spielerinnen verfasst. An die anderen Akteurinnen hat sich sueddeutsche.de gewagt.
Von der
deutschen Autoren-Nationalmannschaft
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Drei Spiele, drei Siege, sicher im Viertelfinale - Deutschlands Fußballerinnen begeistern für den Moment. Doch wie nachhaltig ist dieser Erfolg? Die Einzelkritik der deutschen Frauen zur WM-Halbzeit.
Von
Claudio Catougno, Wolfsburg