1987 brachte sie die Geldautomaten auf die Insel, am Ende hatte sie nicht mehr genug Cash, um die eigenen Maschinen zu befüllen: Die Traditionsbank Laiki wollte mit Zypern in die Zukunft und übernahm sich. Jetzt wird sie zerschlagen, Tausende Angestellte entlassen. Um das Geld russischer Investoren buhlen nun andere europäische Steueroasen. Es gibt ja genug.
Von Jannis Brühlmehr...
Die Arbeitslosigkeit steigt, viele verlieren den Großteil ihres Vermögens, erste Selbstmordversuche werden gemeldet: Für die Zyprer wird nichts mehr so sein, wie es einmal war. Aber auch für Europa bricht ein neues Zeitalter an - denn was in Zypern geschieht, hat es bisher in keinem anderen Land gegeben.
Von Christiane Schlötzer, Nikosiamehr...
Das Hilfspaket ist geschnürt, Zypern scheint gerettet. Doch wenn die Banken in dieser Woche wieder öffnen, droht womöglich Chaos. Deshalb sollen alle Geldhäuser geschlossen bleiben. Der zyprische Präsident Anastasiadis kündigt Einschränkungen des Kapitalverkehrs an.
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Entlassungen, Lohnkürzungen, ruinierte Betriebe: Die Finanzkrise erreicht die Wirtschaft Zyperns schon wenige Tage nach der Verabschiedung des Rettungspakets. Und auch die Abgaben der Bankkunden sind noch höher als erwartet.
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Eine Bank vor der Abwicklung, Entlassungen und reichlich Chaos: Das zehn Milliarden schwere Hilfspaket hat Zypern vor der Pleite gerettet, doch nun fangen für viele die Probleme erst an. Was dem Land und den Menschen in den kommenden Wochen bevorsteht.
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Die Abstimmung hat begonnen: Das zyprische Parlament hat sich mehrheitlich für einen Solidaritätsfonds ausgesprochen und will außerdem mit einer Kapitalverkehr-Begrenzung verhindern, dass Geld von der Insel abgezogen werden kann. Die Zeit für weitere Entscheidungen drängt - am Montag könnte die EZB die Banken des Landes kollabieren lassen.
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Die Investoren in Russland haben "kein Interesse" an Zyperns Vorschlägen - die Gespräche sind vorerst gescheitert. Jetzt muss die zyprische Regierung so schnell wie möglich über einen Plan B entscheiden. Finanzminister Schäuble zeigt sich schon vor der Abstimmung skeptisch.
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Zypern steuert auf die Staatspleite zu, die Zeit drängt. Nun will Präsident Anastasiadis offenbar noch am Morgen eine neue Version des Rettungsprogramms vorlegen. Die kritisierte Zwangsabgabe auf Bankeinlagen soll anders geregelt werden. Eine wichtige Rolle könnten auch Hilfen aus Russland spielen.
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Die Staatspleite droht, jetzt will Zypern sie mit einem Fonds abwenden. Anleihen auf Kirchenbesitz und Goldverkäufe sollen Milliarden bringen, die Euro-Finanzminister reagierten zurückhaltend auf den Plan. Das Parlament verschob seine geplante Abstimmung über das Maßnahmenpaket.
Von Cerstin Gammelin, Brüssel, Christiane Schlötzer, Nikosia, und Claus Hulverscheidtmehr...
Solidaritätsfonds, Kontrolle des Kapitalverkehrs und die Abwicklung einer angeschlagenen Bank: Mit diesen Maßnahmen möchte das zyprische Parlament einen Teil des nötigen Eigenanteils für das Hilfspaket der Eurogruppe aufbringen. Doch auch die Zwangsabgabe auf Sparguthaben ist weiter im Gespräch - und könnte noch höher ausfallen, als bisher geplant.
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Erst verworfen, jetzt wird sie wohl doch kommen: Laut Medienberichten hat sich Zypern mit der Euro-Gruppe auf eine Sonderabgabe auf Bankguthaben geeinigt. Die Kunden der Bank of Cyprus sollen demnach 20 Prozent ihres dort lagernden Vermögens abtreten müssen. Die Gespräche zur Rettung des Landes sind nach Angaben der Regierung in Nikosia in einer "heiklen Phase".
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Rettung ohne Zwangsabgabe: Die zyprische Regierung hat sich mit der Euro-Gruppe über das Rettungspaket für den vom Bankrott bedrohten Staat geeinigt. Zypern will die beiden größten Banken des Landes drastisch verkleinern und so den benötigten Eigenanteil auftreiben. Ungeschoren kommen Bankguthaben über 100.000 Euro dennoch nicht davon.
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Ein zehn Milliarden Euro schweres Hilfsprogramm soll Zypern aus der Krise helfen. Dafür wird das Land seine zweitgrößte Bank sofort abwickeln. Großanleger müssen sich auf Verluste einstellen, Sparkonten mit geringeren Guthaben werden hingegen nicht angetastet. Die wichtigsten Punkte des Rettungspakets.
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Da wird eine Bank gleich ganz zerschlagen, die andere gestutzt und erstmals verlieren in der EU Sparer Geld - doch zumindest außerhalb Zyperns überwiegt Zufriedenheit. Der deutsche Finanzminister Schäuble jedenfalls lobt den gefundenen Kompromiss. Eine Sorge bleibt: Was passiert, wenn nun die Banken wieder öffnen?
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Die Hypo Real Estate heißt zwar nun Pfandbriefbank, doch so richtig geht es nicht voran. Bankchefin Better buhlt jetzt um das Geld der Kleinsparer.
Von Alexander Mühlauermehr...
Wie konnte es zu dem Buchungsfehler von 55,5 Milliarden Euro kommen? Die Bundesregierung gerät in die Kritik - und holt nun zum Gegenschlag aus. Die Verantwortlichen der HRE und der ausgelagerten Bad Bank sollen demnächst zum Rapport antreten. Schon ist von "personellen Konsequenzen" die Rede.
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Addition statt Subtraktion: Die Abwicklungsbank der verstaatlichten Hypo Real Estate, in der seit 2010 Schrottpapiere ausgelagert sind, hat massive Bilanzierungsfehler zugegeben. Über den Rechenfehler kann sich Finanzminister Schäuble freuen - die Staatsverschuldung sinkt deutlich.
Von Harald Freibergermehr...
Bis zu 6000 Stellen will die Commerzbank bis 2016 streichen. Das Beispiel zeigt, dass nicht nur im Investmentbanking, sondern auch im Privatkundensektor kräftig umstruktuiert wird. Harte Konkurrenz und vorsichtige Kunden machen deutschen Geldhäusern seit Jahren zu schaffen. Die Frage, die die Branche umtreibt: Wie lässt sich künftig mit klassischen Bankdienstleistungen Geld verdienen?
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Exklusiv
Die Finanzaufsicht Bafin geht mit Härte gegen Banken vor: Sie hat bei vier Häusern Sonderprüfungen wegen der Manipulation des Euribor-Satzes eingeleitet - darunter die Deutsche Bank und der WestLB-Nachfolger Portigon. Ein Vergleich mit den Behörden im Zinsskandal kann die Banken teuer zu stehen kommen.
Von Andrea Rexermehr...
Die neuen Vorstandschefs Jain und Fitschen hatten schon vorher vor Sonderbelastungen gewarnt, jetzt ist klar: Die Deutsche Bank hat in den Monaten Oktober bis Dezember einen Verlust von mehr als zwei Milliarden Euro gemacht. Die Neuausrichtung und Rechtsstreits belasten die Bilanz enorm.
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In der Finanzkrise hat sich die Hypo Real Estate verhoben. Der Staat musste einspringen, riskante Papiere wurden in eine Bad Bank ausgelagert. Die präsentiert nun gigantische Verluste. Dafür aufkommen dürfte irgendwann der Steuerzahler. Der Ex-Chef der HRE meldet sich zu Wort: Eine Staatspleite Griechenlands sei damals "unvorstellbar" gewesen.
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Es mag ein merkwürdiger Blick auf die griechische Schuldenkrise sein, aber es könnte tatsächlich auch Profiteure geben. Denn wenn es gelingt, ein zweites Rettungspaket aufzulegen, darf sich die Europäische Zentralbank auf einen Milliardengewinn freuen.
Von Markus Zydramehr...
Gute Geschäfte oder raus aus der Schusslinie? Lange hat Deutschland sich dagegen gesträubt, eine iranische Bank auf die schwarze Liste der EU zu setzen. Nun gibt Berlin dem internationalen Druck nach.
Von Paul-Anton Krügermehr...
Die Commerzbank unterhält längst eine Abladestelle für faule Wertpapiere. Das Institut bestreitet aber, dass diese Kreditmüllkippe bereits eine sogenannte Bad Bank darstellt.
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Die vom Bund geplante Auffanglösung für die angeschlagenen Banken stößt bei den Instituten auf Widerstand. Sie fürchten neue Abschreibungen.
Von G. Bohsem, M. Hesse und H. Eineckemehr...
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