50 Prozent mehr als ursprünglich gedacht: Auf einer Geberkonferenz sagt die internationale Gemeinschaft dem vom Bürgerkrieg zerstörten Mali drei Milliarden Euro zu. Zu den größten Unterstützern zählen die EU, die ehemalige Kolonialmacht Frankreich und auch Deutschland mit 100 Millionen Euro. Entwicklungsminister Niebel stellt aber Bedingungen.
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Wie lebt es sich in der Ungewissheit? Im Film "Standing on the Edge of the World", der nun den Hauptpreis beim Münchner Dokumentarfilmfestival gewonnen hat, gibt der Kanadier Sylvain L'Espérance afrikanischen Migranten eine Stimme. Er zeigt, was sie antreibt, wie sie scheitern und dennoch nicht aufgeben.
Von Irene Helmesmehr...
Der Kampf mit den Islamisten dominiert im Mali-Konflikt die Schlagzeilen. Doch selbst bei einer erfolgreichen französischen Militäroperation droht dem Land die Zerreißprobe: Teile der Tuareg im Norden des Landes drängen auf Autonomie.
Von Eileen Splittmehr...
Von April an werden deutsche Soldaten im Krisenland Mali bei der Ausbildung von Soldaten helfen. Heute reist Thomas de Maizière zum ersten Mal in das afrikanische Land. Schon vor Beginn der Bundeswehrmission mahnt der Verteidigungsminister zu Geduld.
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"Das ist eine gewaltige Aufgabe, die langen Atem braucht": Beim seinem Auslandsbesuch im Krisenland Mali mahnt Verteidigungsminister de Maizière zu Vorsicht - und zu Geduld. Denn es sei gut möglich, dass die europäische Ausbildungsmission länger dauert als geplant.
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Etwa 350.000 historische Werke waren bedroht - mehr als die Hälfte konnte aus der Ahmed-Baba-Bibliothek in Timbuktu gerettet werden. Das ist deutlich mehr als vorher angenommen. Islamisten hatten die Bibliothek im Januar in Brand gesetzt. Jetzt soll sie wieder aufgebaut werden.
Von Kevin Knitterscheidtmehr...
Mit großer Mehrheit hat der Bundestag zugestimmt, bis zu 330 Bundeswehrsoldaten in das afrikanische Krisenland Mali zu schicken. Sie sollen dort bei einer EU-geführten Ausbildungsmission und für logistische Unterstützung der französischen Armee eingesetzt werden.
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Bundesverteidigungsminister de Maizière geht offenbar davon aus, dass der Einsatz der Bundeswehr in Mali länger als ein Jahr dauern wird. Einem Medienbericht zufolge schließt der Minister nicht aus, dass auch deutsche Soldaten in Gefahr geraten könnten.
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Der ranghohe Islamistenführer Abu Zeid ist offenbar in Mali getötet worden. Dies bestätigt ein Mitglied von al-Qaida. Der Terrorist Mokhtar Belmokhtar sei allerdings noch am Leben.
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Neue Gefechte zwischen radikalen Islamisten und Streitkräften: Im historischen Timbuktu gibt es wieder Verletzte. Französische Soldaten - derzeit im Einsatz in dem Krisengebiet - sollen beteiligt sein.
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Im Norden feiern malische und französische Truppen Erfolge, hinter der Front herrscht zunehmend Chaos. In Gao sprengt sich ein Attentäter in die Luft, in Bamako schießen verfeindete malische Soldaten aufeinander. UN-Generalsekretär Moon warnt vor einem Guerillakrieg.
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Meinung
Gemeinsam gegen die Islamisten in Mali: Unter dem Jubel der Bevölkerung dringen Truppen aus Frankreich und dem Tschad in den Norden des Landes vor und bekämpfen die Gotteskrieger. Doch damit ist die Krise nicht gelöst: Ein beträchtlicher Teil der Herausforderungen liegt in der Hauptstadt Bamako.
Ein Kommentar von Tobias Zickmehr...
Politisches Chaos in Mali und kein Ende: Das Militär nimmt Regierungschef Diarra fest, kurz darauf tritt er zurück. Die Entmachtung zeigt, dass die Putschisten immer noch die Fäden in der Hand halten.
Eine Kurzanalyse von Caroline Ischingermehr...
"Niemand leugnet die Komplexität der Aufgabe, vor der die internationale Gemeinschaft steht": Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat einem Militäreinsatz in Mali zugestimmt. Damit sollen die Islamisten im Norden vertrieben werden.
Von Tobias Zickmehr...
Die Auseinandersetzungen in Mali vertreiben Hunderttausende Menschen aus ihrer Heimat. Während das französische Militär Erfolge beim Kampf gegen die Aufständischen meldet, wächst in Frankreich die Angst vor Terroranschlägen. Tuareg-Rebellen haben den Franzosen jetzt ihre Unterstützung angeboten.
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Gaddafi weg, Problem gelöst? Wenn der Westen meint, er habe ein Sicherheitsloch geflickt, reißt er anderswo eines auf. Nach Libyen ist jetzt Mali dran. Die Ex-Kolonialmacht Frankreich korrigiert dort ihre Fehler der Vergangenheit - und kämpft dafür, dass zusammenbleibt, was nicht zusammengehört.
Von Sebastian Schoeppmehr...
Der Vormarsch geht weiter: Französische und tschadische Soldaten erreichen die strategisch wichtige nordostmalische Stadt Tessalit. Die Islamisten könnten nun ihre Strategie ändern und sich auf eine Guerilla-Strategie verlegen. Zum ersten Selbstmordanschlag in der Geschichte Malis bekennen sich westafrikanische Dschihadisten.
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Inspirationshungrige Musiker gehen nicht mehr nach Indien oder Jamaika, sie pilgern nach Mali - in ein Land, dem die islamistische Revolution droht. Dass sich die Hauptstadt Bamako im Kriegszustand befindet, fällt dabei kaum jemandem auf. Ein Besuch in einem bedrohten Biotop, in dem es vor Toleranz nur so wimmelt.
Von Jonathan Fischermehr...
Erfolg für die Armee Malis: Die strategisch wichtige Stadt Konna befindet sich nach Kämpfen mit den Islamisten offenbar wieder in der Hand der Regierung. Unterstützung aus Deutschland ist auf dem Weg in das westafrikanische Kriegsgebiet.
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Eine neue islamistische Gruppierung will Frieden in Mali: Die Islamische Bewegung von Azawad hat sich von der den Norden kontrollierenden Gruppe Ansar Dine abgespalten. Während diese Verbindungen zu al-Qaida hat, spricht sich die neue Bewegung gegen den Terrorismus aus.
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