Mit Sorge blickt der Paritätische Wohlfahrtsverband auf das Ruhrgebiet. In seinem Armutsbericht nennt er das Revier "die Problemzone Nummer eins" und schließt soziale Unruhen nicht aus: "Wenn dieser Kessel mit fünf Millionen Menschen einmal zu kochen anfängt, dürfte es schwer fallen, ihn wieder abzukühlen."
Von
Thomas Öchsnermehr...
Landtagsdebatte um die soziale Lage im Freistaat: SPD und Grüne haben der CSU-Regierung eine bewusste Verzögerung bei der Vorlage des Armutsberichts vorgeworfen.
Von
Katja Auer und Dietrich Mittlermehr...
Der deutschen Wirtschaft geht es gut - immer mehr Bürgern hingegen schlecht: Etwa zwölf Millionen Deutsche sind von Armut bedroht, wie aus einem Bericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes hervorgeht. Besonders gefährdet ist der Ruhrpott: "Wenn dieser Kessel mit fünf Millionen Menschen einmal zu kochen anfängt, dürfte es schwerfallen, ihn wieder abzukühlen."
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Bilder
Die Armut in Amerika erfasst zunehmend auch die Mittelschicht: Fast jeder sechste US-Bürger muss mit umgerechnet weniger als 8157 Euro im Jahr auskommen. Besonders hart trifft es Kinder und ethnische Minderheiten.
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Viele Millionen Menschen müssen am Rand dieser Gesellschaft leben. Doch sie verhungern nicht, sie sitzen auch nicht bettelnd in der Fußgängerzone. So werden ihre Klagen oft als Jammern abgetan. Der neue Armutsbericht ist auch ein Dokument zum Zustand unserer Demokratie.
Ein Kommentar von
Heribert Prantlmehr...
Das CSU-geführte Wirtschaftsministerium wirft dem Arbeitsministerium von SPD-Mann Scholz vor, im Armutsbericht eine zu düstere Lage Deutschlands zu zeichnen.
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Der neue Armutsbericht der Bundesregierung, der an diesem Montag offiziell vorgestellt wird, legt offen: Jeder achte Deutsche ist von Armut bedroht - die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Nicht nur SPD-Politiker fordern deshalb nun klare Konsequenzen.
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Steuersenkungen, Mindestlöhne oder gestaffelte Sozialbeiträge? Der Entwurf des jüngsten Armutsberichts sorgt bei deutschen Politikern für eine Flut von Vorschlägen - und gegenseitige Schuldzuweisungen.
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Der Armutsbericht ist im Kern wieder eine Diagnose zum Mittelstand. Und alarmiert wird in Deutschland immer, wenn die Mittelschicht bedroht ist. Hundert Jahre Stimmenwerbung.
Von
Gustav Seibtmehr...
Soziologe Heinz Bude über wachsende Armutsgefahr, die Zukunftsängste der Mittelschicht und warum unsere Gesellschaft durch Bildungschancen mehr gespalten wird als durch Einkommen.
Interview:
Bernd Oswaldmehr...
Immer mehr für die Reichen, immer weniger für die Armen: Die Schere zwischen den Extremen driftet in Deutschland weiter auseinander. Jeder vierte Bürger ist von Armut betroffen oder muss durch staatliche Leistungen davor bewahrt werden.
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Meinung
Einst war das Ruhrgebiet Deutschlands industrielles Zentrum, inzwischen sind Armut und Resignation an jeder Straßenecke zu sehen. Tief im Westen waren Politiker und Bürger lange zu stolz, um einzuräumen, dass es ohne fremde Hilfe nicht geht. Erst jetzt bringt die Landesregierung ein Notpaket für die Kommunen auf den Weg. Es ist der lang überfällige Anfang eines Aufschwung West.
Ein Kommentar von
Bernd Dörriesmehr...
Dank staatlicher Unterstützung können Bedürftige in Kalifornien sogar mal im Restaurant essen gehen. Leider bewerben sich oft nur Schnellrestaurants um die Zulassung - und schaffen damit ein neues Problem.
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Cornelius Pollmermehr...
Sie sind arm und sie sind viele. 6,7 Prozent der Amerikaner leben unter der Armutsgrenze, von weniger als 4000 Euro im Jahr. Ein Rekord: Die Zahl der Armen hat den höchsten Wert seit Beginn der Erhebungen vor 35 Jahren erreicht.
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Zum Geburtstag von Mark Twain: Der US-Autor wurde mit den Abenteuern von Tom Sawyer und Huckleberry Finn weltbekannt, weil die Kinder in seinen Büchern frech, wild und ganz und gar nicht artig waren. Im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" landete er damals auf dem Index. Doch bis heute zeugt sein Werk von scharfzüngiger Kritik den herrschenden Verhältnissen gegenüber.
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Niemand muss in Deutschland verhungern und doch ist Armut allgegenwärtig. Warum der Glaube an die soziale Marktwirtschaft erodiert und die Angst, selbst in Armut abzurutschen, um sich greift.
Von
Bernd Oswaldmehr...
Für Migranten in Deutschland ist das Armutsrisiko besonders hoch: Einer Studie des Statistischen Bundesamts zufolge sind Zuwanderer doppelt so häufig armutsgefährdet wie die übrige Bevölkerung. Eklatante Unterschiede gibt es auch bei den Bildungsabschlüssen.
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In München gelten deutlich weniger Menschen als arm als im Bundesschnitt. Doch die Statistik täuscht. Die Armutsgefahr ist in München nur scheinbar geringer als anderswo.
Von
Katja Riedelmehr...
In Deutschland sind weniger Menschen von Armut und Abstieg bedroht als im EU-Durchschnitt - die Angst der Menschen wächst trotzdem.
Von
Nina Bovensiepenmehr...
Fast Food und Tiefkühlpizza - das ist die Standardernährung von armen Kindern. Dass es auch anders geht, lernen die Jugendlichen bei einem Kochkurs im Hasenbergl.
Von
Beate Wildmehr...
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen bringt einen eigenen Kinderarmutsbericht heraus. Im SZ-Gespräch spricht sie über ein gestaffeltes Kindergeld, den Armutsbericht und die Probleme von Einwanderern auf dem Arbeitsmarkt.
Interview:
Felix Berthmehr...
Der Armutsbericht des Sozialministeriums enthüllt eine Entwicklung, die so gar nicht zum Selbstverständnis der rot-grünen Regierung passt.
Von
Von Andreas Hoffmannmehr...
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