Neun Fakten über das SupergemüseWas Grünkohl mit Pinkel zu tun hat

In Norddeutschland isst man "Kohl mit Pinkel" und spielt dazu Teebeutel-Weitwurf, in New York ist das Gemüse ein Szenesnack. Auch Michelle Obama liebt Grünkohl. Einigen deutschen Politikern scheint er allerdings weniger gut zu bekommen.

1. Was Grünkohl mit Pinkel zu tun hat

Nicht nur Glühwein, auch Grünkohl hat derzeit Hochsaison. Das Gemüse ist allerdings ganz klar eine nordwestdeutsche Angelegenheit. Vor allem in der Gegend um Bremen und Oldenburg isst man im Winter gerne "Kohl und Pinkel", wobei die Pinkelwurst nichts mit "pinkeln" im Sinne von urinieren zu tun hat. "Pinkel" bedeutet ursprünglich wohl "zusammengedrängte Masse" oder "kurzer, dicker Gegenstand" und wenn man die Pinkelwurst so ansieht, kommt das ziemlich gut hin. Es ist eine geräucherte Grützwurst, die vor allem aus Speck, Schinken, Schweineschmalz und Hafergrütze besteht.

Bild: Naturdarm/gms/picture-alliance 27. November 2014, 12:422014-11-27 12:42:26 © Süddeutsche.de/dpa/afis/olkl/jana/rus