Stiftung Warentest Thermomix schafft es nur auf Platz vier

Das Original von Vorwerk schafft bei der Stiftung Warentest nur Platz vier.

(Foto: dpa)

Gelingt das Gulasch und wie viel Lärm macht das Gerät? Stiftung Warentest hat Küchenmaschinen getestet - mit überraschendem Ergebnis.

Alle Jünger der 1110 Euro teuren Küchenmaschine, ach was, des 1110 Euro teuren Küchen-Ersatzes, müssen jetzt stark sein: Der Thermomix von Vorwerk hat es bei den Prüfern der Stiftung Warentest nur auf Platz vier geschafft - und das mit einigem Abstand auf die Testsieger.

So fiel das Ergebnis aus

  • Es gibt drei Testsieger, die alle die Bewertung 2,4 erreichten:
  • Am günstigsten ist mit 775 Euro die Krups-Maschine Prep & Cook für Einzelportionen, die warme und kalte Speisen am besten zubereitet.
  • Der Cooking Chef KM069 von Kenwood ist mit 1120 Euro noch etwas teurer ist als der Thermomix, erzielt dafür aber sowohl bei kalten als auch bei warmen Gerichten bessere Ergebnisse.
  • Preislich in der Mitte liegt der Artisan Cook Processor von Kitchen Aid für 970 Euro.
  • Mit 0,5 Punkten Abstand landet der Thermomix von Vorwerk auf dem vierten Platz.
  • Es folgen der Jupiter Thermomaster, ein GourmetMaxx, ein Russell Hobbs Soup & Blend und ein Gastroback-Gerät, welches als mangelhaft bewertet wurde.

Was die Maschinen zubereiten sollten

Alle Maschinen haben im Test dasselbe Programm absolviert. So wurden eine Spargelcremesuppe und die - etwas aufwendigere - italienische Gemüsesuppe Minestrone zubereitet. Für den Hauptgang garten die Küchenmaschinen gleichzeitig Brokkoli und frischen Lachs und kochten ein Gulasch. Als Dessert gab es Schokopudding.

Die Geräte mussten sich auch im Verarbeiten kalter Speisen beweisen. Mixen, pürieren, Teig kneten - das waren dabei die Aufgaben. Außerdem stand das Zerkleinern von Fleisch, Mandeln, Kräutern und Zwiebeln auf dem Testprogramm.

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So haben die Prüfer getestet und bewertet

In die Gesamtnote floss das Kochen und das Zubereiten kalter Speisen zu jeweils 20 Prozent ein.

Großen Wert haben die Tester auf eine einfache Handhabung gelegt. Sie macht 35 Prozent der Bewertung aus. Ist die Betriebsanleitung leicht verständlich? Ist das Display gut ablesbar? Lassen sich die mitgelieferten Rezepte gut umsetzen? Wie lange dauert die Zubereitung? Und gibt es sinnvolle Zusatzfunktionen?

Die weiteren Kriterien waren die Belastbarkeit und die Umwelteigenschaften (also Lautstärke und Stromverbrauch) mit jeweils zehn Prozent. Schließlich wurden die Standfestigkeit und Sicherheit mit fünf Prozent Anteil am Gesamtergebnis bewertet.

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Hinweis: In einer ersten Version des Artikels hieß es, Kenwood habe es auf den ersten, Kitchen Aid auf den zweiten und Krups auf den dritten Platz geschafft. Dies suggeriert die Warentest-Tabelle. Tatsächlich erreichten alle das gleiche Ergebnis.