Lebkuchen-Pancakes Spekulatius zum Frühstück

Für alle die, die Plätzchen nicht als vollwertiges Frühstück ansehen, könnte das die passende Alternative sein: Spekulatius-Pancakes mit Cranberry-Apfel-Kompott.

(Foto: Maria Holzmüller)

Sie können nicht genug von Plätzchen bekommen? Wie wäre es, wenn schon der Morgen nach Weihnachten schmeckt? In dieser Folge von "Lecker auf Rezept" backt unsere Autorin Lebkuchen-Pancakes mit passend rotem Cranberry-Apfel-Kompott.

Von Maria Holzmüller

Nie schmecken mir Plätzchen so gut wie zu Beginn der Adventszeit. Nach fast einem ganzen Jahr Enthaltsamkeit sind das erste Vanillekipferl und der erste Spekulatius frisch aus dem Ofen immer wieder eine kleine Offenbarung. Und während ich spätestens nach den Feiertagen all der süßen Köstlichkeiten überdrüssig bin, kann es in den ersten Dezemberwochen gerne etwas mehr sein.

Mitunter lockt das erste Plätzchen schon kurz nach dem Aufstehen. Für alle, die Kekse nicht als vollwertiges Frühstück ansehen, kommt hier die passende Alternative: Spekulatius-Pancakes mit Cranberry-Apfel-Kompott. Damit schmeckt schon das Frühstück nach Weihnachten.

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Die Pancakes werden nach amerikanischem Vorbild klassisch mit Buttermilch und Backpulver zubereitet, das weihnachtliche Aroma bekommen sie durch einen Teelöffel Spekulatius-Gewürz, in dem traditionell Zimt, Nelken, Kardamom, Muskatnuss, Orangenschale, Koriander und Anis enthalten sind. Im Gewürzhandel oder in der Apotheke gibt es fertige Mischungen zu kaufen.

Das Cranberry-Apfel-Kompott ist ein säuerlich-herber Gegenpol zu den süßen Pancakes und liefert zudem eine Portion Vitamine, die an einem Wintermorgen nie schaden kann. Cranberries sind reich an den Vitaminen C und A und enthalten Kalium und Ballaststoffe. In der Naturheilkunde werden sie als Prophylaxe gegen Harnwegsentzündungen eingesetzt.

Cranberries sind der große Bruder der bei uns populären Preiselbeeren. Sie gehören beide zur Familie der Moosbeeren, schmecken sehr sauer und bitter und sind roh nicht zu genießen. Gekocht entfalten sie mit ein bisschen Zucker jedoch ihr unverkennbar herb-fruchtiges Aroma, das auch manche Bratensoße verfeinern kann. Cranberries sind deutlich größer und robuster als Preiselbeeren. Da sie roh viel Luft enthalten und leichter als Wasser sind, werden zur Erntezeit die Felder in Nordamerika geflutet und die Beeren mit einer Strudeltechnik von den Pflanzen gelöst. Am Ende schwimmen sie an der Wasseroberfläche und können so maschinell geerntet werden. Die Bilder der tiefroten gefluteten Felder faszinieren mich immer wieder. Nebenbei passt das leuchtende Rot natürlich gut zur Weihnachtszeit.

Zutaten (für 4 Personen):

  • 250 ml Buttermilch
  • 2 Eier
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 110 g Butter, geschmolzen
  • 4 Tl Backpulver
  • 120 g Mehl
  • 4 Tl brauner Zucker
  • 1 Tl Salz
  • 1 ½ Tl Spekulatiusgewürz

Für das Kompott:

  • 500 g frische Cranberries
  • 2 Äpfel
  • 4 EL brauner Zucker
  • Schale von einer Bio-Orange
  • Saft von einer Orange
  • 100 ml Wasser

Zubereitung:

Für das Kompott die Cranberries waschen, die Äpfel schälen, entkernen und in circa 2 cm große Stücke schneiden. Zusammen mit den restlichen Zutaten in einen Topf geben. Zirka 10 Minuten köcheln lassen, bis die Beeren aufgeplatzt sind und das Kompott eingedickt ist. Je nach Geschmack noch mehr Zucker zugeben. Das Kompott lässt sich gut am Tag vorher zubereiten und kalt zu den Pancakes servieren, warm aus dem Topf schmeckt es aber auch. Bleibt etwas übrig, verfeinert so ein Kompott das nächste Müsli oder begleitet eine Leberpastete.

Für die Pancakes die Buttermilch mit den Eiern, dem Öl und der Butter mit dem Handrührgerät verrühren. Die trockenen Zutaten ebenfalls vermengen und zu den flüssigen geben. In einer Pfanne etwas Butter erhitzen und bei mittlerer Hitze kleine Pancakes aus dem Teig braten. Nun kann das Adventsfrühstück beginnen!

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