Ladies & Gentleman Wintermützen: Blockflötengesicht trifft Kissen to go

Kratzt wie blöd, dient aber zur Not als Ersatzkissen: Die Winter-Wollmütze.

(Foto: Florian Peljak)

Zum Glück ist der Winter bisher ausgefallen. Denn ein gravierender Nachteil dieser Jahreszeit ist der Hang zu Mützen, die auch das schönste Gesicht ruinieren.

Von Julia Werner und Max Scharnigg

Mützen bei Frauen: Kopfbedeckungen aus Jux und Dollerei

Ein Nachteil des Winters ist der allgemeine Hang zur Mütze. Er ist verständlich, weil Gefrierbrand an keinem Körperteil mehr schmerzen kann als an der zarten, durchscheinenden Ohrmuschel.

Schön ist dieser Hang allerdings nicht, vor allem nicht in einer Saison, in der wippende Pelzbommel auf den aktuellen Mützenmodellen das Straßenbild zur infantilen Farce machen (um nicht weiter auf die vielen Marderhunde einzugehen, die dafür in China sterben!). Wird die Mütze zweckmäßig getragen, also über die Ohren gestülpt und tief in der Stirn, kratzt sie nicht nur wie blöd, sondern macht auch die hübscheste Visage zum Blockflötengesicht.

Aber der Winter ist bisher ausgefallen, was natürlich besorgniserregend ist. An dieser Stelle soll es aber erlaubt sein, sich wenigstens über die modischen Vorteile der Klimaerwärmung zu freuen: die Freiheit, unsere Kopfbedeckung aus Jux und Dollerei zu wählen!

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Dieses Modell von Miu Miu ist besonders zu empfehlen: Es vereint die schrullige Exzentrik von Sherlock Holmes (stilistisch gesehen immer eine gute Idee) mit den schützenden Eigenschaften einer Reitkappe. Anleihen vom Reithelm sind sowieso das neue Ding in Sachen lustiger Hut und die lang ersehnte Ablöse von Hasen- und Katzenohren, einer zutiefst britischen Idee, die sich viral auf der ganzen Welt verbreitet hatte. Es kommt zwar nicht oft vor, dass beispielsweise ein Klavier von oben kommt. Aber das Risiko, dass einem die Decke auf den Kopf fällt, ist in diesen Tagen weitaus höher, als dass einen eine Schneeflocke trifft. (Julia Werner)