Kochnische zu Lachs-Rucola-Flammkuchen Frisch vom Stein

Schnell zubereitet: Flammkuchen mit Lachs und Rucola.

(Foto: Christina Metallinos für SZ.de)

Flammkuchen spezial: Ein Belag aus Lachs und Rucola erlaubt es dem Gastgeber, im Handumdrehen wieder mit am Tisch zu sitzen. Mit dem richtigen Equipment schmeckt der Fladen wie aus dem Steinofen.

Von Christina Metallinos

"Hast du vielleicht etwas zu essen da?" Eine harmlose Frage, die dazu imstande ist, Gastgeber in Panik zu versetzen. Natürlich hätte man etwas Essbares im Haus, sogar einen ganzen Kühlschrank voll - allerdings nur Zutaten. Denn weil man die Freunde zum Weinabend eingeladen hat, dachte man bis eben: Salzstangen und Chips müssten reichen.

Nicht ein Abendessen sollte im Mittelpunkt des Abends stehen. Sondern die Anekdoten vom letzten Ausflug in die Pfalz - und natürlich die Weine, die man von dort mitgebracht hat. Vielleicht isst man deshalb auf Weinfesten in Baden und im Elsass so gerne Flammkuchen. Die hauchdünnen Fladen stehlen dem Wein nicht die Show, machen satt und verbinden die Runde, die sich gemeinschaftlich über den Flammkuchen in der Mitte des Tisches hermacht.

Damit der Gastgeber nicht zu lange in der Küche verschwindet, empfiehlt sich eine möglichst unkomplizierte Variante. Die Zubereitung dieses Flammkuchens reduziert die Abwesenheit vom Tisch auf das Nötigste. Bevor die Gäste kommen, werden die Teiglinge vorbereitet und ausgerollt. Backzeit wird auch gespart, weil Lachs und Rucola frisch auf die gebackenen Fladen kommen.

Backen auf Stein

Seit ich meine Flammkuchen und Pizzen auf einem speziellen Brotbackstein zubereite, werden sie noch besser. Solche Steine - auch Pizza- oder Grillstein genannt - gibt es bereits für 15 Euro. Das feuerfeste Material speichert die Hitze des vorgeheizten Ofens, gibt sie gleichmäßig an den Flammkuchen ab und nimmt Feuchtigkeit aus dem Teig auf. So kann der Flammkuchen kross aufbacken, liegt kürzer im Ofen - und die belegte Oberfläche bleibt saftig.

Weil sein herzhafter Geschmack zum Lachs besonders gut passt, besteht der Teig in dieser Variante zur Hälfte aus Roggenmehl. Wer sich lieber an das klassische Rezept halten möchte, verwendet nur Weizenmehl - und belegt die Teiglinge mit hauchdünn geschnittenen Zwiebelringen und Speck.

Für zwei Flammkuchen (als Appetizer ausreichend für sechs Personen)

120 g Weizenmehl Type 550

120 g Roggenmehl Type 1150

100 ml lauwarmes Wasser

½ TL Salz

1 EL Öl

250 g Crème fraîche

1 Bio-Orange

200 g Räucherlachs in Scheiben

50 g Rucola

Außerdem: Brotbackstein, Backpapier

Und so funktioniert's:

Ofen auf 250°C vorheizen und den Brotbackstein auf der untersten Schiene einlegen.

Mehlsorten und Salz mischen, Wasser und Öl hinzugeben und dabei mit einer Gabel unterrühren. Danach mit bemehlten Händen den Teig fünf Minuten lang kneten, bis er sich von selbst von den Händen löst. Ist er noch zu klebrig, etwas Mehl zugeben. In Frischhaltefolie gewickelt 30 Minuten ruhen lassen.

Orange heiß waschen und etwa ein Achtel der Schale fein abreiben. Saft auspressen und auffangen. Crème fraîche cremig rühren, mit Salz, Pfeffer und Orangenschale abschmecken. Rucola waschen und trockenschleudern.

Teig halbieren und eine Hälfte zwischen zwei Lagen Backpapier dünn ausrollen. Die obere Lage abziehen. Die Hälfte der Crème fraîche auf dem Boden verteilen und einen etwa ein Zentimeter breiten Rand freilassen.

Nach mindestens 30, besser 60 Minuten Vorheizzeit den Flammkuchen samt Backpapier auf den Backstein legen. Fünf Minuten backen, währenddessen den Rest des Teigs ausrollen und mit Crème fraîche bestreichen. Beiseite legen.

Mit einem hitzebeständigen Pfannenwender zwischen Flammkuchen und Backpapier fahren und vorsichtig voneinander lösen. Dies sollte leicht gehen - klebt der Teig noch zu sehr am Papier, zwei weitere Minuten backen. Backpapier unter dem Flammkuchen herausziehen und noch einmal etwa drei Minuten weiterbacken. Der Teig sollte kross sein, die Crème noch nicht trocken und der Rand leicht gebräunt.

Flammkuchen aus dem Ofen holen, Räucherlachs und Rucola darauf verteilen. Sofort servieren - und sich auf den zweiten Flammkuchen freuen, den man in den Ofen schiebt.