Der 1. FC Kaiserslautern hat den Sprung auf die Aufstiegsränge knapp verpasst. Das Team von Trainer Wolfgang Wolf gewann zwar gegen 1860 München mit 2:1 (1:1). Die Lauterer haben als Vierter jedoch die um einen Treffer schlechtere Tordifferenz gegenüber dem MSV Duisburg auf Platz drei.
1860 dümpelt als Neunter weiter im Mittelfeld der Zweitliga-Tabelle. Die Münchner Führung durch Berkant Göktan (15.) glich Thomas Ziemer (16.) mit seinem zweiten Saisontreffer aus. Die Stuttgarter Leihgabe Silvio Meißner (75.) sorgte für die Entscheidung.
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Vor 28.752 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion lieferten sich beide Teams zunächst einen offenen Schlagabtausch. Ausgerechnet der von Wolf ausgemusterte ehemalige Lauterer Göktan lupfte den Ball nach einem Konter sehenswert zur Gästeführung über Torhüter Jürgen Macho. Nach einem Freistoß von Spielmacher Tamas Hajnal köpfte Ziemer jedoch postwendend den Ausgleich.
Wenig später hatte der frühere U21-Nationalspieler Nicky Adler (21.) die erneute Führung für die Löwen auf dem Fuß, doch sein Schuss blieb in der Lauterer Abwehr hängen. Die Roten Teufel kamen vor allem durch Standardsituationen gefährlich vor das Tor von dem nicht immer sicher wirkenden 1860-Keeper Michael Hofmann.
In der zweiten Hälfte setzten wiederum die Gäste das erste Ausrufezeichen. Erneut scheiterte Adler (52.) mit einem strammen Schuss an Macho. Anschließend verflachte die Partie zunehmend, weil vor allem den Gastgebern die spielerischen Mittel fehlten. Die Fans quittierten die ungestümen Bemühungen ihres Teams auf dem Betzenberg zeitweise schon mit einem gellenden Pfeifkonzert.
Bei den Lauterern verdienten sich Torschütze Meißner und Hajnal Bestnoten. Mittelfeldmann Danny Schwarz und Nemanja Vucicevic boten bei den munter aufspielenden Gästen eine starke Leistung.
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(sid)
Erster Arbeitstag als Chef der Deutschen Bank
Gut beobachtet, gut geschrieben Ihr Beitrag.
Leider geht's mir genau wie Ihnen - auch ich habe dem Verein lange die Treue gehalten, aber mittlerweile langweilt es mich, immer wieder die selben Typen als "selbstlose Funktionäre", "aufstrebende Jung-Talente" oder "Erfolgstrainer" präsentiert zu bekommen, die dann nach mehr oder minder kurzer Zeit das Weite suchen.
Der wievielte Trainer seit dem Abstieg aus der 1. BuLi wurde mit Marco Kurz jetzt verpflichtet? Ich mag schon gar nicht mehr nachzählen... Gut, der Lorant hätte wahrscheinlich auch nach spätestens fünf Jahren weggehört. Aber, und das ist unumstösslich, mit ihm hat 60 den Aufstieg in die 1. BuLi geschafft und danach ununterbrochen in der ersten Liga gespielt. ("Erstklassig gespielt" haben sie auch unter seiner Ägide nur äusserst selten...)
Was sich momentan auf und neben dem Platz abspielt, das ist der Rückfall in die schlimmsten Bayernligazeiten unter Präsidenten Müller, Heckl oder PräsidentIN Knecht. Trainer hießen damals Halama, Popescu, Klimaschefski oder Wettberg. Der Wettberg möchte jetzt auch als "Entscheider" mitmischen und lässt sich als Präsidentschafts-Kandidat aufstellen. Wobei ich persönlich nichts gegen Herrn W. habe. Nur als Präsident kann ich ihn mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Dann die ganzen "Talente", die bei 60 nach zwei oder drei ansehnlichen Spielen mit fürstlichen Gehältern ausgestattet werden und anschließend in der Versenkung verschwinden. M. Lehmann war das Paradebeispiel dieser Gattung. Kaum mit einem Jahresgehalt von 1 Mio. Euro (als Zweitligaspieler!) gesegnet, war's vorbei mit seinen sehenswerten Auftritten. Immerhin hat er es als ehem. Kapitän geschafft, die Mannschaft vor dem Abstieg in die Drittklassigkeit zu bewahren. Für eine Mio. kann man das auch erwarten...
Die Saison ist noch 9 Spiele lang, aber bereits jetzt weiß man, dass der Schoko-Schachner gehen darf/muss. Den Kurz bereits jetzt als Chefcoach einzusetzen traut sich offenbar keiner... Wieso eigentlich? Soll der Schachner so weiterwursteln bis zum Schluss? Wieso keinen radikalen Schnitt und bereits jetzt den Neuanfang für die nächste Saison? Es wird wieder wertvolle Zeit vergeudet.
Die "Talente", die den Verein verlassen wollen, brauchst sowieso nicht. Ein Nicky Adler war vor dieser Saison ein durchschnittl. Regionalliga-Stürmer. Fraglich, ob er sich in Nürnberg durchsetzen kann. Vucicevic wird auch was auf die Vereinstreue geben und sich nach einer neuen "Herausforderung" umsehen, wenn ein Erstliga-Angebot lockt. Das der Verein für ihn da war, als er während seiner "Doping-Affäre" zum Zuschauen verurteilt war, ist dann längst vergessen. Andere werden folgen.
Zum Schluss kommt in zwei Jahren sowieso die große Rechnung des rot-weißen "Stadionpartners" und die für 60 kaum zu erwirtschaftende Summe von 18 Mio. Euro muss auf den Tisch geblättert werden. Spätestens dann winkt der Todesstoss, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass der Verein bis dahin wieder in der finanziell lukrativeren 1. Liga spielen wird.
Aber vielleicht überrascht uns der neue Präsident (Wettberg?) mit der Präsentation eines potenten Sponsors, der wenigstens für die Schuldentilgung gerade stehen kann?
Warten wir's ab und lassen wir uns überraschen...
...mögen ja ganz gut gespielt haben gestern, aber es reicht halt nicht. Es reicht schon gleich überhaupt nicht für die erste Liga und in der zweiten Liga kämpft man realistischerweise gegen Aufsteiger aus der Regionalliga (siehe FC Augsburg), um wenigstens einen Platz im Mittelfeld zu behaupten. Wer nimmt diesen Verein eigentlich noch ernst? Ein Skandal jagt den anderen, die Inkompetenz vieler Verantwortlicher in diesem Verein schreit zum Himmel und diejenigen, die wirklich etwas drauf haben, werfen immer wieder das Handtuch, seien es nun Spieler oder Funktionäre. Mittlerweile finde ich das nicht einmal mehr bedauernswert. Wenn es den verantwortlichen Gremien einfach nicht gelingt, Ruhe in den Verein zu bringen und endlich einmal dafür zu sorgen, dass der TSV 1860 keine Plattform für selbstdarstellerische Egomanen aus der Münchner Polit-, Wirtschafts- oder Gesellschaftsprovinz ist, wird das auch nichts mehr. Die Protagonisten der Löwen (und hier nehme ich Stefan Reuter ausdrücklich aus) geben immer wieder ein peinliches, lächerliches und intrigantes Bild in der öffentlichkeit ab. Muss man sich denn unbedingt mit Gewalt so dämlich, unprofessionell und bemüht proletarisch in der öffentlichkeit geben, um sich gegen den FC Bayern zu positionieren? Meine Sympathie für diesen Verein geht allmählich gegen Null. Nicht weil der Verein im Schatten des großen Nachbarn einfach nicht hochkommt, das würde ihn ja wiederum symphatisch machen, nein, ein Verein mit dieser Tradition, diesem Umfeld und dieser Infrastruktur muss sich ganz einfach anders präsentieren, in der öffentlichkeit, in der Wirtschaft und auf dem Spielfeld. Die Zeiten, da man den TSV 1860 als Durchlauferhitzer, Sprungbrett oder Sammelbecken für ehrgeizige Newcomer, ambitionierte Seiteneinsteiger und abgehalfterte Spieler oder Trainer mißbrauchen konnte, müssen endlich vorbei sein, sonst wird das nie mehr was mit den Löwen.
Ja mei, die Löwen halt.