Zweite Liga Tore zur Beruhigung

Brachte die Fürther gegen Kaiserslautern auf die Siegerstraße: Stürmer Julian Green.

(Foto: Daniel Karmann/dpa)

Greuther Fürth gewinnt gegen Kaiserslautern das dritte Spiel in Serie - und entfernt sich langsam aus dem Abstiegskampf. Nicht unschuldig daran: Stürmer Julian Green.

Er war sich seiner Stärken im Winter sehr sicher. "Das Wichtigste ist immer, an sich selbst zu glauben. Ich würde sagen, dass ich da sehr stark drin bin", sagte Julian Green. "Zweifeln, so wirklich, an mir, tu ich nie." Auf die Frage ob er, der einst als großes Talent beim FC Bayern geadelt worden war und für die Nationalmannschaft der USA bei der WM 2014 stürmte und traf, sich nun als Stürmer von Greuther Fürth eine Karriere als Zweitligaprofi vorstellen könne, antwortete er: "Das wäre gar nicht okay". Und er sagte, dass er in der Rückrunde zeigen werde, warum. In der Hinrunde hatte er für Fürth nur ein Tor geschossen.

Das Problem in den ersten Wochen nach der Winterpause war, dass Fürth in drei Spielen nicht ein einziges Tor schoss und sich im Zweitliga-Abstiegskampf bedrohlich in Richtung dritte Liga bewegte. Green war daran nicht unbedingt unschuldig. Danach allerdings verlor Fürth bislang gar nicht mehr. Das 2:1 gegen Kaiserslautern am Samstag war der dritte Sieg in Serie. Auch daran ist Green nicht ganz unschuldig.

Beim 2:1 gegen Braunschweig Ende Februar bereitete er, der in Fürth Stammkraft als offensiver Mittelfeldspieler ist, erstmals in dieser Saison ein Tor vor, das 1:0 von Khaled Narey. Und gegen Kaiserslautern traf er mal wieder selbst. Diesmal verlängerte er in der 17. Minute eine Flanke von Narey zum Führungstreffer ins Tor. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Osayamen Osawe (45.) traf Mario Maloca (73.) zum 2:1. Die Fürther, die am vergangenen Wochenende in einem emotionalen Frankenderby den 1. FC Nürnberg geschlagen hatten, deuten gerade an, dass sie wohl doch zu gut für die dritte Liga sind.

Mit dem FCK distanzierten sie einen direkten Konkurrenten, der Tabellenletzte hat nun fünf Punkte Rückstand auf Erzgebirge Aue auf dem den Relegationsrang. Der Tabellen-Vorletzte Darmstadt 98 verpasste es beim 1:1 gegen Ingolstadt, den Anschluss herzustellen, der 15. Bochum spielte 1:1 gegen Kiel. Und Fürth auf Rang 14 hat vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegsregion. Was das für die Zukunft von Julian Green bedeutet, ist allerdings weiterhin unklar. Er ist an Fürth nur ausgeliehen vom VfB Stuttgart. Doch der VfB will ihn wohl eher nicht weiter beschäftigen.