Durch ein 4:0 gegen Oberhausen kehrt der FSV Mainz 05 in die erste Liga zurück. Nürnberg muss in die Relegation gegen Cottbus.

Der FSV Mainz 05 hat den Matchball zum zweiten Aufstieg nach 2004 sicher verwandelt und die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga nach zwei Jahren Abstinenz perfekt gemacht. Die Mannschaft von Trainer Jörn Andersen setzte sich am letzten Zweitliga-Spieltag mit 4:0 (2:0) gegen Rot-Weiß Oberhausen durch, sicherte sich hinter dem SC Freiburg den zweiten direkten Aufstiegsplatz und schickte den 1. FC Nürnberg in die Relegationsspiele gegen den Erstliga-Drittletzten Energie Cottbus.

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Jubel in Mainz: Dem FSV gelingt im Jahr eins nach Trainer Klopp der Aufstieg in die Bundesliga. (© Foto: dpa)

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Der Serbe Srdjan Baljak brachte Mainz mit einem Doppelpack (4., 17.) auf die Siegerstraße. Sturmpartner Aristide Bance legte in der zweiten Halbzeit ebenfalls mit zwei Toren (65., 68.) nach. Vor 20.300 Zuschauern im ausverkauften Bruchwegstadion erwischte der FSV durch die frühe Führung von Baljak einen Start nach Maß und ließ danach nichts mehr anbrennen. Die Gäste, die eine Woche zuvor den Klassenerhalt perfekt gemacht hatten, schenkten die Partie aber nicht kamplos ab. Die beste Chance für Oberhausen hatte Julian Lüttmann (31.), der aus fünf Metern am Tor vorbei köpfte.

"Wir freuen uns auf die Bundesliga, und die Bundesliga freut sich auf uns. Das war eine außergewöhnliche Leistung in einer schwierigen Saison", sagte Präsident Harald Strutz nach dem Abpfiff und lobte Trainer Jörn Andersen, der die Nachfolge von Jürgen Klopp angetreten hatte. "Ich bin sicher, dass die Stadt Kopf stehen wird, wir werden feiern bis tief in die Nacht. Halbfinale im DFB-Pokal und Aufstieg in die Bundesliga - was will man mehr?", meinte Strutz.

In Nürnberg stimmte sich mit einem 2:1-Erfolg auf die Relegation um den letzten Bundesliga-Platz gegen Energie Cottbus ein. Der Club erfüllte am letzten Zweitliga-Spieltag im bayerischen Derby gegen 1860 München zwar souverän seine Pflicht und gewann verdient mit 2:1 (2:0), Konkurrent Mainz leistete sich aber nicht den erhofften Ausrutscher.

Am kommenden Donnerstag (18.00 Uhr/live in der ARD) spielt das Team von Trainer Michael Oenning in Cottbus. Das Rückspiel findet am 31. Mai (15.30 Uhr/live in der ARD) in Nürnberg statt.

Vor 46.780 Zuschauern in der ausverkauften WM-Arena erzielte Christian Eigler gegen die schwachen Münchner mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze in der 30. Minute die verdiente Führung für die Gastgeber. Torjäger Marek Mintal erhöhte nur vier Minuten später mit seinem 16. Saisontreffer auf 2:0. Benjamin Lauth verkürzte in der 83. Minute für die Gäste. Es war der erste Nürnberger Gegentreffer im eigenen Stadion nach 945 Minuten.

Für die Löwen hatte das Spiel keine Bedeutung mehr. Sie hatten sich den Klassenerhalt schon zuvor knapp gesichert. Allerdings setzte sich die negative Serie der Sechziger auch unter dem neuen Trainer Ewald Lienen fort. Elf Spiele in Folge konnten die Münchner nicht gewinnen.

Der FCN war von Beginn an überlegen ohne dabei zu glänzen. Daniel Gygax, Mintal und Isaac Boakye hatten die ersten Möglichkeiten, ehe Eigler traf. Nach dem 2:0 durch Mintal kontrollierte der Club gegen die harmlosen Gäste weiter das Geschehen, beschränkte sich aber auf das Wesentliche, um im Hinblick auf das Cottbus-Spiel Kräfte zu schonen.

In die Relegation um den Klassenverbleib in der zweiten Liga muss der VfL Osnabrück. Die Niedersachsen unterlagen beim MSV Duisburg mit 1:4 (0:2) und müssen nun in zwei Spielen gegen den SC Paderborn am 29. Mai und 1. Juni um die weitere Zweitligazugehörigkeit kämpfen. Die Duisburger beendeten die Spielzeit auf Rang sechs. Vor 17 194 Zuschauern in der MSV-Arena erzielten Maicon (8./83.), Cedrick Makiadi (38.) und Dorge Rostand Kouemaha (59.) die Treffer für die Duisburger, Fiete Sykora traf für Osnabrück (47.).

Durch Osnabrücks Niederlage durften die noch abstiegsbedrohten Klubs Hansa Rostock (1:1 bei Absteiger SV Wehen Wiesbaden), TuS Koblenz (0:4 beim in 2009 zuvor sieglosen Absteiger FC Ingolstadt) und FSV Frankfurt (0:2 beim FC St. Pauli) spielen wie sie wollten - und trotzdem ihre Rettung feiern.

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(dpa/sid/hum)