Unter dem Eindruck des Wettskandals hat Energie Cottbus den ersten Auswärtserfolg nach 13 sieglosen Spielen geschafft und verließ damit die Abstiegsplätze. Der 1. FC Dynamo Dresden bleibt weiter Tabellenschlusslicht.

Der Ungar Norbert Meszaros hat dem FC Energie Cottbus den ersten Auswärtserfolg nach 13 sieglosen Zweitliga-Spielen beschert.

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Im Montagsspiel der 2. Bundesliga gewann Energie vor 21.891 Zuschauern beim 1. FC Dynamo Dresden mit 1:0 (0:0) und verließ damit die Abstiegsplätze. Die Gastgeber dagegen bleiben weiter Tabellenschlusslicht.

Der Cottbuser Björn Brunnemann sah bereits nach acht Minuten wegen wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte.

Angesichts der Vorwürfe gegen Spieler beider Vereine, in den Wettskandal um den Schiedsrichter Robert Hoyzer verwickelt zu sein, hatten die Präsidenten beider Clubs, Jochen Rudi (Dresden) und Dieter Krein (Cottbus) vor dem Spiel vor vorschnellen Verurteilungen gewarnt und den Unschuldsbeteuerungen der Aktiven Glauben geschenkt.

"Die Sache war mit dem Anpfiff vergessen"

Im Spiel war von Verunsicherung des Cottbuser Torhüters Tomislav Piplica nichts zu spüren. "Die Sache war mit dem Anpfiff vergessen", sagte der Energie-Schlussmann.

Trotz der zahlenmäßigen Überlegenheit der Dresdner bestimmte Energie die erste Halbzeit weitgehend. "Es ist uns nicht gelungen, den Druck aufzubauen, der nötig war. Das ist bitter", sagte Dynamo-Trainer Christoph Franke.

Die größte Chance der Gäste vereitelte Volker Oppitz, der in der 19. Minute einen von Daniel Gunkel in Richtung Tor abgefälschten Ball von der Linie kratzte.

Bei dieser Szene sah Dynamos neuer Torhüter Darko Horvat nicht gut aus, hatte zuvor jedoch bei einem gefährlich aufsetzenden Schuss von Youssef Mokhtari (13.) sein Können unter Beweis gestellt.

Dynamo versuchte zwar in der Defensive seine Probleme in den Griff zu bekommen, vernachlässigte dabei aber die eigenen Angriffsbemühungen. Nur eine Chance in der ersten Hälfte, als Piplica eine gefährliche Eingabe von Klemen Lavric mit letztem Einsatz vor dem einschussbereiten Joshua Kennedy unter Kontrolle brachte (12.), waren zu wenig, um Cottbus in Bedrängnis zu bringen.

Mit Beginn der zweiten Hälfte wollte Dynamo-Trainer Christoph Franke die Offensive stärken. Nach über einem halben Jahr Verletzungspause wechselte er Thomas Neubert ein.

Doch gleich bei seiner ersten Aktion verletzte er sich erneut am rechten Knie und musste gegen Daniel Wansi ausgetauscht werden. Doch lange Zeit brachte auch diese Maßnahme keinerlei Wirkung.

Erst in der Schlussphase, als ein Schneesturm den Rasen weiß färbte, kam Dynamo besser ins Spiel. Die größte Chance vereitelte Martin Hysky, der einen Fröhlich-Schuss von der Linie schlug.

Energie verlegte sich fast nur noch auf die Abwehr, startete nur vereinzelt Konter, von denen einer jedoch zum Erfolg führte. "Wir wollten unbedingt punkten. Das uns dies mit zehn Mann gelungen ist, ist um so schöner. Die Moral und die kämpferische Einstellung gibt uns Zuversicht für die nächsten Spiele", sagte Energie-Stürmer Timo Rost.

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(dpa)