WTA-Tennis in Stuttgart Sieg für Scharapowa und das Turnier

Moment des Sieges: Maria Scharapowa in Stuttgart.

(Foto: AFP)

Neuer Zuschauerrekord, die Nummer eins gewinnt: Das Stuttgarter Tennis-Turnier der Frauen vermeldet Erfolge und hofft, bald Sendezeit in der ARD zu bekommen. Maria Scharapowa besiegt im Finale Li Na und gewinnt ein 400-PS-Auto.

Maria Scharapowa hat ihren Titel beim WTA-Turnier in Stuttgart verteidigt und damit ihren Fuhrpark erweitert. Die topgesetzte Russin bezwang im Endspiel der Sandplatzveranstaltung die Weltranglistenfünfte Li Na (China) in 1:32 Stunden mit 6:4, 6:3. Neben der Siegprämie in Höhe von 100.806 Euro bekam die 26-jährige Scharapowa für ihren 29. Turniererfolg ein 400 PS starkes Sportcabriolet überreicht.

Scharapowa hatte im Halbfinale Angelique Kerber (Kiel) knapp in drei Sätzen bezwungen. Nun revanchierte sie sich gegen Li Na für die vor drei Monaten im Halbfinale der Australian Open 2013 erlittene Niederlage.

Vor 4400 Zuschauern in der erneut ausverkauften Arena begann Scharapowa hoch konzentriert. Gleich im ersten Spiel gelang der Nummer zwei des WTA-Rankings ein Break. Die Tatsache, dass sie bis zum Endspiel in drei Matches insgesamt über siebeneinhalb Stunden auf dem Court gestanden hatte, war Scharapowa nicht anzumerken. Sie nutzte im ersten Durchgang zwar nur zwei ihrer sechs Breakchancen, doch nach 51 Minuten verwandelte sie gleich ihren ersten Satzball.

Die Vorentscheidung fiel, als Scharapowa der Chinesin das Service zur eigenen 4:3-Führung abnahm und sich danach keine Blöße mehr gab. Hätte Li Na sich erstmals den Titel geholt, wäre es zu einer brisanten Situation gekommen. Sie wird nämlich von einem Autohersteller unterstützt, der der direkte Konkurrent des Stuttgarter Turniersponsors ist.

Scharapowa hat in dieser Saison bislang nur drei Matches verloren - und 22 gewonnen. Vor dem Triumph in Stuttgart hatte sie das Hartplatztournament in Indian Wells für sich entschieden.

Das Stuttgarter Tennis-Turnier hat in dieser Woche seine Besucherzahl erneut gesteigert. Inklusive des vorgeschalteten Fed-Cup-Wochenendes strömten 42.212 Zuschauer in die Arena. Das waren 1262 Besucher mehr als 2012, als bereits ein Rekord aufgestellt worden war. Dennoch wollen die Veranstalter das Turnier nicht vergrößern und denken nicht an eine Ausweitung des Teilnehmerfeldes.

"Wir wollen keine Quantität, sondern Qualität", sagte Turnierdirektor Markus Günthardt. In diesem Jahr waren sieben Spielerinnen aus den Top Ten beim Porsche Tennis Grand Prix dabei. Erstmals seit langer Zeit wurde die Veranstaltung auch wieder von den Öffentlich-Rechtlichen im Fernsehen übertragen.

Der SWR war ab dem Achtelfinaltag am Donnerstag mit je einem Spiel live in seinem dritten Programm dabei. In Zukunft hofft Günthardt auf einen Sendeplatz in der ARD. "Das war der erste Schritt, ich bin mir sicher, dass der zweite folgt", sagte der Schweizer. "Ich hoffe, dass in diese Sache neuer Zug reinkommt."