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WM 2010: Zwischenbilanz – Genug Zeit für eine Plantage
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Da sämtliche Spiele von einem freundlichen, recht lauten Brummen begleitet werden, dessen Herkunft Experten aus aller Welt zu ergründen suchen, haben fast alle Mannschaften die Zeichensprache auf dem Platz eingeführt. Der deutsche Bundestrainer Joachim Löw hatte das bereits vor dem Turnier angekündigt, weil er eine den Hörsinn betreffende Beeinträchtigung durch sogenannte Vuvuzelas befürchtete. Diese Befürchtung erwies sich als grundlos, aber dennoch ist da dieses unergründliche Brummen, es ist immer da und scheint aus dem Überall zu wummern, kein Mensch weiß, woher genau, aber das ist egal, denn jede WM hat ihr kleines Geheimnis. Bei den Deutschen klappte das mit der Zeichensprache sehr gut. Bei den Dänen, deren Torwart Thomas Sørensen gesagt hatte, man werde nicht nur mittels Zeichensprache, sondern auch per Augenkontakt kommunizieren, lief es nicht so gut, sie erzielten eines der schönsten Eigentore der WM-Geschichte. Empfindliche Fernsehzuschauer, die sich allen Ernstes an dem Brummen stören, seien darauf hingewiesen, dass es auf der Webseite des Weltfußballverbandes Fifa alle Spiele auf Video gibt, kommentiert in Zeichensprache, beziehungsweise wie es offiziell heißt, in IS (International Sign), der internationalen Gebärdensprache.
Bild: AP17. Juni 2010, 11:59 2010-06-17 11:59:54