"In Johannesburg kommen immer mehr Leute in unsere Suppenküchen", berichtet Garth Niemand, Sprecher der südafrikanischen Heilsarmee. Die Ärmsten, die Obdachlosen und auch viele Alleinerziehende suchten Decken und warmes Essen. Die Heilsarmee rief die Bevölkerung zu Spenden auf. Decken, Kleidung, vor allem Kinderklamotten, sowie haltbares Essen wie Tütensuppen zum Aufkochen sind gewünscht.
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Public Viewing im Giant-Stadion im Township Soshanguve in Pretoria: Die Fans kommen trotz Kälte - wenn Südafrika spielt. (© ag.ddp)
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Von Alexandra ist es nicht weit zum Fanpark in Sandton. Der Ort wurde auch deshalb ausgewählt, weil er genau zwischen dem reichsten Johannesburger Stadtteil Sandton und dem teils berüchtigten Township liegt. Fußball als Treffpunkt zwischen Arm und Reich. Das klappt mitunter sogar, vor allem wenn die Südafrikaner spielen. Die ersten beiden Partien gegen Mexiko und Uruguay sahen hier mehr als die eigentlich zugelassenen 20.000 Menschen, trotz der Kälte. An den anderen Tagen aber ist hier nichts los.
"Das ist das Risiko einer Freiluftveranstaltung", sagt Jessica Lehr. Sie kam vor zehn Jahren aus Gelnhausen nach Südafrika und leitet nun den Fanpark für die Fifa. Sie betont, dass sie als Fifa-Offizielle nur Fakten, aber keine Einschätzung geben wird. Fakt eins also: "Die Leute hier sind eine solche Kälte nicht gewohnt, sie sitzen lieber zu Hause." Fakt zwei: "Wir würden uns mehr ausländische Touristen im Fanpark wünschen."
Hinter dem Verkaufszelt der beiden Inder rattert derweil ein Generator, sein Getöse vermischt sich mit "Waka, Waka - this is time for Africa", dem offiziellen WM-Lied von Shakira, das von der Bühne herüberhallt. Der Strom reicht gerade aus, damit im Zeltinneren eine Lampe leuchtet und davor ein Wasserkessel dampft. Der erste Gedanke beim Anblick des Kessels führt unweigerlich zu einem Glühwein-Geschmack im Mund, doch ein heißer Tee tut es auch. Vielleicht bleibt ja dieses Bild von der ersten WM in Afrika hängen: Fußball gucken mit einer Tasse Tee in der Hand.
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(sueddeutsche.de/jüsc)
Erster Arbeitstag als Chef der Deutschen Bank