Wer ersetzt den Unersetzlichen? Einiges deutet darauf hin, dass Cacau für den gesperrten Müller aufläuft. Bundestrainer Löw setzt auf Angriff - doch bleiben Zweifel an Cacaus Fitness. Und ein anderer Spieler wäre in dem Fall bitter enttäuscht.
Joachim Löw freute sich, er lächelte kurz. "Diese Frage ist einfach", sagte er. Der Bundestrainer ahnte nicht ganz zu unrecht, dass die ganze Fußballwelt wissen wollte, wer denn bitteschön Thomas Müller ersetzen soll im Halbfinale von Durban (Mittwoch, 20:30 Uhr). Löw antwortete deshalb schnell und ohne Pausen: "Es gibt drei Möglichkeiten: Trochowski, Cacau oder Kroos." Er lachte nach dieser Antwort, auf die er sich so gefreut hatte, denn er rechnete wohl mit leicht enttäuschten Gesichtern. Und er behielt recht, er blickte in enttäuschte Gesichter.
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Die Fußballwelt wird warten müssen bis zur Ausgabe der Aufstellungsbögen, um das Geheimnis des Müller-Ersatzes zu wissen. "Wir werden es am Vormittag entscheiden", sagte Löw. Einen Favoriten nannte er wieder einmal nicht, und so bleibt in dieser Hinsicht genug Raum für Spekulationen. Zum Beispiel jene, dass der Bundestrainer erst mal abwarten will, ob die Ärzte einen Einsatz von Cacau erlauben.
Der Stuttgarter war einen Tag nach dem Argentinien-Spiel als Gast in der internationalen Pressekonferenz angekündigt, was vielfach schon als Zeichen verstanden wurde: Er wird für den famosen aber gelbgesperrten Müller gegen die Spanier spielen. Doch dann sagte Cacau noch ab, weil seine in der Vorwoche erlittene Bauchmuskelzerrung einen Trainingsabbruch verursachte. Nun hat sich Cacau wieder herangekämpft, der 29-Jährige trainierte am Dienstagnachmittag in Durban mit der Mannschaft, erst am späteren Abend aber sollten die Ärzte ihren endgültigen Befund liefern.
Knackpunkt rechte Seite
Ersatzmann Cacau hätte den Vorteil, dass er noch am ehesten ein Müller sein könnte. Auch der Stuttgarter ist mehr ein Stürmer als ein Mittelfeldspieler, sprintet mehr als dass er läuft und rennt unablässig durch die gegnerischen Abwehrreihen auf der Suche nach dem Tor. Cacau würde sicherstellen, dass da einer im rechten Angriffssektor so viel Sturm und Drang hinlegt wie seine Bauchmuskeln hergeben, auch wenn dabei im Tumult mal etwas schiefgeht. Der Charakter der rechten deutschen Seite bliebe der gleiche.
"Unsere Offensivkraft hat uns so weit gebracht", betonte Löw am Dienstagabend, ohne Aktionen in der Offensive "haben wir keine Chance." Seine Spieler könnten es sicher nicht schaffen, die Spanier "in ihrer eigenen Hälfte festzunageln". Aber die spanische Abwehr beschäftigen, sie "in die Rückwärtsbewegung zwingen", das will Löw schon. Seine Mannschaft müsse die ballsicheren Spanier "in ihrem Spiel stören", doch neben Kraft sei auch eine Menge Kreativität vonnöten, um gegen "die beste Nationalmannschaft der vergangenen Jahre" gewinnen zu können.
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Linke-Vize-Chefin Wawzyniak
Champions-League-Finale
Das Männer-Tauschen-Vordenken bringt alles nix.
Der Ball ist rund, und wenn man nicht nervös ist, kann man ihn leicht öfter zwischen die spanischen Pfosten bringen.
...aber unlogisch ist es nicht. Trochowski ist mir zu nervös, ich hätte eigentlich auf Kroos gesetzt.
@Onkel Fritz: Marin ist wohl so erstmal nur ein Edeljoker. Jogi hat ihn durch diese seltsame Auswechselei gegen Serbien etwas verbrannt.
Schon witzig dass der Name Marin in diesem Bericht nicht einmal fällt. Immerhin laut mehrerer Experten der beste deutsche Spieler der vergangenen BL-Rückrunde! Klar hat der defensiv seine Schwächen. Aber eine Option ist er nach der Sperre Müllers ohne Zweifel! Auf jeden Fall besser als Trochovski, der mit seinen ständigen Schüssen ins Publikum und seinen sehr oft erfolglosen Dribblings nicht nur für unnötige Ballverluste sorgt, sondern auch das in den letzten Spielen gezeigte schnelle Konterspiel der Deutschen ausbremsen würde.