WM 2010: Entdeckungen Die Elf der WM

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Diese Weltmeisterschaft hat die großen Namen verschluckt oder ausgespuckt, um neue Helden hervorzubringen. Eine Entdeckungs-Elf aus Südafrika.

Luis Suárez

Der Mittelstürmer von Ajax Amsterdam ist der meist bejubelte Torwart in Südafrika. Er wurde von seinen Mitspielern über den Platz in Soccer City getragen, sein Trainer Oscar Tabárez erklärte: "Ein Funktionär sagte mir, das sei die Hand Gottes und der Jungfrau Maria gewesen ... , und ich glaube, so sehen es alle Uruguayer." Das wären immerhin 3,5 Millionen zumeist sehr gläubige Menschen. Luis Suárez, der Mittelstürmer, hat in der 120. Minute des Viertelfinals einen Kopfball des Ghanaers Dominic Adiyiah mit zwei Fäusten von der Linie geschlagen. Weil anschließend Asamoah Gyan (siehe Gyan) den fälligen Strafstoß an die Latte drosch und die Ghanaer anschließend auch das Elfmeterschießen verloren, steht Uruguay im Halbfinale. Nicht mit dem Torwart Suárez, der bekam dann doch die rote Karte gezeigt wegen seines Fausteinsatzes. Und sollte Uruguay ins Finale kommen und dort mit dem wieder einsatzbereiten Suárez Weltmeister werden, gehen die Hände Gottes und der Jungfrau Maria als größter Betrug der WM in die Geschichte ein. Suárez wird dann vermutlich 24 Jahre später als Trainer seines Landes gegen Deutschland im Viertelfinale 0:4 verlieren.

Bild: afp

sueddeutsche.de/mb