Eine Extrawurst, die kleine Überraschung, Gefahr durch Malta-Füße und die Angst der Franzosen vor dem Löw-Kader.
Die kleine Überraschung
Bundestrainer Joachim Löw und der Weltpokal. (© Foto: dpa)
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Ein waschechter Nobody ist unter den 27 Spielern des erweiterten WM-Kaders nicht zu sehen. Aber es muss in so einem Turnier-Kader ja auch nicht immer die ganz große Überraschung sein, wie zum Beispiel vor der WM 2006, als David Odonkor kam, oder vor der EM 2008, als Bundestrainer Joachim Löw den damaligen Zweitliga-Spieler Marko Marin berief - manchmal reichen ja auch schon kleine Überraschungen. Eine davon ist Dennis Aogo (23 Jahre/0 Länderspiele) vom Hamburger SV. Der Linksverteidiger hat in Löws Augen Marcel Schäfer als ersten Ersatz für Philipp Lahm abgelöst, weil er technisch und spielerisch das größere Können zeigte. Als DFB-Trainerassistent Hansi Flick anrief, "habe ich versucht, einen auf cool zu machen, aber hinterher habe ich mich riesig gefreut", sagte Aogo.
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Der Bayern-Block
Wer hätte vor drei Tagen noch geglaubt, dass sieben Profis des FC Bayern nach Südafrika reisen werden. Selbst zu besten Zeiten des Vereins, bei der WM 1974, waren nicht mehr dabei (Maier, Beckenbauer, Schwarzenbeck, Breitner, Hoeneß, Müller, Kapellmann). War die Nominierung von Torwart Jörg Butt noch dem Unglück von René Adler geschuldet, kam der Name Holger Badstuber nun doch überraschend. Die meisten Beobachter erwarteten eher die jungen Innenverteidiger Mats Hummels (Dortmund) oder Benedikt Höwedes (Schalke).
Badstuber hat wie seine Konkurrenten bislang null Länderspiele, schwimmt aber mit auf der Erfolgswelle seines Klubs und hat sich zuletzt in den großen Kämpfen auch international bewährt. "Man spürt eine gewisse Abgeklärtheit auch in den wichtigen Spielen", sagte Löw. Dieses Plus gab den Ausschlag. An Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Miroslav Klose und Mario Gomez gab es ohnehin keine Zweifel, auch an Thomas Müller führte nach den Leistungen zuletzt kein Weg vorbei. Und wer will schon darauf verzichten, im Zweifel so viele Triple-Gewinner wie möglich mit zur WM zu nehmen?
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Der Streichkandidat
Löws Ausführungen zu Thomas Hitzlsperger gehören zu jenen Formulierungen, die im Zweifel gegen den Bundestrainer verwendet werden können. Weniger wegen der Tatsache, auf den Lazio-Rom-Spieler Hitzlsperger zu verzichten, sondern vielmehr wegen der Begründung. Die mangelnde Spielpraxis sei für diese Entscheidung ausschlaggebend gewesen. Nanu, mag sich der gemeine Fußball-Fan denken, mit mangelnder Spielpraxis war doch auch bei den gesetzten Kräften Gomez und Klose was. Aber offenbar ist der Bundestrainer der Meinung, dass er Spieler wie Gomez, Klose und auch Podolski in der Vorbereitung auf Kurs bekommt, während das bei Hitzlsperger kaum möglich sein. Denn der frühere Stuttgarter braucht für seine Spielweise vor allem eins: Spielpraxis.
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Die Extrawurst
Dass Marcell Jansen von Bundestrainer Löw noch einmal eine Sonder-Einladung bekommen würde, ist zumindest verblüffend. War da doch das Spiel gegen Kroatien (1:2) bei der EM 2008, als ein desorientierter Marcell Jansen auf der linken Abwehrseite völlig überfordert war und das 0:1 mitverschuldete. Löw nahm ihn in der Halbzeit heraus, und weil die Niederlage den Bundestrainer fast den Job gekostet hatte, stand Jansen danach recht weit im Abseits.
Jetzt nominierte Löw den 24-Jährigen, obwohl er gerade noch einen Syndesmosebandriss auskuriert hat und gerade erst wieder ins Training einsteigt. Jansen sei "speziell zu behandeln", berichtete Löw, er habe ihn in der Vorrunde sehr überzeugt und wolle sehen, on Jansen bis Ende Mai wieder voll belastbar sei.
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Die Torwart-Überraschung
Dass Bundestrainer Joachim Löw neben Manuel Neuer und Tim Wiese den Münchner Jörg Butt als dritten Torwart mitnehmen will, war bereits vor der Pressekonferenz durchgesickert und insofern keine große Überraschung mehr. Dass sich Löw aber trotz deutlicher Nachfragen nicht auf eine Nummer eins festlegte, schon. Ob jetzt Manuel Neuer in Südafrika im Tor steht oder Tim Wiese oder vielleicht sogar Butt - nichts wollte Löw verkünden und nichts ausschließen. Wobei seine zurückhaltenden Worte zumindest bezüglich Jörg Butt der Höflichkeit geschuldet sein dürften. Oder wie könnte es der Bundestrainer der Fußball-Öffentlichkeit erklären, dass er sich zuerst für ein Torwart-Trio entscheidet und dann nach der Verletzung eines Trio-Mitglieds am verbliebenen Duo einen weiteren Mann vorbeischleust? Selbst, wenn dieser weitere Mann als deutscher Meister, deutscher Pokalsieger und Champions-League-Sieger anreist. Lesen Sie weiter auf Seite 2
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Torwartlegende Sepp Maier im Interview. SZ am Wochenende Jetzt lesen ...
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Berliner Zeitung
... Der abstand zu den top-teams der welt ist mittlerweile zu groß geworden, um noch auf die sprichwörtlichen deutschen tugenden zu vertrauen und ein erfolgreiches turnier zu spielen.
Ganz davon abgesehen wäre zu wünschen, daß man sich im trainerstab der verantwortung bewußt ist, wie man mit jungen und ehrgeizigen spielern im kader umgehen sollte, nämlich ob es vertretbar ist, einem so perspektivenreichen spieler, der die besten voraussetzungen hat, in die lange reihe deutscher weltklassetorhüter aufzusteigen, ein weiteres mal zurückzusetzen, was dieser nur als demontage, ja als ein schlag ins gesicht empfinden könnte.
Angesichts der gegenwärtigen diskussion um die torhüterposition in der nationalmannschaft lohnt sich ein blick zurück auf die wm 2002, bei der kahn mit überragenden und teilweise spektakulären leistungen einer kaum mehr als durchschnittlichen deutschen mannschaft den weg bis ins finale geebnet hat
Der schalker manuel neuer hat im heutigen spiel gegen mainz erneut gezeigt - wie schon vielfach in der abgelaufenen saison und in großer beständigkeit in den vergangenen jahren - zu welchen grandiosen leistungen er fähig ist. Bei allem respekt vor der qualität seiner konkurrenten, nur ihm traue ich es zu, bei der anstehenden wm zu einer wirklichen größe im internationalen fußball aufzusteigen und einem nicht sehr aussichtsreichen deutschen team ein gutes turnier zu sichern. Dabei braucht man nicht allein an mögliche elfmeterschießen zu denken, sondern vor allem an manche spielpaarungen, in denen die deutsche mannschaft wohl chancenlos sein dürfte, wenn nicht ein überragender torhüter zwischen den pfosten steht.
Neuer sind in den letzten spielen einige wenige fehler unterlaufen, die er aber in der regel noch im gleichen spiel durch hervorragende paraden ausgleichen konnte - aber patzer hatte bekanntlich auch der als nr. 1 gesetzte adler zu verzeichnen, nach seiner nominierung übrigens. Demgegenüber hatte der jetzt nachnominierte und auch als nr. 1 diskutierte butt beim deutschen meister weniger als seine konkurrenten gelegenheiten, in vergleichbarer weise geprüft zu werden, während tim wiese in dieser saison immerhin fast 10 tore mehr kassiert hat als der schalker. Die erfahrungen der letztgenannten im internationalen geschäft sind so wesentlich größer nicht, man erinnert sich gerne an die one-man-show neuers im championsleague-viertelfinale gegen porto vor zwei jahren, in dem er nach aussage des portugiesischen trainers "die physikalischen gesetze außer kraft gesetzt" habe.
Die torhüterdiskussion ist zwar auch diesmal wieder ein luxusproblem, weil drei ausgesprochen gute varianten zur verfügung stehen, dagegen einige weitere positionsprobleme nur unzureichend gelöst werden können. Doch das bedeutet nicht, daß man zu leichtfertig mit der entscheidung verfahren sollte, vielmehr ist es angebracht, darüber nachzudenken, ob gerade ein so perspektivenreicher torhüter wie neuer, der zudem in seiner spielart der "modernere" spieler ist, dem deutschen team nicht erheblich bessere aussichten eröffnen könnte. Der abstand zu den top-teams der welt ist mittlerweile z
Jeder Trainer hat seine eigene Vorstellung von einer Mannschaft, deren Spielsystem, deren Mitglieder. Das war schon immer so, das wird immer so sein. Es wird nie einen National-Trainer geben, dem alle "Möchtegern-Trainer" der Nation zustimmen werden. Die Nörgler haben ihren Favorit, oder denken an sich als Trainer. Bei einem anderen Trainer gibt es andere Nörgler, oder - und das ist wahrscheinlicher - es sind die gleichen Nörgler, denen man es nie recht machen kann. Wehe aber, dieser miese Trainer erreicht etwas, dann wissen sie nicht, was sie sagen sollen. Dann kommt ein Gestotterei, "aber, wenn ........., dann wären sie auch Weltmeister geworden", oder sonstiges Gerede.
auf Französich (Equipe) ist weiblich, darum "La Mannschaft". So einfach ist es....
Diese Spätzel-Verbindung gibt es nach wie vor. Sonst würde Löw nicht sein tieftes Bedauern über die Nichtnominierung von Bankdrücker Hitzlsperger zum Ausdruck bringen.
Außerdem haben Träsch u. Tasci in der Nati nichts zu suchen.
Noch mehr Beispiele ?
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