Die Chilenen dominierten das Spiel, und die Schweizer konzentrierten sich auf das, was sie am besten können: verteidigen. Nach 49 Minuten jubelten die Chilenen, sie hatten einen Treffer erzielt - allerdings aus Abseitsposition, was das Schiedsrichtergespann erkannt hatte. Die Statistiker hatten zu dem Zeitpunkt elf zu drei Torschüsse für Chile gezählt.
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Aber die Schweizer haben nicht nur Ottmar Hitzfeld, sondern auch Diego Benaglio, der zwar im Dienst nie Trenchcoats trägt, dafür aber Torwarthandschuhe, die manchmal auf eigenartige Weise mit dem Ball verbunden zu sein scheinen. In der 55. Minute lief der Chilene Alexis Sanchez nach einem üblen Fehler von Stephane Grichting alleine auf Benaglio zu, der warf sich Sanchez entgegen, und irgendwie wehrte er den Ball ab. Grichting schüttelte Benaglio danach, er schüttelte all seine Erleichterung aus sich heraus. Und doch gibt es Momente, in denen beide nichts tun können, weder Hitzfeld, noch Benaglio.
In der 75. Minute hebelten die Chilenen die gesamte Schweizer Abwehr mit einem Pass aus, Benaglio versuchte, Esteban Paredes den Weg zu verstellen, weshalb in seinem Rücken dann aber Mark Gonzalez frei stand; Paredes flankte, und Gonzalez drückte den Ball mit der Stirn über die Linie. Damit ging eine Serie mit einem Rekord zu Ende: Die Schweizer hatten 559 WM-Minuten ohne Gegentor absolviert, neun Minuten mehr als der bisherige Rekordhalter Italien zwischen 1986 und 1990.
Doch was nützt das? Bunjaku legte in der 90. Minute per Hacke auf Derdiyok ab, doch der verfehlte das Tor, und die Schweizer verloren. Sie brauchen nun wohl einen Sieg im letzten Gruppenspiel gegen Honduras, um das Achtelfinale zu erreichen, weshalb Ottmar Hitzfeld schon mal eine Botschaft an die Fifa hinterließ: "Bei einer WM sollten die besten Schiedsrichter der Welt pfeifen, die in den großen Ligen tätig sind", sagte er, "und nicht irgendwo am Strand."
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(SZ vom 22. Juni 2010/segi)
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zeigt sich wohl am augenfälligsten, was für ein dilletantischer Saftladen die FIFA eigentlich ist. Milliarden kassieren, den Friedensnobelpreis haben wollen, aber drittklassige Schiedsrichter aufstellen, die auf dem Platz ihre Egotrips durchziehen und das Spiel zerstören, statt es zu leiten. Der eine fliegt wegen eines Allerweltsfouls oder einer Schwalbe vom Platz, der andere macht innerhalb von zwei Sekunden zweimal Hand und schießt ungestraft ein Tor. Es ist zum K_tzen!
Schickt doch diese debilen, altersstarrsinnigen Blatters und Co. endlich dahin, wo sie diese unfähigen Pfeiffen hergeholt haben und macht endlich Regeln, die die Fairness retten und den Betrügern das Handwerk legen!
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Die "Favoriten" müssen drin bleiben (warum sonst hat Spanien fünf Minuten Nachspielzeit gegen die Schweiz bekommen). Vergehen werden daher etwas einseitig geahndet.
Schade, daß Ghana weiterkommen muss. Aber die Deutschen können ja dann wieder in die Wärme fliegen. Hauptsache das Geschäft der FIFA läuft.
stimme Ihrer Ansicht über Theatralik uneingeschränkt zu. Diese Szenen haben in einer "fairen" Sportart nicht zu suchen. Natürlich kommt da gleich die Frage auf, ob das zu idealistisch ist und man sich mit den Gegebenheiten des "modernen" Fussballs abfinden muss....? Muss man? Wenn man die FIFA-Weltmeisterschaft (wir durften noch ungestraft Fussball-WM sagen/schreiben, aber mussten dafür natürlich auf die Spitzenqualität der FIFA-Produkte im und ums Stadion verzichten, z.B. Budweiser........) miterleben will dann muss man wohl, alles rummäckeln hat keinen Sinn, die Totengräber der FIFA machen das ehemals schöne Spiel zum Milliardenmarkt, der keinen Platz für Fairness kennt. Arturo Vidal ist in der Bundesliga ja weithin für seinen Charakter bekannt (immer an der grenze der Brutalität austeilen aber nichts einstecken können bzw. wollen (Spitzname "kleiner Krieger", wobei es bei den alten Kriegern wohl einen Ehrenkodex gab). Natürlich müsste Vidal ebenfalls nachträglich gespert werden, das bringt den tapferen Eidgenossen den Punkt aber nicht zurück. Wir gucken also weiter und müssen uns dazu eine asiatische Gelassenheit antrainieren, die uns wahrscheinlich auch den fast vierjährigen Alltag bis zur nächsten FIFA-WM (in der Heimat des ersten FIFA-Paten) erleichtern wird. Sportliche Grüße
Mich nervt, das wg Hitzfeld über die Schweiz berichtet wird, als sei sie in die BRD eingemeindet worden. Béla Rethy, ansonsten einer der besseren TV-Kommentatoren, klang wie ein Fan der Nati, fand kein kritisches Wort für ihre ultradefensive, hässlich anzuschauende Griechenland-Euro-2004-Rehhakles-Gedächtnis-Taktik und würdigte auch mit keinem Satz den hoch verdienten chilenischen Erfolg.
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