Wintersport kompakt Der nächste schwere Sturz

Dem französischen Abfahrer Dalcin droht das Karriereende, der Kombinierer Frenzel landet schon wieder auf dem Podium, die deutschen Rodler sind erfolgreich.

Dem französischen Skirennfahrer Pierre-Emmanuel Dalcin droht nach seinem schweren Sturz beim Abfahrtstraining in Beaver Creek das Karriereende. Der 32-Jährige riss sich bei dem Unfall am Freitag die Kreuz- und Innenbänder in beiden Knien. Zudem wurde bei Dalcin im Krankenhaus von Vail im US-Bundesstaat Colorado eine Gehirnerschütterung, Verletzungen im Gesicht, ein Speichenbruch im rechten Arm sowie eine ausgekugelte Schulter diagnostiziert. Der Speedspezialist war bei einem Sprung kurz vor dem Ziel mit großer Wucht direkt in die Stoffbespannung zwischen zwei Torstangen gerast und gestürzt. Da Dalcin bereits der dritte Athlet ist, der sich in dieser Saison bei einem Herren-Speedwettbewerb schwer verletzte, erhält die schon früh im Olympia-Winter neu aufgelebte Debatte um die Sicherheit in der alpinen Hochrisiko-Sportart weitere Nahrung. Der Renndirektor des Internationalen Skiverbands (FIS), Günter Hujara, kündigte für den Weltcup im italienischen Gröden (18./19. Dezember) ein Treffen mit den Trainern an, um möglichen Ursachen für die Häufung von schweren Unterschenkelverletzungen nachzugehen.

Dem schwer gestürzten Franzosen Pierre-Emmanuel Dalcin droht das Karriereende.

(Foto: Foto: dpa)

Biathletin Kati Wilhelm ist beim Weltcup-Auftakt in Östersund auf Platz sechs im Sprint gelandet und hat damit für das bisher beste deutsche Resultat im Olympiawinter gesorgt. Die Doppel-Weltmeisterin leistete sich einen Schießfehler und lag 29,7 Sekunden hinter Siegerin Tora Berger. Die Norwegerin gewann 6,8 Sekunden vor der Russin Olga Medwedzewa und Kaisa Mäkäräinen aus Finnland. Christoph Stephan, Michael Greis und Andreas Birnbacher erfüllten die Olympia-Norm. Beim 90. Weltcup-Sieg des Norwegers Ole Einar Björndalen im Sprint über zehn Kilometer belegte der Oberhofer Stephan nach einem fehlerfreien Schießen den vierten Platz. Der dreimalige Olympiasieger Greis aus Nesselwang kam am Samstag nach einem Fehlschuss auf Rang fünf. Der Schlechinger Birnbacher belegte mit ebenfalls einem Fehler am Schießstand Rang sechs.

Eric Frenzel ist auch beim dritten Saison-Weltcup der Nordischen Kombinierer auf das Podest gestürmt. Der Oberwiesenthaler belegte in Lillehammer nach einem Sprung und dem 10-Kilometer-Langlauf den dritten Platz. In einem packenden Finish musste sich Frenzel dem Sieger Jason Lamy Chappuis aus Frankreich nur um 1,5 Sekunden beugen. Zweiter wurde der Norweger Petter Tande mit dem hauchdünnen Rückstand von 0,1 Sekunden. Das hervorragende deutsche Abschneiden komplettierten Tino Edelmann aus Zella-Mehlis auf Rang vier, Björn Kircheisen aus Johanngeorgenstadt als Fünfter und Sebastian Haseney (Zella-Mehlis) auf Platz zehn.

Senkrechtstarter Pascal Bodmer hat beim Skisprung-Weltcup in Lillehammer als bester Deutscher den 14. Platz belegt. Der 18-Jährige aus Meßstetten sprang am Samstag 122 und 130,5 Meter weit. Den Sieg sicherte sich Gregor Schlierenzauer aus Österreich mit Weiten von 125,5 und 141 Metern. Zweiter wurde sein Landsmann Thomas Morgenstern vor dem Polen Adam Malysz. Michael Uhrmann aus Rastbüchl kam mit 119 und 132,5 Metern auf den 15. Platz, der Oberhofer Andreas Wank wurde 16. Martin Schmitt als 36. und Michael Neumayer auf Rang 38. verpassten das Finale.

Alexej Petjukow hat den Sprint-Weltcup der Langläufer in Düsseldorf gewonnen. Der Russe verwies am Samstag im Finale die Norweger Anders Glöersen und Eirik Brandsdal auf die weiteren Podestplätze. Die deutschen Läufer waren geschlossen in der Qualifikation ausgeschieden. Als bester DSV-Teilnehmer belegte Josef Wenzl aus Zwiesel den 40. Rang. Bei den Frauen gewann die Schwedin Hanna Falk. Sie setzte sich im Finale vor der Russin Natalia Korostelewa und Vesna Fabjan aus Slowenien durch. Beste Deutsche war Hanna Kolb aus Buchenberg, für die im Halbfinale Endstation war, auf Rang elf. Die Oberwiesenthalerin Claudia Nystad wurde 20. Evi Sachenbacher-Stehle aus Reit im Winkl kam nur auf den 29. Platz.

Andre Florschütz (Friedrichroda) und Torsten Wustlich (Oberwiesenthal) haben beim Viessmann Weltcup der Rennrodler den ersten Saisonsieg im Doppelsitzer gefeiert. Die Olympiazweiten gewannen im sächsischen Altenberg nach zuvor zwei zweiten Plätzen in 1:24,460 Minuten vor den Österreichern Peter Penz/Georg Fischler (0,019 Sekunden zurück). Platz drei ging an die Italiener Christian Oberstolz/Patrick Gruber (0,105). Nach zwei Saisonerfolgen in Calgary und Innsbruck-Igls mussten sich Patric Leitner/Alexander Resch (Königssee/Berchtesgaden) mit einem Rückstand von 0,410 Sekunden auf die Sieger mit dem sechsten Platz begnügen. Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) wurden Fünfte (0,233). Im Einzel fuhr der zweimalige Rodel-Weltmeister Felix Loch seinen ersten Weltcup-Erfolg ein.

Schwerer Sturz

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