Maria Riesch triumphiert im Slalom, die Rodel-Frauen setzen ihre beeindruckende Serie fort, die Biathleten setzen am Schießstand etliche Schüsse daneben.

Maria Riesch hat den Slalom im spanischen La Molina gewonnen und damit ihren ersten Sieg in der noch jungen WM-Saison gefeiert. Die Skirennfahrerin aus Partenkirchen siegte am Sonntag mit fast anderthalb Sekunden Vorsprung vor ihrer amerikanischen Freundin Lindsey Vonn und der Österreicherin Kathrin Zettel. Für die 24-jährige Riesch war es der siebte Weltcup-Sieg. Monika Bergmann aus Lam fiel im zweiten Lauf von Rang 6 auf 19 zurück. Fanny Chmelar aus Partenkirchen holte als 22. noch Weltcup-Punkte. Sieben andere deutsche Starterinnen hatten den zweiten Durchgang verpasst.

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Maria Riesch feierte ihren ersten Saisonsieg. (© Foto: AP)

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Die deutschen Biathleten haben beim ersten Staffelwettbewerb der Saison nur Platz neun in Hochfilzen belegt und damit eines der schwächsten Weltcup-Resultate der Geschichte abgeliefert. Das Not-Quartett mit Michael Rösch (Altenberg), Daniel Graf (Frankenhain), Christoph Stephan und Alexander Wolf (beide Oberhof) lag nach 4x7,5 km 4:10,8 Minuten hinter Sieger Russland. Platz zwei belegte mit 1:48,1 Minuten Rückstand Gastgeber Österreich vor der Ukraine. Graf musste drei Strafrunden laufen und verschenkte damit alle deutschen Chancen. "Es tut mir leid für die Mannschaft, aber ich habe es verbockt", erklärte Graf.

Die Siegesserie der deutschen Biathletinnen im Staffelwettbewerb ist nach fast zwei Jahren gerissen. Beim Weltcup in Hochfilzen belegten Andrea Henkel (Großbreitenbach), die in den Einzelrennen erfolgreichen Martina Beck (Mittenwald) und Simone Hauswald (Gosheim) sowie Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) 2:39,0 Minuten hinter Sieger Russland nur Platz vier. Keinen deutschen Sieg über 4x6 km hatte es zuletzt am 10. Januar 2007 in Ruhpolding gegeben, danach folgten sechs Erfolge bei Weltcup und WM in Folge.

Der Japaner Fumihisa Yumoto hat bei starkem Schneefall sensationell das irreguläre Weltcup-Skispringen in Pragelato gewonnen. Für einen Sprung auf 126 Meter erhielt er die Note 114,8. Der Wettbewerb wurde nach dem ersten Durchgang abgebrochen. Vortagessieger Simon Ammann aus der Schweiz baute mit Platz zwei seine Führung im Gesamtweltcup aus. Dritter wurde der Norweger Johan Evensen. Bester Deutscher war erneut Martin Schmitt auf Platz neun. Bei starkem Schneefall und wechselndem Wind wurde mit einer Art Staubsauger vor jedem Springer die Spur freigepustet. Richtig gefährlich wurde es, als ein Arbeiter auf der Schanze den Halt verlor und fast den gerade auf den Balken sitzenden Norweger Björn Einar Romoeren mit in die Tiefe gerissen hätte.

Weltmeisterin Anni Friesinger hat am Sonntag ein erfolgversprechendes Comeback auf der Eisbahn gefeiert. Nach einer mehr als neunmonatigen Wettkampfpause aufgrund ihrer Knieoperation im Juni lief die 31 Jahre alte Eisschnelllauf-Olympiasiegerin aus Inzell bei Testrennen in Berlin die 1500 Meter in 1:59,12 Minuten. "Ich war furchtbar aufgeregt, wie es geht. Beim Start muss ich noch ganz vorsichtig sein, deshalb habe ich mich für die 1500 Meter entschieden", meinte die deutsche Ausnahmeläuferin, die unbedingt schon Mitte Januar an der Sprint-Weltmeisterschaft in Moskau teilnehmen möchte. Mit ihrer Zeit zum Einstieg wäre sie vor sechs Wochen bei den deutschen Meisterschaften nur knapp geschlagen Zweite hinter Titelträgerin Daniela Anschütz-Thoms (Erfurt) geworden. Die Superserie von Eissprinterin Jenny Wolf ist derweil gerissen. Nach 26 Siegen, vier zweiten Plätzen und einem dritten Rang in den vergangenen 31 Rennen stürzte die Berlinerin beim Weltcup in Nagano im zweiten 500-m-Lauf und musste im letzten Wettkampf vor der Sprint-WM in Moskau (17./18. Januar) einen Dämpfer hinnehmen.

Die deutschen Bobpiloten um Andre Lange haben beim Viererbob-Weltcup in Igls erstmals in diesem Winter die Podestplätze verfehlt. Der am Vortag im Zweier siegreiche Thomas Florschütz aus Riesa wurde beim Sieg des Russen Alexander Subkow nur Sechster. Doppel-Weltmeister Lange aus Oberhof fiel nach einem Fahrfehler im Finallauf vom zweiten auf den siebten Rang zurück, Matthias Höpfner aus Winterberg rutschte im zweiten Lauf beim Einsteigen aus und rettete sich als Achter ins Ziel. Subkow war 0,14 Sekunden schneller als Steven Holcomb aus den USA. Dritter wurde der Russe Dimitri Abramowitsch mit 0,20 Sekunden Abstand, Florschütz fehlten 0,19 Sekunden zum Podest.

Die "ewige Zweite" Natalie Geisenberger hat mit ihrem ersten Sieg im Rodel-Weltcup den Jubiläumserfolg der "Eisernen Lady" Tatjana Hüfner verhindert. Außerdem schnappte in Winterberg der Italiener Armin Zöggeler dem zweimaligen Weltmeister David Möller den ersten Saisonsieg vor der Nase weg, die bisher enttäuschenden Doppelsitzer Patric Leitner/Alexander Resch durften als Dritte erstmals auf das Podest und im abschließenden Staffelrennen waren die Gastgeber klar vorn. Der Erfolg von Geisenberger war der 84. deutsche Sieg in Folge, seit 1997 sind die deutschen Rodel-Frauen unbesiegt.

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(sueddeutsche.de/dpa/sid/aum)