Wintersport Biathlon: Arnd Peiffer stürzt schwer

Arnd Peiffer (Archivbild).

(Foto: Tobias Hase/dpa)
  • Biathlet Arnd Peiffer stürzt bei der Verfolgung in Presque Isle und prallt gegen einen Baum.
  • Er wird mit einer Halsmanschette abtransportiert.
  • Am Abend gibt der Mannschaftsarzt Entwarnung.

Staffel-Weltmeister Arnd Peiffer ist beim Biathlon-Weltcup in Presque Isle schwer gestürzt. In der letzten Runde der Verfolgung kam der Harzer am Freitag in einer langen Abfahrt von der Strecke ab und knallte mit voller Wucht gegen einen Baum. Dieser war zwar mit einer Schaumstoffmatte leicht abgepolstert. Aber Peiffer blieb zunächst benommen liegen. Disziplintrainer Andreas Stitzl eilte zu seinem Schützling, der sich anschließend wieder bewegen konnte und angelehnt an den Baum hinsetzte. Wenig später waren Sanitäter zum Unfallort und legten Peiffer eine Halsmanschette an. Er wurde dann auf einer Trage festgeschnallt und abtransportiert.

Bei einer anschließenden Untersuchung wurden eine mittelschwere Gehirnerschütterung, Prellungen im Brustbereich und Schürfwunden im Gesicht festgestellt. "Die medizinische Versorgung vor Ort war erstklassig. Arnd braucht jetzt ein paar Tage", sagte Mannschaftsarzt Klaus Marquardt in einer Pressemitteilung des Deutschen Skiverbandes am späten Freitagabend. "Stand heute gehen wir davon aus, dass er am Montag mit der Mannschaft nach Hause fliegen kann."

Marquardt sagte, dass Peiffer den Sturz den Umständen entsprechend gut verdaut habe. Langwierige Folgen seien "in aller Regel ausgeschlossen. Kurzfristig war ihm der Vormittag entfallen, die Informationen sind aber jetzt wieder da. Deshalb gehe ich nicht von einer langfristigen Schädigung aus und denke, das wird er alles gut verdauen", sagte Marquardt der ARD. Sein Teamkollege Erik Lesser schrieb auf Facebook: "Gute Besserung an Arnd Peiffer. Aber wie ich in ihn kenne, haut ihn das nicht um."

Peiffer fehlt natürlich am Samstag (20.20 Uhr/ARD und Eurosport) in der Staffel. Dort laufen nun Erik Lesser, Andreas Birnbacher, Daniel Böhm und Benedikt Doll. Bei der WM-Generalprobe fehlt zudem der viermalige Saisonsieger Simon Schempp, der leicht angeschlagen ohne Renneinsatz schon wieder nach Hause geflogen ist.

Da die Staffel-Weltmeisterinnen Laura Dahlmeier und Franziska Hildebrand sowie Maren Hammerschmidt eine Trainingspause einlegen, stellt sich das Damen-Quartett mit Franziska Preuß, Luise Kummer, Miriam Gössner und Karolin Horchler von selbst auf. Wegen einer vorhergesagten Kältewelle starten die Damen statt am Sonntag auch am Samstag (22.10 Uhr). "Wir freuen uns drauf. Denn eine Staffel ist immer irgendwie etwas Besonderes. Wir geben das Beste und dann freue ich mich auf daheim", sagte Preuß dem ARD-Hörfunk.