WimbledonVom Wüstenbussard, der Queen und einem schwarzen BH

Wimbledon ist wie die Oscarverleihung, gepaart mit den Grammy Awards und dem Nobelpreis - nur etwas spektakulärer. Ein Wegweiser durch das speziellste Tennisturnier der Welt.

Von Gerald Kleffmann

Vom 27. Juni bis 10. Juli finden zum 130. Mal die Wimbledon Championships statt. Das dritte von vier Grand-Slam-Turnieren ist die speziellste und renommierteste Veranstaltung im Tennis. Man kann sich das Ganze wie eine Oscarverleihung, gepaart mit den Grammy Awards und der Nobelpreisüberreichung vorstellen, nur etwas spektakulärer vielleicht. Das Wichtigste zu diesem Anlass von A bis Z.

A - Auslosung: Es gibt keinen Konfettiregen wie beim Fußball, nicht mal Ex-Spieler oder Ex-Spielerinnen fungieren als Loszieher. Es wird nur ausgelost. Ein Computer übernimmt das Prozedere. Fand am Freitag vor Turnierstart statt. Beginn 10 Uhr. Kurz darauf war alles vorbei. Herrlich effektiv.

B - Boris Becker: Gewann drei Mal, sein erster Triumph 1985 als 17-jähriger Jung Siegfried mit roten Haaren war die deutsche Mondlandung. Hat Becker selbst so gesagt. Der Centre Court ist sein Wohnzimmer. Hat er auch so gesagt. Heute trainiert Becker den Weltranglisten-Ersten und Titelverteidiger Novak Djokovic aus Serbien. Gibt keinen besseren Wimbledondeuter als ihn. Deshalb liebt ihn die BBC.

Bild: Jordan Mansfield/Getty Images 27. Juni 2016, 11:592016-06-27 11:59:27 © SZ.de/schm