Im Skandal um illegale Wetten in der italienischen Liga spitzt sich die Lage für den italienischen Fußball-Nationaltorwart Gianluigi Buffon zu. Dem Schlussmann von Juventus Turin droht sogar der Ausschluss von der WM in Deutschland.
Der 28-Jährige musste das Trainingslager der italienischen Nationale in Coverciano bei Florenz verlassen, weil er am Mittwoch erneut von den Staatsanwälten vernommen wurde.
Gianluigi Buffon. (© Foto: AFP)
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Buffon war bereits vor zehn Tagen in Turin befragt worden. Der teuerste Fußball-Goalie der Welt wird beschuldigt, über Strohmänner hohe Summen auf bestimmte Spiele gesetzt zu haben. "Ich erlebe eine schreckliche Zeit", klagte Buffon. Die Ermittler stellten offenbar fest, dass Buffon in den vergangenen Monaten 10.000 Euro auf das Konto eines Freundes, Paolo Pelizzoni, überwiesen hatte.
Pelizzoni zählt zu vier Verdächtigen, gegen die die Staatsanwälte wegen illegalen Wetten ermitteln. Buffon hatte bei der ersten Befragung zugegeben, insgesamt 1,6 Millionen Euro auf ausländische Spiele gewettet zu haben. Er habe jedoch niemals gegen seinen Klub Juventus Turin gewettet.
Neu auftauchende Hinweise auf illegale Wett-Tätigkeiten einer ganzen Reihe von Profis sorgen für Unruhe in Italien. Neben Buffon und Vincenzo Iaquinta (Udinese Calcio) tauchten auch die Namen Marek Jankulowski (AC Mailand), David Di Michele (FC Palermo), Roberto Sosa (SSC Neapel) und Marco Ferrante (Ascoli Calcio) auf.
Den Spielern droht eine bis zu einjährige Haftstrafe und eine anderthalbjährige Sperre.
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(sid)