Weltfußballer-Wahl Ronaldo zieht mit Messi gleich

Cristiano Ronaldo gewinnt zum fünften Mal den Titel des Weltfußballers. Er ist damit zusammen mit Lionel Messi der erfolgreichste Kicker einer Ruhmeshalle, in der früher auch Deutsche und sogar ein HSV-Spieler vorkamen.

Von Martin Schneider

Mit seinem fünften Titel als Weltfußballer ist Cristiano Ronaldo mit Lionel Messi gleichgezogen. Er setzte sich in der Wahl gegen seinen Konkrrenten vom FC Barcelona und den Brasilianer Neymar durch. Seit 2008 dreht sich die Frage, wer diese Auszeichnung erhält, nur um die Frage: Messi oder Ronaldo? Der Portugiese gewann 2008, 2013, 2014, 2016 und nun 2017, Messi in den Jahren dazwischen.

Bei den Frauen gewann die Niederländerin Lieke Martens gegen ihre Konkurrentinnen Carli Lloyd aus den USA und Deyna Castellanos aus Venezuela.

Ein bisschen Verwirrung gibt es nun um den Stelllenwert des Titels. Denn es gibt im Weltfußball zwei relevante Auszeichnung. Den "Goldenen Ball", oft im französischen "Ballon d'Or" genannt, wird seit 1956 von der Zeitschrift France Football vergeben und gilt als prestigeträchtigste Auszeichnung. Erst im Jahr 1991 erfand die Fifa parallel dazu einen eigenen Preis, den Titel des Weltfußballers. Zwischen 2010 und 2015 kooperierten beide Parteien, seit dem vergangenen Jahr vergibt wieder jeder den jeweils eigenen Preis. In der Weltfußballer-Wahl von Bundestrainern, Nationalmannschaftskapitänen und Journalisten erhielt Ronaldo 43 Prozent der Stimmen und gewann damit deutlich gegen seine Konkurrenten Messi (19 Prozent) und Neymar (7 Prozent).

Ronaldo und Messi sind damit die erfolgreichsten Fußballer einer Ruhmeshalle voller Legenden, in denen früher mal viele Deutsche und auch ein Spieler des HSV auftaucht.

Bild: AFP 23. Oktober 2017, 22:192017-10-23 22:19:04 © Sz.de/dpa/sid/schm/eca