Wegen "territorialer Diskriminierung" Sportrichter schließen italienische Fankurven

In Rom, Mailand und Turin müssen die Tifosi für ein Spiel die Kurve räumen, weil sie sich gegenseitig beschimpft haben, Nowitzki verliert in der NBA-Vorbereitung, deutsche Öffentlich-Rechtliche verzichten auch die kommenden drei Jahre auf Wimbledon-Übertragung:

Italien, Fußball: Das Sportgericht des italienischen Fußballverbands (FIGC) hat am Montag für die Serie A-Klubs AS Rom, AC Mailand, Inter Mailand und FC Turin die Schließung der Fankurve für ein Match beschlossen. Die Fans der Vereine hatten sich am Wochenende mit Chören und Slogans für "territoriale Diskriminierung" verantwortlich gemacht. Aufgrund einer in der vergangenen Woche eingeführten Reform des Strafsystems wird die verhängte Strafe ein Jahr lang zur Bewährung ausgesetzt und nur dann Anwendung finden, wenn die Tifosi erneut durch diskriminierende Vorfälle auffällig werden. Die FIGC geht mittlerweile nicht nur gegen rassistische Vergehen vor, sondern bestraft auch Schmähungen gegen andere italienische Landesteile. Der AC Florenz, der Klub des deutschen Nationalspielers Mario Gomez, wurde zur Zahlung einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt. Fans des toskanischen Vereins hatten am 7. April beim Spiel gegen den AC Mailand den Geschäftsführer des Mailänder Klubs, Adriano Galliani, beschimpft und mit Gegenständen beworfen.

Basketball, NBA: Dirk Nowitzki und seine Dallas Mavericks haben in der Vorbereitung auf die neue Saison eine Niederlage hinnehmen müssen. Der Champion von 2011 unterlag bei den Houston Rockets 95:100 (51:55), Nowitzki kam in rund 25 Minuten Spielzeit auf elf Punkte und vier Blocks, musste sich nach einem harten Foul an Omir Casspi zu Ende des dritten Viertels und einer folgenden Hinausstellung den Rest des Spiels allerdings von der Seitenlinie aus anschauen. Beste Spieler bei den Rockets waren Dwight Howard mit 15 Punkten und 17 Rebounds sowie James Harden, der auf 19 Zähler kam. Zum Auftakt der 68. Spielzeit in der besten Basketball-Liga der Welt empfängt Dallas am 30. Oktober (Mittwoch) die Atlanta Hawks.

Neuer Ex-Coach

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Formel 1, Fahrer: Das Formel-1-Team Toro Rosso hat einen Nachfolger für den zu Red Bull aufgestiegenen Daniel Ricciardo gefunden. Wie der Rennstall am Montagabend mitteilte, ersetzt in der kommenden Saison der Russe Daniel Kwijat den Australier, der 2014 neuer Partner von Weltmeister Sebastian Vettel wird. Kwijat kommt aus dem Nachwuchsprogramm von Red Bull, derzeit fährt er in der GP3-Serie. Der Russe soll den Angaben zufolge damit künftig an der Seite des Franzosen Jean-Eric Vergne für Toro Rosso fahren. Zur Vertragsdauer wurde nichts bekanntgegeben. Toro Rosso ist in der Formel-1-Teamwertung derzeit Achter.

Tennis, Fernsehen: Wimbledon, das bedeutendste Tennisturnier der Welt, wird auch in den kommenden drei Jahren nicht bei ARD und ZDF zu sehen sein. "Wir haben ein Angebot abgegeben, sind aber leider nicht zum Zuge gekommen", sagte ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Er bestätigte damit eine entsprechende Meldung des Magazins Sponsors, das sich auf den Vermarkter IMG bezogen hatte. Bislang hielt der Pay-TV-Sender Sky die deutschen Senderechte. Nach dem überraschenden Finaleinzug von Sabine Lisicki bemühte sich die ARD Anfang Juli um eine kurzfristige Live-Übertragung. In den Verhandlungen mit Sky konnte aber keine Einigkeit über die Lizenzsumme erzielt werden.