Wechselwirren um Robert Lewandowski "Wir wollen eine Konsens-Lösung finden"

Wird nichts mit dem Wechsel: Robert Lewandowski wird auch in der kommenden Saison für Dortmund stürmen.

(Foto: dpa)

Zum FC Bayern darf Robert Lewandowski nicht wechseln, das hat Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke klargemacht. Einen Transfer zu einem anderen Klub schließt der BVB allerdings nicht aus. Doch dafür müssten sich Lewandowski und seine Berater bewegen.

Die Zukunftsplanung des sehr talentierten Dortmunder Fußballers Robert Lewandowski hat bereits einige Kapriolen geschlagen. So überrascht es auch nicht, dass am Montagmorgen wieder manches anders erscheint als noch am Sonntagabend.

Am Sonntag, da hatte sich Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in der Onlineausgabe einer großen Boulevardzeitung mit dem Satz zitieren lassen, Lewandowski werde "definitiv nicht zum FC Bayern wechseln". Dies wurde landläufig so interpretiert, als wäre der Wechsel in diesem Sommer damit vom Tisch, da Lewandowski - nach eigener Aussage - nur zu den Münchnern wechseln will.

Am Montag dann hat die Bild-Zeitung einen Zusatz des Gesprächs veröffentlicht, der Lewandowskis Planungen schon wieder in einem anderen Licht erscheinen lässt. "Wir wollen mit allen Beteiligten eine Konsens-Lösung finden", erklärte Watzke: "Deshalb sage ich jetzt nicht, er bleibt definitiv und das ist so für alle Tage."

Alles andere werde man mit Lewandowski und seinen Beratern in den nächsten Tagen besprechen. "Das gebietet der Respekt. Wie gesagt: Unser expliziter Wunsch ist, dass Robert nächste Saison für Borussia Dortmund spielt", sagt Watzke.

Stürmer aus Dortmund Lewandowski darf nicht zum FC Bayern

Damit hat sich der Transfer von Robert Lewandowski nach München in diesem Sommer wohl erledigt: Mit knackigen Worten erteilen die BVB-Bosse dem Wechselwunsch ihres Stürmers zum FC Bayern eine Absage. Spannend wird, wie die Münchner reagieren.

Stand Montagvormittag, 10. Juni 2013, bedeutet dies: Der BVB kann sich den Wechsel seines Stürmers in der Sommerpause vorstellen - unter gewissen Umständen, die mit der Ablösesumme zusammenhängen dürften. Nur zum FC Bayern darf Lewandowski nicht wechseln. Der BVB hat sich damit zumindest ein wenig auf seinen Stürmer zubewegt. Nun liegt es nach BVB-Lesart an Lewandowski und seinen Beratern, vom (bislang ausschließlichen) Wechselwunsch zu den Bayern abzurücken.

Laut Watzke habe es in den vergangenen vier Wochen zweimal telefonisch Kontakt zu den Bayern gegeben: "Wir haben allein aus börsenrechtlichen Gründen darauf hingewiesen, dass wir ein schriftliches Angebot für Lewandowski benötigen. Aber dieses Angebot ist bis zum heutigen Tage nicht eingetroffen."

Auch Sportdirektor Michael Zorc meldete sich in dieser Causa zu Wort. Zu Sport Bild Plus sagte er, man habe sich durchaus mit einem sofortigen Wechsel von Lewandowski zu den Bayern beschäftigt: "Aber dazu braucht es ein offizielles Angebot und das gab es bis heute nicht. Deshalb wollten wir Planungssicherheit und nun war die Deadline erreicht".

Lewandowski gibt trotz der klaren Ansagen die Hoffnung nicht auf. "Ich glaube nicht, dass das eine definitive Entscheidung ist. Ich denke, das wird sich noch ändern", sagte der 24-Jährige bei einem Sponsorentermin in Warschau. Der Pole meinte nicht einen Wechsel irgendwohin. Sondern seinen erhofften Transfer zu Bayern München.