In Innsbruck ist Martin Schmitts zweiter Sprung wieder schlechter als der erste - doch es reicht für einen Platz auf dem Treppchen. In Schmitts Sog arbeitet sich das ganze deutsche Team nach vorne.
Diesmal war es anders. Diesmal schaute Martin Schmitt von ganz oben aufs Feld seiner Mitbewerber, und die Chance, seine Sehnsucht zu stillen, lag in noch schärferen Konturen vor ihm als bei den anderen Chancen. Der Wunsch, nach fast zwei Jahren zurückzukehren auf das Podest der besten drei Springer, hat ihn durch die 57.Vierschanzentournee begleitet, schon in Oberstdorf sah er die Chance vor sich nach einem brillanten ersten Satz, ehe er auf Platz fünf zurückfiel.
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Martin Schmitt schaffte in Innsbruck endlich den Sprung aufs Treppchen. (© Foto: AFP)
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In Garmisch-Partenkirchen hatte er den ersehnten Rang zur Pause schon, und fiel wieder zurück. Rang acht, Enttäuschung. Und nun saß er am Innsbrucker Bergisel als Letzter auf dem Balken mit einer Vorgabe aus dem ersten Durchgang, welche auch die Besten überfordert hatte. 128,5 Meter, eine Brise Aufwind hatte er zu Platz eins genutzt, und keiner aus der Elite, kein Ammann, kein Loitzl, kein Schlierenzauer hatte ihn abfangen können.
Seine Miene war unbewegt. Er durfte jetzt nichts denken. Dann sprang er. Landete. Wusste zunächst nur, dass er kürzer gesprungen war als Loitzl, der Tagessieger. 125,5 Meter. Schmitt wartete. Dann sah er die Drei aufleuchten.
Unbeirrt wirkten die Deutschen in Innsbruck, ganz bei sich und bei ihren Aufgaben, und keineswegs verwirrt durch diesen kleinen Hänger von Garmisch-Partenkirchen, der sich an Neujahr in durchwachsenen Sprüngen geäußert hatte, in leiser Enttäuschung und sogar in einem Wutausbruch. Bundestrainer Werner Schuster hatte es offensichtlich geschafft, wieder etwas Frieden in die Köpfe seiner Leute zu kriegen, die auf ihn doch etwas übermotiviert gewirkt hatte.
Eine Erklärung für Neumayer
Fehler beim Sprung findet er in Ordnung, so was kann immer passieren, gerade in Zeiten des Neuaufbaus nach Jahren der Krise. Weniger gut findet er jene Unzufriedenheit, die Konzentration aufs Wesentliche kostet, weshalb er in Partenkirchen auch den Berchtesgadener Michael Neumayer zur Seite nahm und ihm freundlich erklärte, dass er mit seinem Skischmeißen und Brillekaputtmachen vor laufender Kamera erstens innere Blockaden riskiere und zweitens keinen besonders guten Eindruck beim Publikum hinterlasse. "Man hat ja auch eine Vorbildwirkung", sagt Schuster.
Neumayer hat das dann auch gleich eingesehen. Sauer war er eben auf die miserablen Windbedingungen am Gudiberg, die ihn tief ins Mittelfeld auf Platz 24 zurückwarfen. In Innsbruck war er wieder ganz entspannt, "frisch, froh, frech", wie er selbst sagte, und erklärte zu seinem Zornestanz entschuldigend: "Das musste einfach raus." Was wiederum Schuster einsah, der zu aktiven Zeiten selbst zum Jähzorn neigte. Aber seine Kritik blieb.
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Linke-Vize-Chefin Wawzyniak
Einfach klasse, den Ösis ihr KnowHow zu klauen, d. h. ihre guten Leute. Schuster, Horngacher und Co. machen klasse Arbeit. Das lässt auf eine Mannschaftsmedaille bei den Olympischen Spielen hoffen. Weiter so
Wie es scheint, macht man sich im Zweiten Programm Gedanken über den Sinn oder Unsinn von Wertungen beim Skispringen. Heute habe ich erfahren, der Springer soll den Telemark-Aufsprung schon in der Luft einleiten, damit er vorbildlich wird. Ich bin ein erklärter Gegner des Telemarks und halte ihn für überholt. Als man noch schön parallel sprang / bzw. die parallele Skiführung beim Springen als schön empfand / konnte der Sportler die ohnehin parallel geführten Skier leicht versetzen zur Landung. Es passte damals zur Stylistik. Heute sieht es doch völlig anders aus. Es werden die Skier zum V geöffnet und zur Landung geschlossen. Amann macht instinktiv den richtigen Aufsprung, indem er die Skier zusammenführt und mit beiden Beiden gleichzeitig den Landedruck abfängt. Wie wackelig die Telemark Technik ist, zeigen die Televisionsbilder. Es wird immer ein Fuss stärker belastet. Oft fährt dann das zweite Bein irgendwie mit. Wer Augen hat, braucht sie nur aufzumachen. Gehen Sprünge zu weit, dann machen die Athleten zur SICHERHEIT KEINEN TELEMARK. Wer nachdenkt und Schlüsse zieht, begreift, dass der norwegische Knicks ein gefährlicher Unfug ist. SCHAFFT DEN TELEMARK AB. Besser gesagt, schafft die Bewertung bzw. Strafpunkte für diese Technik ab. Sie ist überholt und passt nicht in die heutige Zeit der V-Technik. Ich weiss, die Betonköpfe ( das haben wir immer so gemacht ) unter den Funktionären werden noch einige Zeit damit brauchen. Schliesslich knappert das an der Existenzberechtgung der Wertungsrichter, die über die Platzierungen entscheiden. DESHALB MEIN VORSCHLAG : Fangt beim Skifliegen mit der NEUEN FREIHEIT für die jungen Adler an. Die Springer haben genug zu kämpfen mit Wind und Wetter. Wer den Telemark-Knicks machen will, kann es gerne.
Jeder kann so, wie er es am sichersten findet. Die Weite zählt . Das kann jeder Zuseher dann sofort nachvollziehen .
Warum gibt es eigentlich in der Leichtathletik beim Weit- oder Hochsprung keine
Haltungsnoten ?