Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen Schlierenzauer dominiert die Qualifikation
Gregor Schlierenzauer springt: der Österreicher gewinnt die Qualifikation in Garmisch-Partenkirchen
(Foto: dapd)Anzeige
Der Österreicher zeigt den weitesten Sprung in Garmisch-Partenkirchen, Severin Freund hat hingegen Probleme. Michael Neumayer erreicht als bester Deutscher Rang sieben. Insgesamt qualifizieren sich zehn DSV-Sportler für das zweite Springen der Vierschanzentournee.
Severin Freund schüttelte erst etwas enttäuscht mit den Kopf und verließ den Auslauf der Olympisschanze in Garmisch-Partenkirchen dann mit kritischem Blick. Einen Tag nach seinem dritten Platz zum Auftakt in Oberstdorf landete der Mitfavorit aus Rastbüchl in der Qualifikation für das Neujahrsspringen nach einem durchwachsenen Sprung bei nur 126,0 Metern. Der 24-Jährige konnte seine Ambitionen auf den Gesamtsieg bei der 61. Vierschanzentournee nicht erneut untermauern. Insgesamt schafften es zehn DSV-Adler zum Wettkampf am Dienstag (14.00 Uhr).
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"Er ist nicht so gut abgehoben und hat etwas probiert. Das müssen wir uns noch mal in Ruhe anschauen", sagte Bundestrainer Werner Schuster zum Sprung des Tournee-Mitfavoriten. Routinier Martin Schmitt (Furtwangen) schaffte nach einem wiederum guten Sprung auf 125,0 Meter erneut die Qualifikation. "Das hat Spaß gemacht, ich freue mich auf das Springen und bin bereit", sagte der 34-Jährige: "Der Sprung war in Ordnung, und das Niveau ist sehr stabil. Man bekommt mehr Sicherheit, und ich gehe kleine Schritte, um weiter an meinen Sprüngen zu arbeiten."
Tags zuvor hatte der viermalige Weltmeister mit Platz 16 in Oberstdorf die ersten Weltcup-Punkte der Saison gesammelt und lieferte erneut beste Argumente für eine Nominierung für die beiden verbleibenden Tournee-Springen in Innsbruck (4. Januar) und Bischofshofen (6. Januar). Schmitt selbst nimmt die Situation jedenfalls locker. "Mal schauen, ob ich als Skispringer oder als Zuschauer nach Österreich fahre", sagte der Team-Olympiasieger von 2002.