Das Aufgebot:
Anzeige
Tor: 1* JensLehmann, 12 Alexander Stolz, 24 Sven Ulreich
Abwehr: 3 Ricardo Osorio, 4 Khalid Boulahrouz, 5 Serdar Tasci, 6 Georg Niedermeier, 15 Arthur Boka, 17 Matthieu Delpierre, 21 Ludovic Magnin, 27 Stefano Celozzi
Mittelfeld: 7 Martin Lanig, 8 Jan Simak, 10 Yildiray Bastürk, 11 Thomas Hitzlsperger, 13 Timo Gebhart, 14 Patrick Funk, 16 Sebastian Rudy, 19 Roberto Hilbert, 22 Matthias Schwarz, 23 Alexander Hleb, 25 Elson, 26 Daniel Didavi, 28 Sami Khedira, 35 Christian Träsch
Angriff: 9 Ciprian Marica, 18 Cacau, 29 Pawel Pogrebnjak, 31 Alessandro Riedle, 39 Julian Schieber
* Zahl ist jeweils die Rückennummer
Der Schock wurde durch rund 30 Millionen Euro abgemildert, doch Mario Gomez ist weg. Das Aushängeschild des VfB Stuttgart stürmt jetzt für den Ligaprimus Bayern München. Mit seinen 24 Toren war Gomez in der abgelaufenen Saison in Bestform. In den letzten vier Jahren schoss der Nationalspieler in der Bundesliga 63 Tore für Stuttgart. Nicht ganz so bitter schmeckt der Verlust der VfB-Identifikationsfigur durch den "doppelten" Ersatz. Der russische Nationalstürmer Pawel Pogrebnjak (Zenit St. Petersburg) und Alexander Hleb, der vom FC Barcelona ausgeliehen wurde, sollen die Lücke schließen. Pogrebnjak ist ein kräftiger Strafraumspieler, der auch international schon seine Klasse beweisen konnte. Er wird mit Cacau das neue Sturmduo bilden. Dahinter kehrt mit Alexander Hleb, der vom FC Barcelona ausgeliehen wurde, ein bekanntes Gesicht zurück zum VfB. Der offensive Mittelfeldakteur wirbelte bereits zwischen 2000 und 2005 in Stuttgart.
Trotz der zuversichtlich stimmenden Neuzugänge kommt auf Markus Babbel eine harte Zeit zu. Denn der angehende Fußball-Lehrer muss seine Ausbildung in Köln mit der Trainertätigkeit in Stuttgart unter einen Hut bringen. Eine Ausnahmeregelung à la Lothar Matthäus oder Jürgen Klinsmann wurde vom DFB abgelehnt. "Sicher ist die Situation nicht optimal, weil ich nicht immer beim Training dabei bin", so Babbel. Zusätzlichen Aufwand fordert das internationale Pokal-Geschäft.
Für Optimismus im schwäbischen Ländle sorgt die eingespielte Mannschaft. Außer dem Abgang von Gomez ist das Team auf den wichtigen Positionen nicht verändert worden. Immerhin lieferten die Spieler in der vergangenen Rückrunde eine beeindruckende Perfomance ab. Nach der Winterpause steigerte man sich in der Tabelle von Platz zehn auf drei und erreichte damit sogar die Champions-League-Qualifikation.
Gefragt nach den Saisonzielen gibt sich Babbel dennoch zurückhaltend: "Das zu bestätigen, was wir bisher geleistet haben, ist eine Riesenherausforderung. Das zu halten, ist eine echte Kunst." Sportdirektor Horst Heldt wird da deutlich konkreter und fordert einen Platz unter den besten fünf. Die Hoffnung ruht nach dem Gomez-Abgang auch auf dem jungen Mittelfeldregisseur Sami Khedira, dem Kapitän des U-21-Europameisters. An der Seite von Kapitän Thomas Hitzlsperger gewann der torgefährliche Nachwuchsmann schnell an Format.
Eine unumstrittene Führungspersönlichkeit auf dem Platz ist Torhüter Jens Lehmann. Der ehemalige Nationalkeeper, der unter der Saison seinen 40. Geburtstag feiert, geht als der dienstälteste Bundesliga-Torwart in seine 22. Profi-Saison.
(Stand: Juli 2009)
Torwartlegende Sepp Maier im Interview. SZ am Wochenende Jetzt lesen ...
(sueddeutsche.de/dpa)
Linke-Vize-Chefin Wawzyniak