Vfb gegen Hertha 0:0 Stuttgart scheitert an der "Berliner Mauer"
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Hertha BSC Berlin hat den Titelträumen des VfB Stuttgart einen Dämpfer versetzt und Bundesliga-Spitzenreiter Schalke 04 zum heimlichen Gewinner des Abends gemacht.
Der Tabellenzweite aus Stuttgart kam am 23. Spieltag nach zuletzt vier Siegen in Folge nicht über ein 0:0 gegen die Berliner hinaus und verkürzte den Rückstand auf die erst am Sonntag gegen Bayer Leverkusen spielenden Schalker nur auf vier Punkte.
Die Herthaner brachten das Remis auch in Unterzahl nach der Gelb-Roten Karte gegen den erst 25 Minuten zuvor eingewechselten Ashkan Dejagah (88.) über die Zeit, weil Torhüter Christian Fiedler in der Nachspielzeit gegen Mario Gomez rettete. "Die Mannschaft hat heute alles probiert, aber es war heute ein schweres Spiel", meinte Stuttgarts Manager Horst Heldt, der die Defensivtaktik der Gäste akzeptierte: "Das ist legitim von Berlin. Wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein."
Hertha-Trainer Falko Götz war hingegen glücklich. "In der zweiten Halbzeit war der Druck ganz schön groß. Aber wir haben ganz gut gestanden und kaum Chancen ermöglicht. Wir haben uns den Punkt erkämpft", sagte Götz.
Auf Grund der verstärkten Abwehrarbeit der Berliner brauchten die jungen Schwaben, die mit einem Durschnittsalter von 23,2 Jahren aufliefen, vor 42.000 Zuschauern im Gottlieb-Daimler-Stadion bis zur 12. Minute, bevor sie erstmals richtig gefährlich vor dem Tor von Christian Fiedler auftauchten.
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Schiedsrichter Florian Meyer (Burgdorf) verweigerte einem Treffer von Nationalstürmer Gomez allerdings die Anerkennung, weil dem Torjäger vor dem Abschluss der Ball an den Arm gesprungen war.
Auch nach dieser Szene kontrollierten die Stuttgarter die Partie, ohne sich allerdings zunächst weitere Möglichkeiten erarbeiten zu können. Der dichte Abwerriegel der Berliner, die mit nur einem Stürmer (Marko Pantelic) antraten, war für den VfB in dieser Phase nicht zu durchdringen. Vor allem die Ideen des angeschlagen fehlenden Spielmachers Antonio da Silva wurden ab Mitte der ersten Hälfte auf Seiten der Schwaben vermisst.
Neben da Silva mussten die Gastgeber, die es gegen Ende des ersten Durchgangs vermehrt mit Distanzschüssen versuchten, auf den verletzten Kapitän Fernando Meira und den gesperrten mexikanischen Nationalspieler Pavel Pardo verzichten. Bei Berlin konnten Kapitän Arne Friedrich (Sperre) sowie die verletzten Yildiray Bastürk und Kevin Boateng nur zuschauen.
Nach dem Seitenwechsel kamen die Stuttgarter mit großem Elan aus der Kabine und verstärkten mit einer schnellen Spielweise den Druck. Die erste Chance ließ nicht lange auf sich warten, doch Nationalspieler Thomas Hitzlsperger scheiterte mit einem Schuss von der Strafraumgrenze an Fiedler (47.).
Während der VfB immer offensiver agierte, blieben die Gäste bei ihrer destruktiven und extrem defensiven Spielweise. Dadurch wurden die Stuttgarter immer wieder zu Distanzschüssen gezwungen, bei denen die Gastgeber aber die nötige Genauigkeit vermissen ließen.
Beste Spieler auf Seiten des VfB, der bereits am Mittwoch im Viertelfinale des DFB-Pokals erneut auf den Hauptstadtklub treffen, waren der Schweizer Ludovic Magnin und Sami Khedira. Bei den Berlinern überzeugten vor allem Abwehrchef Dick van Burik und der Brasilianer Gilberto.