Mit der Unterstützung seiner ganzen Familie und reichlich Glück hat Andre Agassi nach einem harten Stück Arbeit den Belgier Xavier Malisse bezwingen können.

Die weiße Kappe tief ins Gesicht gezogen, setzte sich der 35-jährige Amerikaner am "Tag der Arbeit" in New York mit 6:3, 6:4, 6:7 (5:7), 4:6, 6:2 gegen den Belgier Xavier Malisse durch und reihte sich am Montag in die Galerie der Urgesteine des letzten Grand-Slam-Tennisturniers des Jahres ein.

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Andre Agassi (© Foto: AP)

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Agassi, der zum 20. Mal die US Open bestreitet, ist der älteste Spieler seit Jimmy Connors 1991, der in der fünften Runde in Flushing Meadows steht. Connors war damals 39 Jahre und 6 Tage alt. In der Runde der letzten 16 trifft Agassi auf seinen Landsmann James Blake, der ihm in der Gunst der Zuschauer nach überstandenem Wirbelbruch in Nichts nachsteht.

Der Kahlkopf kämpfte den Spanier Tommy Robredo mit 4:6, 7:5, 6:2, 6:3 nieder und wurde bei seiner wundersamen Rückkehr nach dem schlimmen Unfall im Vorjahr abermals mit Ovationen bedacht. "Ich mag James unheimlich gern", sagte Agassi, der im direkten Vergleich mit 3:1-Siegen führt. "Er hat es verdient, im Viertelfinale zu sein. Es wird verdammt schwer."

Einen Rekord erlebten die Tennisfans im Lous-Armstrong-Stadion. Auf dem alten Center Court lieferten sich Guillermo Coria und Olympiasieger Nicolas Massu aus Chile das längste Match der 125. US Open. Nach 4:32 Stunden zog der Argentinier ins Viertelfinale ein, in dem er auf Haas-Bezwinger Robby Ginepri aus den USA oder den Franzosen Richard Gasquet trifft.

Zwei schnellen Sätzen für Agassi folgte ein quälender dritter Durchgang, in dem sich der zweimalige US-Open-Sieger den Tiebreak beim Stand von 5:3 schon geholt zu haben schien. Doch plötzlich klappte nichts mehr und der zehn Jahre jüngere Malisse schaffte sogar den Satzausgleich. Ohne Gnade schickte er den ältesten Spieler des Turniers von einer Ecke des Center Courts in die andere. Aber Agassi rannte wie ein Wiesel und holte sich im entscheidenden fünften Satz das vorentscheidende Break zum 3:1.

Als Agassi nach 2:55 Stunden dem 46. Fünfsatzmatch mit dem 24. Erfolg ein Ende machte, jubelten ihm seine Frau Steffi Graf sowie die beiden Kinder auf der Tribüne erleichtert zu. Sie waren von dem ungeheuren Kampfgeist des Publikumslieblings ebenso begeistert wie die Zuschauer im riesigen Arthur-Ashe-Stadion. "Es ist ein wunderbares Gefühl, hier zu spielen und den Fans etwas bieten zu können", sagte der Sieger, der noch immer offen lässt, wann er gedenkt aufzuhören.

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(dpa)