Urteil im Steuerprozess Gericht verurteilt Hoeneß zu dreieinhalb Jahren Haft

Vierter Verhandlungstag gegen Uli Hoeneß Der Präsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß (M), steht am 13.03.2014 als Angeklagter zusammen mit seinen Anwälten Hanns W. Feigen (l) und Markus Gotzens im Landgericht München II (Bayern) im Gerichtssaal 134. Hoeneß soll im großen Stil Steuern hinterzogen haben. Foto: Michael Dalder/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Das Landgericht München II hat sein Urteil gesprochen: Uli Hoeneß muss wegen Steuerhinterziehung drei Jahre und sechs Monate in Haft. Rechtskräftig ist die Entscheidung aber noch nicht.

Das Landgericht München II hat sein Urteil gesprochen: Es verurteilt Uli Hoeneß wegen Steuerhinterziehung in sieben Fällen zu dreieinhalb Jahren Haft.

Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer fünf Jahre und sechs Monate gefordert. Die Verteidigung hatte auf Einstellung oder höchstens eine Bewährungsstrafe plädiert.

In ihrer Anklage war die Staatsanwaltschaft noch von 3,5 Millionen Euro hinterzogenen Steuern ausgegangen. Im Laufe des Prozesses vervielfachte sich diese Summe auf 27,2 Millionen Euro.

Rechtskräftig ist die Entscheidung aber noch nicht. Beide Seiten können in Revision vor dem Bundesgerichtshof gehen.

Der FC Bayern München will sich zunächst nicht zum Urteil im Steuerprozess gegen seinen Präsidenten und Aufsichtsratschef Hoeneß äußern. Das habe der Verein mitgeteilt, berichtet die Nachrichtenagentur sid. Hintergrund ist offenbar die Einspruchsfrist, die beide Parteien nach dem Richterspruch haben.

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